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Lifestyle | 05.07.2021

Soziale Ungleichheit:

Pandemie treibt Schere auseinander!

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Foto: shutterstock, fran_kie

Seit mehr als einem Jahr wütet die Corona-Pandemie auch in Europa. Während die Inzidenzen besonders hoch waren, blieben die Geschäfte geschlossen und die Menschen daheim. Tausende Bundesbürger verloren ihre Arbeit oder waren zumindest zeitweise ohne Anstellung. Betroffen waren davon vor allem Menschen der untersten Einkommensgruppen.
Die soziale Ungleichheit, also die Schere zwischen Arm und Reich, wurde durch die Corona-Pandemie verstärkt. Welche Folgen sich daraus für die Zukunft ergeben, ist noch nicht ersichtlich. Sozialverbände wie Caritas Österreich appellieren an die Politik, rechtzeitig gegenzusteuern.

Keine Veränderungen zu spüren
Jede Krise bringt Gewinner und Verlierer hervor. Das ist bei der Corona-Krise in Österreich wie anderswo auf der Welt nicht anders. Menschen aus den oberen Einkommensschichten bekommen die Pandemie nur am Rande mit. Für viele reiche Menschen war der größte Verlust die Möglichkeit, unbeschwert in den Urlaub zu fliegen. Geschlossene Grenzen haben auch vor viel Geld auf dem Konto kein Halt gemacht. In anderen Bereichen zeigen sich keine Veränderungen.
Auf dem Immobilienmarkt in Österreich sind die Preise für hochwertige Häuser gestiegen, ebenso die Nachfrage. Wohnen im Stadtgebiet ist seit Ausbruch der Pandemie nicht mehr gefragt. Viele Österreicher mit dem passenden Einkommen haben sich eine Immobilie im ländlichen Bereich gesucht - Wohnen am See boomt. Die Großstadt bietet keinen Mehrwert, wenn der Lieblingsitaliener geschlossen ist oder das Burgtheater Wien nicht spielen darf.

Luxus ist gefragt
Ungebrochen ist seither auch die Nachfrage nach Luxusartikeln. Die Inflation hat mittlerweile angezogen, die Preise für hochwertige Produkte sind infolge dessen gestiegen. Für die Menschen in den mittleren und oberen Einkommensgruppen ist der Luxus trotz Krise bezahlbar.
Rolex-Uhren kaufen ist nicht erst seit Corona gefragt. Die Uhren aus Schweizer Produktion genießen ein hohes Ansehen. Gegründet wurde der Uhrenhersteller vor mehr als 100 Jahren von einem Deutschen, Hans Wilsdorf. Heute ist Rolex im Schweizer Nobelort Genf beheimatet und stellt ebenso noble Zeitmesser her. Rolex Uhren zeichnen sich durch ihr zeitloses Design und ihre Wertbeständigkeit aus. Die Investition in eine solche Uhr ist als Wertanlage zu sehen. Mit der Zeit gewinnt eine Rolex an Wert. Je höher die Nachfrage nach einer Rolex ist, desto höher steigt der Preis. Makellose Qualität, eine unerreichte Präzision und Zuverlässigkeit zeichnen eine Rolex aus. Daher sind sie bei Liebhabern hochwertiger Uhren und bei Sammlern stark gefragt.

Die Kehrseite von Luxus
Teure Immobilien im Grünen und hochwertige Rolex Uhren mit Sammlerwert auf der einen Seite, Probleme bei der Mietzahlung auf der anderen. Die Schließung von Lokalen und Geschäften hat vor allem Menschen mit geringen Einkommen getroffen. Eine Studie der internationalen Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam sieht gravierende Folgen und eine deutliche Verschärfung der Ungleichheit. Laut Studie brauchen die Menschen in den untersten Einkommensgruppen mehr als zehn Jahre, um die Auswirkungen durch die Corona-Pandemie zu bewältigen.
Längst plädieren Sozialverbände für weitreichende Schritte der Politik. Zur Debatte steht etwa eine Anhebung des Arbeitslosengeldes in Österreich. Auch Einmalzahlungen für Betroffene, die unverschuldet aufgrund der Pandemie ihren Job verloren haben, sind gefordert. Die Sozialverbände im Land attestieren der Regierung einen guten Job, sprechen von wirksamen sozialen Schutzmauern für betroffene Menschen. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die eine härtere Besteuerung der Reichen fordern.