Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 02.04.2021

10 Tipps für umweltbewusstes Wohnen

Unser moderner Lebensstil schadet der Natur. Laut dem deutschen Umweltbundesamt zählt Wohnen neben der Ernährung und der Mobilität zu den umweltschädlichsten Sektoren. Zum Glück wächst das Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Doch wie lässt sich nachhaltiges Verhalten in den Alltag integrieren? Wie funktioniert umweltbewusstes Wohnen? Wir haben uns für Sie Gedanken dazu gemacht und teilen hier 10 Tipps, mit denen Sie sofort loslegen können.

Bild 20210402 umweltbewusstes-wohnen.jpg
Bildnachweis: kebox / clipdealder.de

Tipp #1: Zu einem ÖKO-Stromanbieter wechseln

Wohnen bedeutet Energieverbrauch. Morgens summt die Elektrozahnbürste und der strombetriebene Kaffeeautomat produziert tröpfchenweise unseren liebsten Wachmacher. Tagsüber arbeiten wir am Computer und abends flackert der Fernseher und brennt das Licht noch lange nach dem Einbruch der Dunkelheit. Skizziert das in etwa Ihren Alltag? Dann sollten Sie zu einem Öko-Stromanbieter wechseln. Gute Anbieter stecken die Profite in den Ausbau neuer regenerativer Energiequellen. Und das moderne Leben kann mit weniger Gewissensbissen weitergehen.

 

Tipp #2: Energiesparende Haushaltsgeräte A+++

Ob Gefrierschrank oder Waschmaschine, alte Geräte verbrauchen mehr Strom. Das schadet Ihrem Portemonnaie und der Umwelt. Umweltbewusstes Wohnen bedeutet daher auf neuere und stromsparende Geräte umzusteigen. Je sparsamer der Verbrauch, desto grüner und günstiger der Betrieb. Ob ein Gerät viel oder wenig Strom verbraucht, lässt sich an der sogenannten Energieeffizienzklasse ablesen.

Meist klebt ein entsprechendes Label gut sichtbar am Gerät. Wahrscheinlich kennen Sie die bis März 2021 gültige Spitzenklasse: Energieeffizienzklasse A+++. Da immer mehr Geräte diese Energieeffizienzklasse aufwiesen, wurden die Energieklassen geändert. Die neue Energieeffizienzskala geht von A bis G. Das soll der Aussagekraft dienen. Für Verbraucher soll es so einfacher werden, die stromsparendsten Geräte zu identifizieren.

 

Tipp #3: LED statt Glühlampe

Licht spielt beim Wohnen eine zentrale Rolle und beeinflusst unser Wohlbefinden. Bei der Arbeit brauchen wir helles Licht, abends darf es gerne stimmungsvoll gedimmt sein. Für umweltbewusstes Wohnen sollten Sie daher auf LED- und Energiesparlampen wechseln, falls Sie noch traditionelle Glühbirnen nutzen. Eigentlich sind die klassischen Glühlampen in der EU bereits seit 2009 verboten, aber einige Menschen horten sie noch. Diese Zahlen dürften jeden überzeugen: Im Vergleich zu einer klassischen Glühlampe verbraucht eine Energiesparlampe 70 Prozent weniger Strom, eine LED-Birne sogar 80 Prozent weniger Strom.

 

Tipp #4: Steckerleiste mit Schalter

Wussten Sie, dass viele Geräte im Standby-Modus weiterhin Strom beziehen? Standby bedeutet, dass das Gerät nicht läuft aber auch nicht komplett ausgeschaltet ist. Oft zu erkennen an einem kleinen roten oder orangefarbenen Licht. Vor allem TV-Geräte, Computer aber auch Kaffeemaschinen und viele andere Kleinelektrogeräte haben diese Funktion. Eine simple Lösung ist eine Steckerleiste mit Schalter. Am Ende des Tages müssen Sie nur einen Schalter betätigen, um gleichzeitig mehrere Geräte von Standby auf Aus zu schalten. So "fressen" die ungenutzten Geräte nachts keinen unnötigen Strom.

 

Tipp #5: Heizkörper regelmäßig entlüften

Kennen Sie diese Situation: Irgendwie wird es nicht richtig warm im Haus, Sie drehen das Thermostat hoch und doch nützt es nichts? Womöglich ist Luft im System! Durch Entlüften der Heizkörper können Sie das Problem lösen. Denn steckt Luft im Heizkörper, kann die erzeugte Wärmeenergie nicht korrekt an die Umgebung abgegeben werden und das Haus bleibt kalt. Obwohl Sie das Thermostat aufdrehen, verpufft die Energie ungenutzt. Heizkörper lassen sich mit einem speziellen Schlüssel schnell entlüften.

 

Tipp #6: Alte Therme austauschen

Auch an der Therme geht der technische Fortschritt nicht vorbei. Zum Glück! Neue Thermen wie etwa Brennwertthermen arbeiten energieeffizienter, verbrauchen weniger Strom und sind dadurch umweltfreundlicher. Je nach Gerät lassen sich bis zu 30 % an Energie durch Thermentausch sparen. Abstriche bei Wärme oder Bedienkomfort müssen Sie dennoch nicht befürchten. Moderne Thermen heizen zuverlässig und sind kompakter und eleganter im Design.

 

Tipp #7: Energieeinsparung durch neue Fenster

Wohnen soll nachhaltiger werden. Um das Ziel umweltbewusstes Wohnen zu erreichen, werden Land auf, Land ab die Wände gedämmt. Dabei geht 20 bis 25 Prozent an Wärme nicht durch die Wände, sondern durch die Fenster verloren. Im geschlossenen Zustand selbstverständlich. Neue Fenster können den Wärmeverlust minimieren. Selbst in gut gedämmten Gebäuden lässt sich durch neue Fenster oft ein positiver Effekt bei den Heizkosten feststellten.

 

Tipp #8: Nachhaltige Möbel

Am nachhaltigsten ist, was bereits produziert wurde. Deshalb ermutigen wir Sie, öfter einen Gebrauchtkauf in Betracht zu ziehen. Ob Antikmöbel oder Mid-Century-Teppiche, schön Wohnen lässt sich auch aus zweiter Hand. Und wenn es doch neue Möbel sein sollen, achten Sie auf die Zertifizierung. Ob das (heimische oder tropische) Holz tatsächlich aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt, können Sie etwa an den Zertifikaten "FSC" und "PEFC" erkennen. Beide Zertifikate werden nur dann verliehen, wenn die Prinzipien der Nachhaltigkeit streng eingehalten werden.

 

Tipp #9: Wassersparduschkopf

Viel Wasser bedeutet viel Ressourcenverbrauch und hohe Kosten. Meist ist das unnötig, da wir uns auch mit einem weniger kräftigen Wasserstrahl problemlos die Hände waschen oder Duschen können. Abhilfe schafft ein sogenannter Wassersparduschkopf. Dabei handelt es sich um einen Durchflussbegrenzer (auch Perlator genannt), der ohne Einbußen beim Komfort weniger Wasser durchlässt (je nachdem können bis zu zwei Drittel des ursprünglichen Wasserverbrauchs reduziert werden).

 

Tipp #10: Umweltfreundliche Putzmittel

Blitzblank und richtig rein - mit solchen Begriffen werben viele Putzmittelhersteller. Womit wir da unsere Wohnräume putzen sollen, verraten sie uns allerdings nicht. Nur ein klitzekleiner Text und meist mehrere Warnsymbole auf der Flasche lassen erahnen, das in den meisten Putzmitteln nichts Gutes steckt. Einige der Chemikalien reichern sich im menschlichen Körper an. Die Langzeitfolgen sind noch nicht bekannt. Achten Sie daher auf umweltfreundliche Putzmittel, vermeiden unnötige Chemie (etwa WC-Steine oder Lufterfrischer) oder machen Sie Putzmittel einfach selbst (Essig, Backpulver, Natron oder Zitrone sind gute Alternativen, genaue Rezepte finden Sie im Internet).

 

Fazit

Umweltbewusstes Wohnen fängt schon mit kleinen Veränderungen an, die schnell gehen und nicht zum Komfortverlust führen. Es kostet kaum Zeit oder Mühe zu LED-Lampen oder einem Öko-Stromanbieter zu wechseln, einen Wassersparduschkopf einzubauen oder die Heizkörper zu entlüften. Und doch tragen all diese Veränderungen zu mehr Nachhaltigkeit beim Wohnen bei. Worauf warten Sie noch? Fangen wir gemeinsam an!