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Lifestyle | 30.06.2020

Wien:

Ein Wochenende in der Hauptstadt Österreichs

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Photo by Mike_68 (Author), Pixabay Licence

Wien ist Lifestyle pur, die Stadt atmet nicht nur Geschichte, sondern sie setzt auch moderne Trends und wirkt enorm inspirierend – wenn der Besucher entsprechend offen ist. Bummeln wir einfach mal gemeinsam durch die malerische Altstadt, besuchen den legendären Prater, schauen bei Madame Tussauds vorbei und schwelgen in der prächtigen Kulisse von Schloss Schönbrunn. Da soll mal einer sagen, Österreich wäre langweilig! – Ganz und gar nicht.

Ein Bummel durch die fantastische Altstadt

Längst gehört die Wiener Altstadt dem Weltkulturerbe der UNESCO an und wer sich hierher begibt, erlebt hautnah, warum das absolut richtig ist. Die Hofburg erstrahlt in ihrer vollen Pracht inmitten eines geschlossenen Stadtbildes, das in Europa seinesgleichen sucht. Drei verschiedene Epochen sind hauptsächlich an diesem Panorama beteiligt: das Mittelalter, der Barock und das späte 19. Jahrhundert. Vor allem die Ringstraße glänzt mit ihren monumentalen Bauten im Stil des Historismus`, die zwischen 1860 und 1900 entstanden sind. Darunter befindet sich auch die weltberühmte Staatsoper und natürlich das kunsthistorische Museum, beides echte Wiener Touristenmagneten. Einen urgemütlichen Kontrapunkt setzen die zahlreichen Kaffeehäuser mit ihren sahnigen Torten und dem gediegenen Ambiente. Hier kommt garantiert jeder Genießer zur Ruhe, sei er nun nostalgisch oder modern orientiert.

Den Tag ausklingen lassen beim klassischen Spiel

Für den Stadtbummel nur ein, zwei Stunden einzuplanen, wäre sicherlich viel zu knapp. Eher lautet die Empfehlung, sich richtig viel Zeit zu nehmen, bei einem Wochenendbesuch möglichst einen ganzen Tag. In der Eile geht einfach zu viel von dem bezaubernden Wiener Ambiente verloren, dass sich auf den Plätzen, in den Parks und an der gedeckten Kaffeetafel ausbreitet. Wer zu später Stunde immer noch Energie übrighat, sollte zum krönenden Abschluss des Tages im Casino Wien vorbeischauen. Die beliebte Spielbank bietet viele der klassischen Tischspiele wie Roulette, Blackjack und Baccarat. Letzteres ermöglicht es den Spielern übrigens, auch mal die Rolle der Bank zu übernehmen. Wer zwischendurch Hunger bekommt oder sowieso nicht an Spielen interessiert ist, der besucht das CUISINO Restaurant. Obwohl die Küche hier eher gehoben zu nennen ist, darf auf der Speisekarte das gutbürgerliche Wiener Schnitzel keinesfalls fehlen.

Nostalgie und Adrenalin-Kick im Wiener Prater

Das Riesenrad im Wiener Prater gehört zu den Wahrzeichen der Stadt, und das schon seit mehr als 120 Jahren. Der große Rummel inmitten der grünen Oase bietet sich als lohnenswertes Ausflugsziel für den nächsten Tag an, er ist von März bis Oktober voll geöffnet. Einige Attraktionen sind sogar ganzjährig aktiv, dazu zählt auch das bereits erwähnte Riesenrad. 65 Meter geht es hier hinauf, umschlossen von einer sicheren Gondel mit atemberaubendem Ausblick über die Stadt. Empfehlenswert sind auch die anderen historischen Fahrgeschäfte, die sich rund um diesen Publikumsrenner scharen: Die Wiener Hochschaubahn gehört ebenso mit dazu wie die historische Grottenbahn und das Kettenkarussell. Auch uralte Geisterbahnen, die manchen älteren Besucher an seine Jugend erinnern dürften, befinden sich noch in Betrieb. Natürlich gibt es auch jede Menge neue Attraktionen wie den Indoor-Skydiving-Windkanal und den Airbus-Simulator ViennaFlight. Jedem das Seine, heißt es auf dem Prater! Und das ist bei über 250 verschiedenen Karussells absolut kein Problem.

Das Prater-Highlight: Madame Tussauds Wachsfiguren

Madame Tussauds, das ist ein weltweit bekannter Name, der auch in Wien für Furore sorgt. Das Wachsfigurenkabinett der Grande Dame hat sich ebenfalls im Prater unweit des Riesenrades angesiedelt. Mehr als 80 ihrer lebensnahen Figuren wetteifern um die Gunst des Publikums, darunter natürlich auch Kaiserin Sisi mit ihrem "Franzerl", Wolfgang Amadeus Mozart, Gustav Klimt und Falco. 2.000 Quadratmeter Fläche auf drei Etagen stehen dem Gast zum genüsslichen Promi-Watching zur Verfügung, ohne sich mit Bodyguards herumärgern zu müssen. Sisi-Fans dürfen sich über eine kleine Zugabe freuen: Ganz in der Nähe eröffnete Anfang 2017 die Erlebniswelt "Sisi Uncovered Experience" ihre Pforten. Sie fokussiert sich auf die eher verborgenen Seiten der umschwärmten Kaiserin und stellt diese mit modernster Technik auf 200 Quadratmeter Fläche dar.

Schloss Schönbrunn: die barocke Perle mit 1.441 Räumen

Sogar ausgesprochene Kulturmuffel können es manchmal nicht lassen, sich an Schloss Schönbrunn zu berauschen, der ehemaligen Habsburger Sommerresidenz. Die Fassade erinnert an das großartige Pariser Schloss Versailles, ebenso wie die paradiesische Gartenanlage. In alten Zeiten logierten Kaiser Franz-Josef mit seiner berühmten Gattin und Maria Theresia in den luxuriösen Räumlichkeiten. Der gesamte Palast verfügt über unglaubliche 1.441 Räume, 45 davon stehen zur Besichtigung frei. Sie sind im verspielten Rokokostil gestaltet und bestechen mit entsprechend historischer Glorie. Im Spiegelsaal bezauberte der sechsjährige Mozart sein staunendes Publikum. Das sogenannte "Millionenzimmer" ist mit kostbarem Rosenholz vertäfelt, es enthält faszinierend detailreiche indische und persische Miniaturen.

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Photo by jpeter2 (Author), Pixabay Licence

Die Schätze des Kunsthistorischen Museums

Weiter oben haben wir bereits das kunsthistorische Museum erwähnt, dessen Prachtbau die Wiener Ringstraße ziert. Es lohnt sich, nicht nur an den Äußerlichkeiten haften zu bleiben, sondern sich auch in dieses besondere Gebäude hinzuwagen. Denn dort bekommen Besucher all das zu sehen, was die Habsburger Kaiser über Jahrhunderte hinweg gesammelt haben: eine beeindrucken Bruegel-Kollektion in der Gemäldegalerie , die Goldschätze der Antikensammlung, edle Marmorstatuen und ägyptische Mumien mit ihren Grabbeigaben. Facettenreicher geht es kaum!

Ob ein einziges Wochenende ausreicht, um Wien kennenzulernen? Nein, ganz sicher nicht! Aber in zwei oder drei Tagen gelingt es immerhin, ein Gefühl für die Donaustadt zu bekommen und ihren besonderen Glanz zu spüren.