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Lifestyle | 19.12.2019

Gesund und Grün soll’s sein! Warum Grünkohl uns gesund durch den Winter bringt

Alle Jahre wieder! Um uns herum schnieft und hustet es: Die nass-kalte Jahreszeit macht den Körper anfälliger für Infektionen und Erkrankungen. Das liegt zum einen an der schwindenden Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden – zum anderen an der trockenen Luft, die sich ideal zum Verbreiten von Erregern eignet. Die richtige Ernährung kann helfen, das Immunsystem natürlich stark zu halten. Immer mehr Menschen schwören zum Beispiel auf Grünkohl.

Gesund, regional und saisonal mit Grünkohl

Grünkohl hat jährlich im Winter Saison. Jährlich von Oktober bis zum März wird die Kohlart geerntet und beschert uns in der kalten Jahreszeit eine große Portion Vitamine. Paradoxerweise braucht der Grünkohl eine niedrige Bodentemperatur, um seinen typischen Geschmack zu entfalten. So schmeckt er bei mildem Wetter geerntet, etwas herber. Gedeiht der Kohl in einem überwiegend kaltem Klima, entwickelt dieser seinen typisch süßlich-kräftigen Geschmack.

Und plötzlich wollen alle Grünkohl

Der Ernährungstrend geht wieder mehr zur regionalen und saisonalen Küche – und besinnt sich damit auf Althergebrachtes. Das heißt konkret: Gut gewürzte Suppen, deftige Eintöpfe, eingelegtes Gemüse – so wie früher bei den Großeltern – erobern die heimischen Küchen zurück. Generell sollte sich wieder mehr dem Klima entsprechend ernährt werden – das heisst regional und saisonal. In der kalten Jahreszeit ist daher kräftigendes Wurzelgemüse wie Steckrüben, Pastinaken, Brokkoli oder Grünkohl die umweltschonende Wahl.

In den USA ist Grünkohl schon seit längerem unter dem Namen Kale als sogenanntes Superfood bekannt. Zurecht: Der Kohl ist reich an Eisen, Ballaststoffen, Antioxidantien und Vitaminen. Durch seinen hohen Chlorophyllgehalt zählt der Grünkohl daher zu den gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Dieses verleiht dem Kohl die satte, grüne Farbe und ist maßgeblich an der Photosynthese beteiligt. Generell hat Chlorophyll einen großen Einfluss auf das menschliche Blut, schließlich sind sich beide Stoffe vom Aufbau her sehr ähnlich. Auf den menschlichen Organismus wirkt es reinigend, hilft beim Aufbau neuer Blutzellen und unterstützt die Wundheilung.

Der Kauf und die richtige Zubereitung

Ob man den Grünkohl nun ganz traditionell mit Wurst oder Kassler ist, roh mit einem leckeren Dressing oder ausgewogen und raffiniert mit Spätzle und Walnüssen reicht: Wichtig ist, den Grünkohl nicht zu lange zu kochen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe enthalten bleiben.

Bei der Zubereitung sollte man außerdem darauf achten, den Grünkohl sorgfältig zu waschen, da er in der Regel sehr sandig ist. Beim Kauf sollten die Blätter dunkelgrün sein und leicht quietschen, wenn man diese aneinander reibt. Bereits verfärbtes Kraut oder etwa ein vertrockneter Stängel deuten darauf, dass der Kohl bereits zu alt ist. Bei der Zubereitung wird der Strunk entfernt, die Blätter sanft vom Stiel gezupft und dann ganz nach eigenem Belieben zubereitet. Aber Achtung: Beim Kochen fällt der Grünkohl – ähnlich wie der Spinat – etwas zusammen. Es sollte daher eine etwas größere Menge zum Kochen eingeplant werden.

Tipp: Wer einen rohen Grünkohlsalat zubereiten will, lässt das Dressing mitsamt der Blätter am besten etwa zwei Stunden ziehen.