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Fashion | 07.12.2020

„Seien Sie ein Gegenpol!“

Wie Sie durch Mode wieder Lebensfreude und Zuversicht in Ihr Leben lassen - ein fast schon spirituelles Gespräch mit René Schielin.

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© Shutterstock

Ein Interview mit René Schielin über Modetrends verwandelt sich schnell in ein Gespräch, das zum Nachdenken anregt. Wir sprechen mit dem Unternehmer darüber, wie wir durch Mode unsere Persönlichkeit ausdrücken können und warum wir gerade jetzt ein regelmäßiges Frustshoppen kultivieren sollten. Ein Must-read für alle, die sich wieder einmal Freude in diesen verunsichernden Zeiten wünschen. 

 

Wie hat sich die Modewelt in den letzten Jahren neu definiert? 

Wir sind endlich im Zeitalter der Persönlichkeiten angekommen. Das unreflektierte Kopieren von Trends wird abgewählt, Personen wollen ihre Einzigartigkeit durch Äußerlichkeiten individuell zum Ausdruck bringen. Dazu nutzen wir Kleidung, Schuhe und Taschen, aber auch Frisuren und Make-up. 

 

Wie wird Corona unseren Lebensstil und damit unsere Modevorlieben beeinflussen?

Es wird in Zukunft weniger, aber dafür überlegter eingekauft werden. Wir kontrollieren, was wir wirklich noch brauchen und wie wir unsere Kleidungsstücke vielleicht abändern lassen können, damit sie wieder der heutigen Mode entsprechen. 

 

 

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© Schielin

Warum sollten wir uns trotzdem oder gerade jetzt etwas Schönes gönnen?

Leider ist die derzeitige Angstschürung durch Medien und Politik – sei es zu Recht oder nicht, je nach Gesinnungslager – ein totaler Lustblocker für das Einkaufen. Daher mein Appell an die Oberösterreicher: Seien Sie ein Gegenpol zur derzeitigen Frustlandschaft. Kultivieren Sie in Corona-Zeiten ein gepflegtes und regelmäßiges Frustshoppen. Wenn Ihnen wieder einmal die Meldungen so richtig den Tag versauen, besuchen Sie unsere Geschäfte und beglücken Sie sich mit gut gewählter, ihre Persönlichkeit widerspiegelnder Bekleidung. Durch diese spirituelle Betätigung verschaffen wir uns ein Stimmungshoch. Indem wir uns farbenfrohe Sachen kaufen, zeigen wir die Sonne in unserem Herzen nach außen und können auch in verunsichernden Zeiten gut drauf sein. Seien Sie ein Vorbild für andere – zeigen Sie Zuversicht und machen Sie es sich zur Aufgabe, andere aus ihrem Stimmungstief wieder herauszuholen.

 

Im Homeoffice lassen wir uns nicht nur modisch gerne gehen. Welche Tipps haben Sie dazu?

Bitte beschummeln Sie sich im Homeoffice nicht selbst und seien Sie auch hier ein Gegenpol zur allgemeinen Einstellung. Auch wenn im Zoom-Meeting niemand merkt, ob Sie Zähne geputzt oder geduscht haben – tun Sie es für sich selbst, für die Partnerschaft oder den Familienverband. Auch das fällt unter Nächstenliebe. Und falls Sie spirituell sind – tun Sie es für Ihren Schutzengel oder die anderen Wesen aus Ihrer spirituellen Matrix.