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Fashion | 04.10.2021

Die Schnalle als Markenzeichen

Kaum eine Designerin wird derzeit so gehypt wie Marina Hoermanseder. Bei der Präsentation ihrer neuen Rado Damenuhr in Wien verriet sie uns, wie man es schafft, Lady Gaga als Kundin zu gewinnen und dass ihr Vater aus Grieskirchen stammt.

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Text: Simone Meyr © Kramar, Kollektiv Fischka

Wir treffen Marina Hoermanseder (35) in einem Wiener Hotel zum Interview und lernen eine coole und gut gelaunte Lady kennen. Vor acht Jahren gründete die Wienerin ihr eigenes Modelabel in Berlin. Seitdem hat sie gewagte, innovative Kreationen präsentiert, die raffinierte Handwerkskunst mit exzentrischen und doch eleganten Designs vereinen. Die Karriere von Marina Hoermanseder begann mit einem Praktikum bei Stardesigner Alexander McQueen. Seither haben ihre Designs an verschiedenen Fashion Weeks in Europa für Aufsehen gesorgt. Stück für Stück ist Marina Hoermanseder zum Liebling vieler Stars geworden: Katy Perry, Lady Gaga, Kylie Jenner, Paris Hilton, Nicki Minaj und andere haben ihre Designs getragen. Mittlerweile zieren auch fast 30 Marken die unverwechselbaren Designelemente von Marina.

Letzter Coup der Designerin ist der Entwurf einer Damenuhr für RADO. Das von ihr kreierte Modell „Captain Cook x Marina Hoermanseder“ zeigt sich mit einem Lederband in zartem Rosa und goldfarbener Schnalle, dem Markenzeichen von Marina Hoermanseder, äußerst feminin.

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Die RADO Captain Cook x Marina Hoermanseder © RADO

OBERÖSTERREICHERIN: Marina, Sie haben Internationale BWL studiert und das Studium auch abgeschlossen, was hat Sie dazu motiviert als Designerin durchzustarten bzw. wann haben Sie Ihre Leidenschaft für Mode entdeckt?

Marina Hoermanseder: Bereits mit acht Jahren habe ich auf der alten Nähmaschine meiner Mutter nähen gelernt und für mich selbst Kleidung geschneidert. Ich wollte immer schon ein Modecollege machen, aber da machten mir meine Eltern einen Strich durch die Rechnung. Der Deal mit meinem Vater war, dass ich erst nach einem Abschluss an der Wirtschaftsuni Mode machen kann. Nach einem Jahr Schauspielunterricht und meinem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium, habe ich mir dann meinen Traum erfüllt und in Berlin
Modedesign studiert.

Bekannt wurden Sie vor allem mit Ihrer Kollektion, die von orthopädischen Produkten inspiriert ist, wie kam es dazu?

Meine ersten Modelle waren sehr speziell. Ich habe zum Beispiel aus Sackerl fürs Gackerl von Automaten auf Hundewiesen Futterstoffe zusammengenäht und aus Spagetthi Prints gemacht. Ich war immer schon sehr experimentierfreudig und habe alles ausprobiert. Die Reaktionen auf meine Diplomkollektion, bei der ich von der Orthopädie und von Hautkrankheiten inspiriert war, waren nicht sehr positiv, weil sie den meisten Leute zu ausgefallen war. Aber so war ich und so bin ich nach wie vor. Ich lasse mich von echten Objekten, die ich angreifen kann oder Zeitepochen inspirieren und beziehe mich nicht auf abstrakte Muster, wie andere Designer.

Models und Prominente wie Kylie Jenner, Paris Hilton oder Lady Gaga haben Ihre Kreationen getragen. Wie kommt man mit solchen Stars zusammen?

Alles begann mit Lady Gaga. Eine Freundin von mir machte ein Praktikum in New York. Ich habe ihr Lookbooks geschickt und eine Liste der zehn wichtigsten Stylisten. Darunter war auch Nikolai McCatty, der Stylist von Lady Gaga. Meine Freundin hat meine Lookbooks in New York verteilt und so sind Stylisten auf mich aufmerksam geworden. Als ich bei meiner ersten Ledermesse in Mailand im Stau stand, entdeckte ich ein E-Mail mit dem Betreff „Lady Gaga x Marina Hoermanseder“, die ich als Spam-Nachricht eingeordnet habe. Zwei Tage später habe ich sie noch einmal geöffnet und realisiert, dass das Mail tatsächlich von Lady Gaga‘s Stylingteam kam und eine echte Order war. (lacht) Heute wird der Kontakt über Instagram oder über unseren Showroom in Los Angeles hergestellt, wo die Stars und Stylisten ein- und ausgehen.

 

Lesen Sie die ganze Story in unserer aktuellen Ausgabe der OBERÖSTERREICHERIN! 

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© RADO