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Fashion | 23.11.2021

60 Jahre Bond-Uhren

No Time to Die: Dies gilt nicht nur für James Bond selbst, sondern auch für seine exklusiven Uhren. Auf den nächsten Seiten erwartet Sie ein Rückblick auf spektakuläre sechs Jahrzehnte Bond-Uhren. Eine Hommage.

Bild Daniel Craig in the Seamaster Diver 300M 007 Edition CREDIT Danjaq and MGM.jpg
© Danjaq and MGM

In keinem Film wird mehr Produktplatzierung betrieben als in den 007-Streifen. Zur Schau gestellt werden nicht irgendwelche Produkte, sondern hochwertige Luxusgüter: Das neue Bond-Auto, die neue Bond-Uhr, Yachten, Smartphones oder Champagner – erscheint eine neuer Bond-Film, sind die Magazine voll von Bildern der edlen Teile, die der „wirksamste Influencer der Welt“, derzeit Daniel Craig, zum Einsatz bringt. Dahinter steckt ein riesiges Business, Firmen zahlen Millionen, um ihre Produkte in einem Bond-Film platzieren zu können. Wen wundert’s, gehören die James-Bond-Filme nicht nur zu den erfolgreichsten Filmreihen der Filmgeschichte, sondern ist James Bond auch der coolste, toughste und auf seine ganz spezielle Art charmanteste Geheimagent der Welt, der Inbegriff von Männlichkeit und von Frauen wie Männern angehimmeltes (oder – von Männern – beneidetes) Sexsymbol. Besondere Leckerbissen sind neben Bond selbst seine Uhren. Genau diesen haben wir uns auf den folgenden Seiten gewidmet: sechs attraktive Bond-Darsteller und viel mehr nicht minder attraktive Uhren, deren Zweck für James Bond, Q sei‘s gedankt, weit über den als schicke Zeit­anzeiger hinausgeht …

 

Daniel Craig: Omega Seamaster

Bild Daniel Craig in Seamaster Diver 300M (Ref. 2220.80.00) CREDIT Alamay.jpg
© Alamy

Ihr Name ist Omega, Omega Seamaster Diver 300M 007 Edition. Die Rede ist von James Bonds neuestem Zeitmesser im aktuellen – dem bereits 25. – Bond-Streifen „Keine Zeit zu sterben“, der am 30. September in den österreichischen Kinos Premiere feierte. Darin ist nicht nur der 53-jährige Engländer Daniel Craig mit einer Omega-Uhr zu sehen, neben James Bond himself sind auch die neue Agentin Nomi (Lashana Lynch) sowie Moneypenny (gespielt von Naomie Harris) mit Uhren der Schweizer Luxusuhren-Manufaktur Omega ausgestattet.

Daniel Craig, nach Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton und Pierce Brosnan der sechste 007-Darsteller, mimt in „Keine Zeit zu sterben“ zum fünften und – angeblich – letzten Mal James Bond. 2006 übernahm er in „Casino Royale“ die ehrwürdige Rolle des britischen Geheimagenten und trägt bei seinem ersten Einsatz als 00-Agent eine Seamaster Diver 300M – eine 41 mm mit blauem Zifferblatt und einer blauen Lünette an einem Edelstahlarmband – und eine Planet Ocean 600M mit Stahlgehäuse, schwarzem Zifferblatt, einer schwarzen Lünette und einem schwarzen Kautschukarmband.

In „Quantum of Solace“ (2008) trägt der erste blonde Bond eine weitere Seamaster Planet Ocean 600M, dieses Mal mit kleinerem Gehäuse und Stahlarmband. Dieser Trend setzt sich in „Skyfall“ (2012) fort, in dem erneut eine Planet Ocean 600M die Hauptrolle spielt: in Titan, und eine etwas schickere Aqua Terra. Außerdem ist Daniel Craig in der Schlussszene von „Skyfall“  mit einem Vintage-Omega-Chronographen von 1965 zu sehen, als er in seinem Aston Martin DB5 aus dem gleichen Jahr davonfährt. 

Craigs vierten Auftritt als Bond in „Spectre“ 2015 schmücken eine Omega Seamaster Aqua Terra 150M Master und die Omega Seamaster 300 Spectre Limited Edition, die erste exklusiv für den Film entworfene Bond-Uhr: Sie verfügte über ein Edelstahlgehäuse, ein schwarzgrau gestreiftes NATO-Armband, das an Bonds ursprüngliches NATO-Armband erinnert, das in „Goldfinger“ und „Feuerball“ getragen wurde, und ist mit freundlicher Genehmigung von Q mit explosiven Fähigkeiten ausgestattet. 

 

Bild Daniel Craig - Omega Seamaster Diver 300M 007 Edition 210.90.42.20.01.001 @Watchfinder&Co..jpg
© Watchfinder & Co.

Pierce Brosnan: Omega Seamaster

Bild Pierce Brosnan - Goldeneye - Omega Seamaster 300M Quartz Professional 2541.80.00 Getty Images.jpg
© Getty Images

Der renommierte Uhrenhersteller Omega spielt erst seit Pierce Brosnan, dem direkten Vorgänger Daniel Craigs, die Bond-Hauptrolle in Sachen Uhren. Genauer war „GoldenEye“ (1995) der erste Bond-Film, in dem eine Omega am Handgelenk von 007 gezeigt wurde: eine Omega Seamaster 300M Quartz Professional 2531.80.00 mit einem Edelstahlgehäuse in Originalgröße, blauem Zifferblatt, blauer Lünette und Edelstahlarmband. Aber es war nicht nur Bond, der in diesem Film eine Seamaster trug. Auch Bonds Freund und späterer Feind 006 Agent Alec Trevelyan (grandios gespielt von Sean Bean) trägt eine Seamaster mit schwarzem Lederarmband, allerdings ein älteres Modell – eine Tatsache, die Trevelyan im Film sogar kommentiert! Bei Omega bleibend trägt Brosnan in „Der Morgen stirbt nie“ (1997), „Die Welt ist nicht genug“ (1999) und „Stirb an einem anderen Tag“ (2002) eine Seamaster Professional 2531.80 – allesamt von Q ausgestattet mit Lasern, Enterhaken oder Fackeln bis hin zu Sprengvorrichtungen.

 

Bild Pierce Brosnan - Omega Seamaster 300M Quartz Professional 2541.80.00 @Watchfinder&Co..jpg
© Watchfinder & Co.

Sean Connery: Rolex Submariner 6538 „Big Crown“

Bild Sean Connery-wearing a Rolex-Submariner 6538 Photo by Getty Images & Gabe Conte.jpg
© Getty Images & Gabe Conte

Er war der erste Bond aller Zeiten: Sean Connery in „James Bond jagt Dr. No“ von 1962. Der erste Hinweis auf eine bestimmte Bond-Uhr wurde 1954 in Ian Flemings zweitem Buch „Leben und sterben lassen“ gegeben – es war eine Rolex. Der geistige Vater des berühmtesten Spions der Welt trug selbst eine Rolex, weshalb es keine Überraschung war, dass Sean Connery im allerersten Bond-Film ebenfalls eine trug. Es heißt, die von Connery getragene Uhr gehörte dem Produzenten des Films Albert R. Broccoli und wurde Connery für Dreharbeiten geliehen. Gegenläufige Gerüchte behaupten, dass die Uhr Teil von Sean Connerys persönlicher Uhrensammlung war. Jedenfalls handelte es sich bei der Uhr um eine frühe Rolex Submariner 6538, die aufgrund ihrer sehr markanten Aufzugskrone auch als „Big Crown“ bekannt ist und heute einen hohen Sammlerwert genießt. 

 

George Lazenby: Rolex 6238 „Pre-Daytona“

Bild George Lazenby as Bond with his Rolex 6238 - Credit Jake’s Rolex World.jpg
© Jake’s Rolex World

Nach der Connery-Ära übernahm Lazenby 1969 die Rolle des Bond, wenn auch nur kurz, und zwar in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“. Mit dem neuen Bond kam auch eine neue Uhr. Dieses Mal entschied sich James Bond für einen Rolex Chronographen 6238. Die im Motorsport beliebte, als eine Art „Pre-Daytona“ (Anm. d. Red.: Day­tona ist eine Rennstrecke in Daytona Beach in Florida, USA) bezeichnete Uhr besitzt eine Tachymeter-Lünette, ein von Fahrern häufig verwendetes Maß zur Berechnung von Geschwindigkeit und Einheiten pro Stunde. Die 6238 von Bond ist die einzige ihrer Art – sie wurde auf Wunsch der Hersteller umgestaltet, um einen roten Sekundenzeiger zu integrieren, der als eingebauter Kompass von Bond fungierte.

 

Roger Moore: Rolex 5513 Submariner

Bild Roger Moore and his Rolex 5513 Submariner - CREDIT Twitter.jpg
© Twitter

Erst in den frühen 1970er-Jahren begann Q sich wirklich mit Bonds Uhren ins Zeug zu legen. In „Leben und sterben lassen“ von 1973 trägt Roger Moore eine stark modifizierte Rolex Submariner 5513, die einen Hochleistungsmagneten und eine eigene Kreissäge enthält, bei der die drehbare Lünette gleichzeitig als Klinge dient – Bond-Style eben! 

Doch Roger Moores Bond hat nicht nur Schweizer Uhren getragen. Er wurde in den Eröffnungsszenen von „Leben und sterben lassen“ auch mit einer Hamilton Pulsar gesehen – bevor er zur berühmten Rolex wechselte. In „Der Spion, der mich liebte“ trug Moore eine Seiko 0674 LC, die auch als Pager zum Drucken von Nachrichten diente, und eine Seiko M534 Memory Bank in „Moon-
raker“, die Q mit Sprengstoff und einem Fernzünder ausrüstete.

 

Timothy Dalton: Rolex Submariner 16610

Bild Timothy Dalton - Rolex Submariner 16610 @Watchfinder&Co..jpg
© Watchfinder & Co.

Timothy Dalton übernahm 1987 die Rolle von 007 und präsentierte einen dunkleren, düstereren Bond – getreu der ursprünglichen Figur, die in Flemings Romanen dargestellt wird. In „Der Hauch des Todes“ trägt er die TAG Heuer Professional Night-Dive 980.031. Die Uhr genoss bloße zehn Sekunden Bildschirmzeit – und diese war das erste und letzte Mal, dass Bond eine TAG Heuer trug. In Daltons zweitem 007-Film „Lizenz zum Töten“ (1989) sehen wir, wie Bond mit der neu eingeführten 16610 zur Maison Rolex zurückkehrt. Die Uhr wurde bis 2010 produziert – oder besser mit chirurgischer Qualität hergestellt.