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Fashion | 17.02.2020

Der neue Plus Size Trend in der Fashionszene

Jahrelang war dünn nicht dünn genug und Diäten gehörten zum Alltag vieler (junger) Frauen. Auch die Laufstege und Modenschauen dieser Welt waren geprägt von Skinny Models wie Kate Moss, während Modezeitschriften Ideale vom perfekten Frauenkörper suggerierten, die nahezu jede Frau verunsicherten. Doch seit einiger Zeit erlebt die Modewelt einen Umschwung. Das prägt eine ganze Generation von Frauen und eröffnet ihnen neue Möglichkeiten.

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Foto von Jennifer Enujiugha von Pexels

Wie Social Media das Frauenbild veränderte

Es hört sich verrückt an: Vor ein paar Jahren, als Instagram und Co. noch in den Kinderschuhen steckten, wurden wir vor allem geprägt durch perfekte Selfies und wunderschöne Modelkörper. Nur schwer konnte man sich den vielen Bildern von hübschen Frauen entziehen, die ihre Körper mehr oder weniger bedeckt an den schönsten Stränden der Welt räkelten. Gerade Mädchen und junge Frauen ließen sich durch die vermeintlichen Vorbilder verunsichern und zu Diäten oder exzessivem Sportkonsum drängen.

Doch gerade die Frauen, die damit tagtäglich ihr Geld verdienen – Models, Influencer, Blogger – haben genug vom ewigen Druck und Drang nach dem perfekten Körper. Beiträge, Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken werden plötzlich ehrlicher, ungeschönter und natürlicher. Damit ändert sich gerade auch das Körperbewusstsein der jungen Frauen. Der neue Trend dreht sich inzwischen um Selbstliebe und Body Positivity. Frauen lernen von Frauen, ihren Körper zu lieben und mit ihren Makeln zu leben.

 

Den eigenen Körper akzeptieren und lieben: #bodypositivity

Es geht nicht mehr darum, wer dünner ist oder die längeren Beine hat. Das neue Ziel heißt Selbstliebe und Akzeptanz für den eigenen Körper. Eine ganze Generation beschäftigt sich plötzlich mit dem weiblichen Körper und drängt darauf, diesen so zu akzeptieren, wie er ist. Egal ob Dehnungsstreifen, Hüftspeck, Pickel oder Fältchen. Frauen lieben sich so, wie sie sind und setzen damit einen neuen Trend.

Unter dem Hashtag #bodypositivity findet man zahlreiche Beiträge von Frauen, die dazu aufrufen, den weiblichen Körper zu feiern und ihn so zu lieben wie er ist, auch wenn er nicht den von der Gesellschaft oft aufgezwängten Idealen entspricht. Inzwischen hat sich dieser Trend zu einer sozialen Bewegung entwickelt, der Frauen auf der ganzen Welt verbindet. Er setzt ein klares Zeichen entgegen dem weit verbreiteten Bodyshaming, das insbesondere in den sozialen Netzwerken für viele negative Kommentare gesorgt hat.

 

Big is beautiful: Plus Size Models machen es vor

Models wie Angelina Kirsch und Ashley Graham oder Schauspielerinnen wie Melissa McCarthy zeigen es deutlich: Schönheit kennt kein Gewicht. Entscheidend ist das Wohlbefinden und die Zufriedenheit. Denn dies wirkt sich auf die äußere Schönheit aus und lässt Frauen strahlen. Die innere Ausgeglichenheit und Liebe zum eigenen Körper spiegelt sich schließlich im Auftreten und der gesamten Ausstrahlung wieder. Dank der Body Positivity Bewegung stehen Frauen endlich zu ihren Pfunden und wissen diese gekonnt in Szene zu setzen. Deswegen gibt es auch immer mehr Plus Size Models, die die Laufstege erobern und Frauen sowie Männern zeigen, was wahre Schönheit bedeutet.

 

Was Plus Size für die Modewelt bedeutet

Doch nicht nur auf den Laufstegen ist der neue Trend zu Übergrößen bzw. Plus Size angekommen. Auch im Einzelhandel und bei vielen Modeketten findet man die neusten Trends inzwischen in großen Größen. Denn dass Mode keine Größe kennt, zeigen viele bekannte Marken bereits seit Jahren erfolgreich. Mit Mode für kurvige Frauen treffen sie den aktuellen Zeitgeist und zeigen, dass Schönsein nichts mit Größe oder Gewicht zu tun hat. Sie schaffen es, Frauen ein neues Wohlgefühl zu geben, dass bereits beim Shopping beginnt. Denn was gibt es Schöneres, als Kleidung zu kaufen, die nicht zwickt oder einengt?

 

Die schönsten Plus Size Trends

Die Modebranche schläft nicht und hat schon lange erkannt, dass es einige Trends gibt, die an Frauen mit Kurven noch viel besser zur Geltung kommen, als an schlanken Mädels. Auch wenn es Frauen oft schwerfällt, die eigenen Kurven und Pölsterchen zu akzeptieren und eher dazu tendieren, diese zu kaschieren – für manche Teile ist es von Vorteil, etwas mehr auf den Hüften zu haben. Dazu zählen beispielsweise:

  • Wickelkleider: Durch den überlappenden Schnitt, lässt sich Hüftspeck gut kaschieren und die Taille wird besonders betont.
  • Große Muster: Besonders grafische Prints, geometrische Formen oder Animalprint wirken bei zierlichen Frauen meist überladen. Kurvige Mädels können den Trend aber sehr gut tragen.
  • High Waist: Ob High Waist Jeans, Rock oder Taillenkleid – durch den hohen Bund wird der Fokus auf die Taille gelenkt.

Wenn ein Modetrend richtig kombiniert wird, ist er in aller Regel auch für fülligere Frauen geeignet. Am Ende gilt jedoch vor allem: Je wohler man sich in seiner Haut fühlt, desto mutiger und experimentierfreudiger wird man auch bei der Kleidungswahl.