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Events | 22.07.2019

Listening to the Ocean

Der amerikanische Regisseur Peter Sellars wird am 27. Juli in der Felsenreitschule die Festrede bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2019 halten.

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© Ruth Walz

Peter Sellars, einer der weltweit wichtigsten Opern- und Theaterregisseure, wird am 27. Juli bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele die Festrede halten. Der Titel seiner Rede lautet: „Listening to the Ocean: Planetary Change and Cultural Action – The meaning and urgency of ‚ecological civilization‘ in the next generation“ („Das Meer als Erzähler: Globaler Wandel und kulturelles Wirken – Die Bedeutung und Dringlichkeit einer ökologischen Zivilisation für die nächste Generation“).

 

Aufrüttler in unruhigen Zeiten.

„Peter Sellars ist der ideale Redner, oder richtiger ausgedrückt ‚Aufrüttler‘, in weltpolitisch beunruhigend unruhigen Zeiten. Max Reinhardt erdachte mitten im Ersten Weltkrieg die Salzburger Festspiele, fest überzeugt von der Kraft der Kunst. Genau diese Überzeugung gibt den Inszenierungen von Peter Sellars ihre Kraft“, sagt Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Der US-Amerikaner Peter Sellars (geb. 1957) gehört weltweit zu den wichtigsten Opern- und Theaterregisseuren. Seine Operninszenierungen führten ihn etwa an die Niederländische Nationaloper, die English National Opera, die Lyric Opera of Chicago, die Pariser Oper und die San Francisco Opera.

 

1992 Festspieldebüt in Salzburg.

Bei den Salzburger Festspielen debütierte Peter Sellars 1992, im ersten Jahr der Intenanz seines langjährigen Wegbegleiters Gerárd Mortier. Seine Inszenierung von Olivier Messiaens spiritueller Oper „Saint Francois d’Assise“ wurde zum Symbol für das „Neue Salzburg“. Auch Intendant Markus Hinterhäuser (sein Vertrag bei den Salzburger Festspielen wurde bis 2026 verlängert; Anm.) setzt auf die beeindruckende politische Deutungskraft von Peter Sellars‘ Inszenierungen. 2017 vertraute Hinterhäuser ihm die Eröffnungsoper seiner Festspielintendanz an. Gemeinsam mit Dirigent Teodor Currentzis setzte Peter Sellars Mozarts späte Oper „La clemenza di Tito“ als ergreifende Vision über die Kraft der Gerechtigkeit und der Versöhnung in der Felsenreitschule in Szene. Im Festspielsommer 2019 widmet sich das kongeniale Duo mit „Idomeneo“ erneut einer Opera seria Mozarts.

 

Bedeutende Kunstfestivals geleitet.

Peter Sellars, Professor im Department of World Arts and Cultures an der Universität of California in Los Angeles sowie Kurator des Telluride Film Festivals in Colorado, hat in der Vergangenheit mehrere bedeutende Kunstfestivals geleitet, u.a. das Los Angeles Festival 1990 und 1993 sowie das Adelaide Festival of Arts 2002. In Wien war er 2006 künstlerischer Leiter von „New Crowned Hope“, einem einmonatigen Festival zur Feier von Mozarts 250. Geburtstag, für das er Künstler unterschiedlicher kultureller Herkunft einlud, Arbeiten in den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Film, bildende Kunst und Architektur zu schaffen.

Peter Sellars zählt zu jenen Künstlern, die mir gezeigt haben, was Musiktheater sein kann und sein muss. Er glaubt an die bewegende Kraft der Kunst und überwältigt uns mit seiner Neugier und seinem Enthusiasmus immer wieder aufs Neue“, sagt Intendant Markus Hinterhäuser. „Mich fasziniert, mit welcher Ernsthaftigkeit, Aufrichtigkeit und Beharrlichkeit Peter Sellars über unsere Welt nachdenkt und große Werke der Kunst im Hier und Jetzt überprüft.“ Der Festakt findet am Samstag, 27. Juli, um 11 Uhr in der Felsenreitschule statt.