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Events | 26.09.2016

Das war die WearFair & mehr 2016

200 Aussteller präsentierten auf der WearFair & mehr, Österreichs größter Messe für einen öko-fairen Lifestyle, Nachhaltigkeit mit Stil. Die 13.000 Besucher konnten nicht nur Produkte bestaunen und kaufen, sondern auch Kaputtgegangenes reparieren lassen, sich über die Konsequenzen von Freihandelsabkommen informieren und 33 unterschiedlichste Programmpunkte erleben.

Bild Markus Morianz
WearFair und mehr bot Platz für 200 Aussteller (© Markus Morianz)

Die Fabrikhallen der ehemaligen Tabakfabrik in Linz wurden innerhalb weniger Tage in ein Messegelände für 200 AusstellerInnen von öko-fairen Produkten umgebaut. Von Schmuck aus Silber von ausgemusterten Röntgenplatten, über trendige Trachtenmode aus Oberösterreich, bis zum steirischen Sugo aus regionalen Zutaten reichte die Produktpalette. „Damit bio, faire und saisonale Lebensmittelproduktion Zukunft hat, informierten wir auf der WearFair & mehr auch über die Gefahren, die sich aus den Freihandelsabkommen CETA und TTIP ergeben“, erläutert die Geschäftsführerin von GLOBAL 2000 Leonore Gewessler. Sie diskutierte mit BefürworterInnen und GegnerInnen über die Konsequenzen von TTIP und CETA, für die auch der Europa-Abgeortnete Michel Reimon anreiste.

Bild crank-e
Den italienischen Stil präsentierte das Start-Up crank-e mit Vespas mit Elektroantrieb (© Markus Morianz)

Kaufen, reparieren und Müll trennen

Die Wear Fair & mehr steht ganz unter dem Motto: Green Event. Diesem Leitspruch voran konnten sich Messebesucher unter dem Motto „Demonstration gegen die Wegwerfgesellschaft“ beim Otelo Repair-Cafe mitgebrachte Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Kopfhörer reparieren lassen. Das Konzept der ökologischen Nachhaltigkeit wurde in jedem Bereich durchgezogen. So wurden keine Plastiksackerl, nur Mehrweggeschirr und Waste-Guides, die bei der Mülltrennung unterstützen verwendet.

Nachhaltigkeit mit Stil


Nachhaltigkeit stilvoll präsentiert genossen rund 250 Menschen bei der von Marlena Gubo choreografierten Modenschau am Freitag Abend. Im Hof der Tabakfabrik konnten Besucher Produkte im italienischen Stil entdecken. Eines der Highlights war das Start-Up crank-e, welches alte Vespas mit modernem Elektroantrieb zeigte. Mittels Computerkabel werden die Akkus der Motoren aufgeladen und mit 40 Cent Stromkosten fährt das italienische Gefährt 100 Kilometer weit, so crank-e Gründer Alexander Elbe.

 

 

Bild Wear Fair
Nachhaltigkeit mit Stil bei der Modeschau am Freitag Abend (© Markus Morianz)

Kooperation statt Konkurrenz

20 Vereine stellten in der Initiativen Lounge ihre Ideen für eine lebenswerte Zukunft vor. Besucher konnten Petitionen für die Freilassung von politischen Häftlingen unterschreiben und sich über Unternehmensbilanzen informieren, die den Werten der Gemeinwohlökonomie entsprechen, die Kooperation und nicht Konkurrenz in den Vordergrund stellt. Kooperation lebten auch die Caterer auf der WearFair & mehr. So versorgte der Biohof Achleitner den Imbiss Road Crepe, dem wegen des Andrangs die Zutaten ausgegangen waren, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit regionalem Gemüsenachschub. Über alternative Wirtschaftskonzepte informierte auch der Gemeinwohl-Experte Christian Felber in seinem Vortrag mit der Message: „Eine andere Wirtschaftsordnung ist möglich und nötig“.

Helferinnen und Helfer


„Die WearFair & mehr ist ein Gemeinschaftsprojekt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SÜDWIND, GLOBAL 2000 und KLIMABÜNDIS waren mit viel Engagement Tage und Nächte im Einsatz und 150 freiwillige Helferinnen und Helfer bauten Stände auf, kontrollierten Eintrittskarten und achteten auf die Mülltrennung“, zeigt sich Maria Wimmer dankbar und ergänzt: „Ein Drittel der Freiwilligen waren übrigens Asylwerberinnen und Asylwerber, die mit großer Begeisterung bei der Sache waren.“