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SOCIAL DISTANCING – DAS HOME MOVIEby Klaus Peter Vollmann

SOCIAL DISTANCING – DAS HOME MOVIE | 09.04.2020

SOCIAL DISTANCING – DAS HOME MOVIE #4

Jetzt exklusiv auf looklive

Was bisher geschieht:

 

Wirklich nichts!

Selbst mein Mann hat aufgehört, Fieber zu messen, was ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass sich der Spannungsbogen einer tiefen Narkose nähert. Absolute Harmonie im häuslichen Umfeld – vom Hundekörbchen bis zur Couch. Ja, okay, die Natur erobert sich nun alles zurück, was man ihr in Ausgehzeiten mühsam abspenstig gemacht hat. Haare an ungünstigen Körperstellen zum Beispiel. Aber sonst? Auf Facebook ist die anfängliche „Wir schaffen das“-Euphorie einem trögen Spießertum gewichen. Jeder Beistrichfehler wird moralinsauer zur Charakterschwäche erklärt, Mieselsucht is the new Black.

Dass etwa 50 Prozent meiner Freunde nun Alkoholiker sind und die andere Hälfte auf dem Weg zur Adipositas ist zwar ein Drama, aber auch keinesfalls telegen. Witze über Alkohol dürfen übrigens auch nicht mehr gemacht werden, weil sich trockene Alkoholiker daran stoßen könnten. Kein Scherz, selbst gelesen. Da lobe ich mir dann doch den giftigen Charme meiner – von mir humoristisch total unterschätzten – Ex-Kollegin, die unter ihrem geplanten Tagesablauf ganz nüchtern vermerkte: „16.01 Uhr – Kein Bier vor 4 trinken!“

Chapeau & Cheers! 

Ich könnte höchstens noch mit einer Garten-Doku dienen. Es sprießt ja alles. Dazu müsste man dann aber wenigstens eine Glyzinie von einer Forsythie unterscheiden können. Die eine ist, glaube ich, gelb. Welche, erfahren Sie in Folge 5. Oder nie.