Loading…
Du befindest dich hier: Home | Beauty

Beauty | 23.10.2017

Natürlich? Natürlich!

Naturkosmetik boomt – zum Glück für Mensch, Tier und Umwelt. Doch auch wenn wir die Welt nicht an einem Tag verbessern können: Mit der grünen Pflege gehen wir schon einen großen Schritt Richtung Zukunft.

Bild 1710_O_Schoenheit_300232796.jpg
© Shutterstock

Natürlich“ und „Bio“ sind schon seit einiger Zeit in aller Munde – und das wortwörtlich! Glücklicherweise ist der Trend längst auch schon in die Kosmetik übergeschwappt, so können wir mit gutem Gewissen cremen, schmieren und waschen, was das Zeug hält. Und kryptische Zutatenlisten auf konventionellen Kosmetiktiegeln und -flaschen weichen natürlichen und überschaubaren Ingredienzen. Eine Hommage an die „grüne“ Kosmetik!

Der Trend zur Natur. Naturkosmetik steht für tierversuchsfreie Cremes, silikonfeie Shampoos oder veganes Make-up. Wer sich für Naturkosmetik entscheidet, verspricht sich mehr Kontrolle über das, was mit seiner Haut in Berührung kommt. Und diese soll man schützen: Immerhin ist die Haut das größte Organ des Menschen und täglich unzähligen schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Noch nicht genug, wird sie zusätzlich jeden Tag mit zahlreichen Kosmetika bedeckt, die teilweise sogar bis zum nächsten „Wasch­gang“ auf der Haut bleiben – und diese nachhaltig schädigen. So zeigen Studien, dass Aluminium nicht nur hormonell aktiv wirkt, indem es sich an die Östrogenrezeptoren anbindet, sondern – besonders von frisch rasierter Haut – gut aufgenommen wird und so eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs spielen könnte. Auch silikonhaltige Produkte finden sich immer seltener in den österreichischen Badezimmern. Oft als besonders pflegend und mit Sofort-Reparatur-Effekt beworben, zerstören Silikone langfristig die Haarstruktur und können zu vermehrter Schuppenbildung und juckender Kopfhaut führen.

Kennzeichnung – geprüfte Qualität.Das Geschäft mit der Naturkosmetik boomt, die Verkaufsorte werden immer weiter ausgebaut und vielfältiger. Waren früher Reformhäuser, Bio-Läden und die Kosmetikerin um die Ecke Anlaufstelle Nummer eins, so werden heute auch in Drogerien, Parfümerien und Apotheken qualitativ hochwertige Produkte angeboten. Was viele Verbraucher nicht wissen: Der Begriff „Naturkosmetik“ ist nicht geschützt, grundsätzlich kann jeder Hersteller eigene Richtlinien für Naturkosmetik entwickeln und seine Produkte zertifizieren lassen. Es gibt mehrere Systeme zur Kennzeichnung von Naturkosmetikprodukten, denen verschiedene Voraussetzungen zugrunde liegen. Jedoch setzen alle gängigen Zertifizierungen eine überwiegend tier- und umweltfreundliche Produktion sowie die Vermeidung gesundheitsgefährdender Verunreinigungen voraus. Dennoch erlaubt sind gewisse Konservierungsmittel wie Alkohole oder ätherische Öle. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu kontrollierter Kosmetik mit Gütesiegeln wie: ECOCERT, Demeter, NaTrue, Naturland oder BDIH. Die gerne verwendete Veganblume ist kein Naturkosmetik-Siegel im klassischen Sinne, garantiert aber den Verzicht auf Tierversuche und tierische Inhalts­stoffe.

Expertenmeinungen zum Thema Grüne Pflege wie auch den großen Redaktionstest findet ihr in der Print-Oktoberausgabe der OBERÖSTERREICHERIN!