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Beauty | 06.07.2018

Die größten Sommersünden für deine Augen

...und was du dagegen tun kannst. Wir haben für dich die besten Tipps zusammengestellt, wie du deinen Augen den Urlaubsstress ersparen kannst. Denn der UV-Schutz durch die richtige Sonnenbrille ist nur der Anfang!

In der Sonne brutzeln und dabei krebsrot werden – das war gestern. „Die Menschen sind heute im Sommerurlaub wesentlich gesundheitsbewusster und besser informiert als noch vor zehn Jahren“, sagt Peter Gumpelmayer, Oberösterreichischer Landesinnungsmeister der Augenoptiker. „Gerade bei den Augen herrscht aber immer noch viel Unwissenheit, wie man sie vor der UV-Strahlung durch das Sonnenlicht am besten schützt und wie gefährlich diese eigentlich für unseren Sehsinn ist.

So, zum Beispiel, halten nur Sonnenbrillen, die das UV-Spektrum bis 400 Nanometer abdecken, sämtliche gefährlichen Strahlungen vom Auge ab. Ebenfalls wichtig: das CE-Zeichen, mit dem die Gläser den EU-Sicherheitsanforderungen entsprechen.

 

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Entspannung im Pool bedeutet Stress für die Augen (© pexels.com)

Das ungeschützte Auge kann bei zu viel Sonneneinwirkung langfristige Schäden wie Grauer Star davontragen. „Oft wird von einem Sonnenbrand im Auge gesprochen die Beschreibung klingt aber viel zu harmlos.“ Die passende Sonnenbrille auf der Nase ist ein guter Anfang. Welche „Sommersünden“ es noch gibt undwie man sich dagegen schützt, erklärt der Experte:

 

Die 6 wichtigsten Gründe für Urlaubsstress Ihrer Augen

 

  • UV-Strahlen, die die Brille überlisten.Gerne wird vergessen, dass die Sonne ja nicht nur von vorne scheint“, sagt Gumpelmayer. Gerade von oben und seitlich lassen viele Brillen aber noch reichlich Platz für ungewünschte UV-Strahlen. Das Tragen eines breitrandigen Hutes oder einer Schirmkappe kann schon einiges an schädlichem Licht abhalten. Außerdem sollte man sich für Brillen mit breiten Bügeln entscheiden, die der Kopfform entsprechend gekrümmt ist. Weniger empfehlenswert sind Sonnenclips für normale optische Brillen. Kontaktlinsen mit UV-Schutz ersetzen ebenfalls nicht eine gute Sonnenbrille, da sie nicht das gesamte Auge schützen.

  • Spiegelung am Wasser. Wer im Urlaub segelt oder sonst viel am Wasser ist, hat auch mit der Spiegelung von unten zu kämpfen. Die unruhige Fläche reflektiert zudem mehr Sonnenlicht als es eine glatte tun würde. Wir empfehlen eine Sportbrille zu tragen. Sie bietet dank ihrer Form einen besseren Rundumschutz der Augen als eine herkömmliche Sonnenbrille.

  • UV-Strahlung in den Bergen. Dringend notwendig ist eine Sportbrille am Berg. Pro 1000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um 15 Prozent zu. Dazu kommen Reizfaktoren wie Wind, trockene Luft, Schweiß und zunehmender Sauerstoffmangel. Zu überlegen ist bei einem anstrengenden Bergurlaub auf jeden Fall eine Gletscherbrille mit Polarisationsfilter. 

  • Stressfaktor Chlorwasser. Rote Augen sind oft eine bekannte Folge vom Schwimmbadbesuch. „Schuld daran ist aber nicht direkt das Chlor.“ so Gumpelmayer. Die Reizung erfolgt durch die Reaktion des Chlors mit Urin, Schweiß oder anderen Verunreinigungen. „Ihren Augen zuliebe raten wir prinzipiell dazu, Becken zu vermeiden, die auffällig nach Chlor riechen. Der Geruch kann ein Anzeichen für Verunreinigungen sein.“ Eine gutsitzende Schwimmbrille hält aber im Fall der Fälle das Gröbste vom Auge fern.

  • Eine Überdosis Meersalz. „Man würde meinen, die Augen wären Salzwasser gewöhnt, da ja auch die Tränenflüssigkeit salzhaltig ist. Meerwasser beinhaltet aber Salz in einer wesentlich höheren Konzentration und natürlich auch andere Substanzen.“ Ein Übriges tun herunterrinnende Sonnencremereste, die sich mit dem Salz vermischen. „Reiben Sie nicht an den Augen, das reizt sie noch mehr und kann für zusätzliche Verunreinigungen sorgen. Oft hilft es auch, mit Blinzelübungen den normalen Tränenfluss anzuregen. Lässt das Brennen auch nach einiger Zeit nicht nach, sollte man einen Augenarzt aufsuchen.“ Mit einer Schwimmbrille lassen sich diese Probleme besser vermeiden.

  • Brillenpausen zwischendurch. „Wer den ganzen Tag die Sonnenbrille trägt, ist oft versucht, diese dazwischen abzusetzen, zum Beispiel bei Rastpausen im Schatten. Davon raten wir ab.“ Problematisch: Das UV-Licht schadet den Augen nicht nur in der direkten Sonne. Auch unter Bäumen oder Sonnenschirmen geraten schädliche Strahlen an die Augen. Wind kann außerdem einen zusätzlichen Reizfaktor darstellen. "Das Auge gewöhnt sich an die Lichtverhältnisse hinter der Sonnenbrille. Setzt man sie ab, muss es sich an die neue Lage erst anpassen. Deswegen ist ein rascher Wechsel nicht empfehlenswert", erklärt der Experte.



    In den letzten Vorbereitungen vor Reiseantritt werden die Augen oft vergessen. „Ein Besuch beim Augenoptiker lohnt sich: Die Experten können zu jedem Urlaub die passende Brille oder Sportbrille empfehlen“, sagt Gumpelmayer.

Bild Strand_c_pexels_com.jpg
Am Strand den Hut nicht vergessen – Ihren Augen zuliebe! (©: pexels.com)