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Beauty | 26.01.2020

Wissenswertes über eine Haartransplantation bei Frauen

Zu einem attraktiven Äußeren gehören gepflegte Haare einfach dazu. Viele Frauen legen Wert auf die perfekte Frisur, um ihren Charakter und Stil zu unterstreichen. Wie die Haare sitzen, hängt unter anderem von der Psyche ab. Kräftiges Haar gilt als Symbol für Jugend und Weiblichkeit. Umso mehr leiden Frauen, wenn sie an Haarverlust leiden. Dabei handelt es sich bei weitem nicht nur um ein kosmetisches Problem. Vielmehr leidet auch die Psyche darunter: Wenn die Haare dünner werden, fühlen sich Frauen weniger attraktiv und geraten nicht selten in eine regelrechte Depression. Grund genug, um sich über eine Haartransplantation bei Frauen zu informieren. Was es darüber zu wissen gibt, erklärt dieser Beitrag.

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Bildnachweis: elithairtransplant.com

Den Haarzyklus kennen

Wenn beim Haarewaschen oder bei der täglichen Haarpflege Haare zu Boden rieseln, fühlen sich viele Frauen gestresst. „Werde ich bald eine Glatze haben?“, fragen sie sich. Doch wenn es sich dabei um rund 100 Haare pro Tag (beim Haarewaschen dürfen es auch mehr sein) handelt, ist alles noch im Normalbereich. Denn die Haare sind einem natürlichen Zyklus unterworfen, zu dem auch Haarausfall gehört. Hier eine Übersicht:

  • 85 Prozent des Haarkleids befindet sich in der Anagenphase. Während dieser aktiven Wachstumsphase sind die Follikel in der Kopfhaut besonders aktiv. Sie bilden laufend Haar nach, das rund einen Zentimeter im Monat wächst. Diese erste Phase dauert zwei bis sechs Jahre
  • Die auch als Katagenphase bezeichnete Übergangsphase ist ein Umbauprozess. Dabei erfolgt die Zellteilung langsamer und die Nährstoffversorgung der Wurzel kommt langsam zum Erliegen. Nur rund ein bis drei Prozent aller Haare befindet sich in diesem Stadium des Zyklus, das rund zwei Wochen dauert
  • In der Ruhephase (oder Telogenphase) verkümmert das Haar letztendlich. Der Stoffwechsel ist mittlerweile zum Erliegen gekommen und am Ende des Zyklus fällt das Haar aus. Acht bis 14 Prozent aller Kopfhaare sind in dieser Phase. Danach kehrt das Follikel wieder zur Wachstumsphase zurück: bis das nächste Haar nachkommt, dauert es jedoch sechs bis zwölf Wochen

Somit ist klar: Dass täglich einige Haare ausfallen, ist völlig normal. Darüber muss sich keine Frau Sorgen machen, da Haare immer wieder nachwachsen. Wie lange Haarfollikel Haare produzieren, ist individuell unterschiedlich: 10 bis 30 Zyklen können sie Haare produzieren.

Warum Frauen an Haarausfall leiden

Viele Prozesse im weiblichen Körper werden von Hormonen gesteuert: Auch am Haarwuchs sind sie signifikant beteiligt. Kein Wunder also, dass es während der Pubertät zu Haarproblemen kommt. Dabei handelt es sich um eine Zeit großer Umbrüche, auch das Haarkleid leidet darunter. Einige Jugendliche leiden an fettigem Haar oder eben Haarausfall. Auch während der Schwangerschaft stellt sich der gesamte Organismus um. Es wird vermehrt Östrogen ausgeschüttet, war dafür sorgt, dass sich manche Schwangere über volles Haar und besonders rosigen Teint freuen. Doch nach der Entbindung sinkt der Östrogenspiegel ab und da Östrogene Haarfollikel in der oben bereits beschriebenen Anagenphase halten, kommt es dann vermehrt zu Haarausfall. In der Regel gibt sich das Problem bei den meisten jedoch von selbst.

Bei älteren Frauen kann Haarausfall erblich bedingt sein. Bei 80 Prozent der Männer lichtet dich das Haarkleid ab dem 50. Lebensjahr. Doch auch Frauen können an erblich bedingtem Haarausfall leiden. Doch bei Frauen zeigt er sich an anderen Stellen: Bei ihnen dünnt sich das Haarkleid generell aus. Darüber hinaus erreichen die Haare nicht mehr die volle Länge, sie wechseln schon früher in die Übergangsphase und fallen rasch aus. Doch auch bei radikalen Diäten kommt es vermehrt zu Haarausfall. Reduziert man die Kalorienzufuhr drastisch, fehlen auch wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Mit Haarausfall müssen sich Frauen jedoch nicht abfinden. Mit einer Haartransplantation haben sie die Möglichkeit, Haare wieder zum Sprießen zu bringen.


Die Haartransplantation bei Frauen: Wichtige Hintergrundinformationen

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Bildnachweis: elithairtransplant.com

Haarausfall bringt nicht nur die Frisur im wahrsten Sinne des Wortes aus der Fasson. Auch die Psyche der Betroffenen leidet massiv darunter. Immerhin setzen Frauen in der Regel volles und schönes Haar mit Attraktivität in Verbindung. Lichtet sich das Haarkleid, fühlen sie sich weniger anziehend und das Selbstbewusstsein leidet massiv darunter. Eine Haarverpflanzung bei hoher Stirn oder bei dünnem Haar schafft Abhilfe. Dabei kommt in den meisten Fällen die moderne Follicular Unit Extraction Methode zum Einsatz. Das unter der Abkürzung FUE bekannte Verfahren basiert auf der Erkenntnis, dass Haare immer in Gruppen wachsen. Diese sogenannten Grafts bestehen aus zwei bis vier Haarfollikel, die bei der Haartransplantation für Frauen gemeinsam entnommen werden.

Die Haartransplantation läuft bei Frauen und Männern in mehreren Schritten ab. Zunächst einmal erfolgt die genaue Anamnese wo der Experte Erkundigungen über den Verlauf und die Dauer des Haarausfalls einholt. Danach erfolgt meistens ein Test der Resthaare: Immerhin benötigt man bei einer Haartransplantation einen Spenderbereich, wo zu verpflanzende Follikel entnommen werden. In den meisten Fällen passiert das am Hinterkopf. Für die Entnahme muss der Spenderbereich rasiert werden. Um die einzelnen Haarwurzeln zu versetzten, verwenden Experten in der Klinik von Dr.Balwi feinste Hohlnadeln. Da der Bereich örtlich betäubt wird, spüren die Patienten in der Regel bei dem Eingriff kaum etwas. Anschließend kommen die Spenderhaare in eine Nährstofflösung. Im nächsten Schritt werden im Empfängerbereich kleine Kanäle geritzt, wo die Spenderwurzeln eingesetzt werden. Dafür sind nur hauchzarte Schnitte notwendig, daher ist die Prozedur weitgehend schmerzfrei.

Wie lange die Haartransplantation bei Frauen dauert, hängt vom Grad des Haarausfalls ab. Je nachdem wie viele Grafts versetzt werden, können es wenige Stunden oder auch ein ganzer Tag sein. Wichtig ist, nach dem Eingriff Geduld zu beweisen. Immerhin müssen sich die Follikel erst an der neuen Stelle festsetzen und produzieren erst nach einigen Wochen neues Haar. Bis das Endergebnis sichtbar ist, vergehen mindestens neun Monate, je nach Haarlänge auch ein Jahr.