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Lifestyle | 07.12.2017

„Snooop“ soll Handel beleben

Mit „Snooop“ hat das Ennser Start-up-Unternehmen „Digital City Solutions“ einen digitalen Freund entwickelt, der Fremde und Einheimische in Städten und Gemeinden in Sachen Einkauf, Einkehr und Freizeit mit Insider-Tipps versorgt.

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© Andreas Röbl

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in eine fremde Stadt. Wäre es da nicht ideal, wenn Ihnen ein Einheimischer verraten würde, wo es langgeht? Ein Profi, der sich auskennt und genau weiß, wo Sie zum Beispiel das beste vegane Menü oder das ganz besondere Mitbringsel für Ihre Liebste finden. Was sich wie ein Traum anhört, ist dank „Snooop“ bereits Realität. „Snooop“ ist ein virtueller Freund, den Sie ganz einfach auf Ihr Handy laden können und der Sie, egal in welcher Stadt auch immer, mit absoluten Insiderinfos versorgt. Aber beginnen wir ganz von vorne: „Snooop“ ist eine Entwicklung von Medienprofi Mario Stangl aus Enns. Nach seiner Ausbildung im Bereich Medientechnik & Design an der Fachhochschule Hagenberg gründete er vor 14 Jahren die Firma „mangoART“ und steht damit Kunden in Sachen Digital Marketing mit innovativen Marketingtools- und -strategien zur Seite.
Immer wieder kam er durch seinen Job auch mit Problemen von kleinen Handelsbetrieben und Gemeinden in Berührung. Das hat ihn und sein Team dazu motiviert, das Start-up-Unternehmen „Digital City Solutions“ zu gründen, durch das vor allem Klein- und Mittelbetriebe sowie Städte und Gemeinden mit der Onlineplattform „Snooop“ in ihrer digitalen Präsenz unterstützt werden sollen. Ab Dezember wird uns „Snooop“ nun auch durch die Linzer Altstadt führen. Im Interview mit der Oberösterreicherin erklärt Mario Stangl, wie der virtuelle Guide funktioniert.

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Mario Stangl (r.) will mit der Plattform „Snooop“ kleine, feine und ganz besondere Geschäfte, wie die Markthalle in der Linzer Altstadt, unterstützen. Dr. Rosemarie Schuller, die Vorsitzende des Vereins „Altstadt neu“ (l.) holt den virtuellen Guide ab Dezember in die Altstadt und erhofft sich eine Belebung des charmanten Grätzels. (© Andreas Röbl)

Herr Stangl, mit „Snooop“ wollen Sie vor allem kleine, feine Geschäfte, die Ihren Standort nicht in Eins-a-Lage haben, unterstützen. Wie gehen Sie dabei vor?

Die schnelle, digitale Suche nach Produkten und Geschäften ist heute aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Im Gegensatz zu den Big Playern und Onlineshops haben kleine, individuelle Geschäfte meistens nicht die nötigen Ressourcen, um sich hier klar zu positionieren, und werden daher auch von potenziellen Kunden nicht so einfach gefunden. Da es aber gerade die kleinen Geschäfte, Kaffees, Gasthäuser oder auch besonderen Plätze sind, die uns eine Stadt so richtig spüren lassen, ist es unsere Vision, diese auf eine gemeinsame, digitale Bühne zu heben.

 

Wie kann „Snooop“ hier helfen?

Um es einfach zu erklären, „Snooop“ ist eine Art Community bzw. Plattform, die mit Trivago oder Booking.com verglichen werden kann. Das Tool verbindet und präsentiert die lokalen Geschäfte und Highlights in einer Stadt oder Region und stärkt somit auch deren gemeinsamen Auftritt. „Snooop“ ist aber mehr als eine Sammlung von Daten. Der virtuelle Guide kennt den User und liefert je nach individuellen Interessen die passenden Vorschläge.

 

Wenn ich also ein begeisterter Radfahrer bin, dann gibt mir „Snooop“ sämtliche Infos in einer Stadt oder Region zum Thema Radfahren?

Ja, genau. „Snooop“ weiß, wo es den optimalen Bikeshop gibt oder die Cafés, wo man sich trifft, wann diese offen haben und wo die schönsten Plätze zum Ausrasten sind. „Snooop“ ist ein virtueller Freund, ein Einheimischer, der sich auskennt und die „Fremden“, aber auch Bewohner über die aktuellen Neuigkeiten und Highlights der Stadt informiert.

 

Das klingt alles sehr interessant, aber wie schaut es in der Praxis aus? Gerade Kleinbetriebe haben oft nicht die Zeit, sich ausgiebig mit der digitalen  Welt zu beschäftigen ...

Uns ist es vor allem wichtig, den Klein- und Mittelbetrieben zu helfen, ihren ganz speziellen USP zu finden und deren Produkte in Form eines digitalen Schaufensterbummels zu präsentieren. Damit erreichen sie ihre potentiellen Kunden und laden diese virtuell ein, das Geschäft, das Café oder den besonderen Platz persönlich zu besuchen und zu erleben. Wir stellen den Gemeinden und Geschäftsleuten die nötige Technik sowie das Know-how zur Verfügung und bieten die gemeinsame, digitale Plattform. Das Ganze soll so einfach wie möglich funktionieren.

 

Können Sie uns hier ein Beispiel nennen?

Wenn ein Geschäftsinhaber zum Beispiel ein besonderes Produkt im Angebot hat, kann er das über unsere Admin-App verkünden. Das Produkt einfach „Facebook-like“ fotografieren, ein paar Worte dazuschreiben, und schon ist es online auf der Plattform bei seinem Geschäftseintrag zu finden. Darüber hinaus finden die Inhaber in unserem Blog aktuelle Marketing-Tipps und auch Anleitungen, wie man richtig fotografiert und sein Produkt perfekt in Szene setzt.

 

Haben Sie schon Erfahrungen gesammelt?

Ja, in Zusammenarbeit mit der Tour­is­mus und Stadtmarketing Enns GmbH entstand unter www.ennsportal.at unser Pilotprojekt. Dort können Bewohner und Touristen die Vorzüge der regionalen Unternehmen in und um Enns völlig neu entdecken. Man kann sich sogar auf einen virtuellen 360-Grad-Stadtrundgang begeben. Mittlerweile hat das Ennsportal bereits mehr als 8.000 Zugriffe pro Monat und wird von Einwohnern, Besuchern und lokalen Geschäften gerne in Anspruch genommen.

 

Bald schon wird man mit „Snooop“ auch die Linzer Altstadt erkunden können ...

Ja, und das freut uns sehr, denn die Linzer Altstadt passt mit ihren feinen, kleinen Geschäften und Galerien perfekt in unser Konzept. Ab 1. Dezember findet man die Highlights der Linzer Altstadt auf der Online-Plattform  www.snooop.net. Im neuen Jahr folgen dann fortlaufend die nächsten Städte, die sich schon bei uns gemeldet haben. In Arbeit ist auch bereits die dazugehörige „Snooop App“, die künftig als Download verfügbar sein wird und den User durch die teilnehmenden Städte begleiten wird. Unter dem Motto: „Snooop – build your city!“ :-)

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