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Lifestyle | 08.01.2015

GeZeichnet ...

… fürs Leben war einmal. Tattoos sind für manche Menschen nicht nur Zierde, sondern auch eine Lebenseinstellung. Doch was einst Ausdruck persönlicher Ansichten war, kann heute zum echten Problem werden. Wir haben für Sie Methoden zur Tattooentfernung recherchiert.

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(Foto: Shutterstock)

 

"Dieser Satz fällt mir extrem schwer, aber ich hätte wirklich einmal auf meine Mutter hören sollen, als sie meinte: 'Ist ein Tattoo wirklich notwendig?'", erklärt Grafikerin Anja Gubo. Zwischen ihren Schulterblättern „ziert“ die 25-Jährige eine kleine Lotusblüte, die durch schlechtes Tätowieren aussieht wie ein verwelktes Kleeblatt. „Da ich in knapp neun Monaten heiraten werde und alles an diesem besonderen Tag perfekt sein soll, ist es nun an der Zeit, dem Unkraut Lebewohl zu sagen“, so Anja. Vergangenen Sommer machte sie sich auf die Suche nach Möglichkeiten zur Tattooentfernung. Dabei ist sie auf den Plastischen Chirurgen Dr. Andreas Hillisch aufmerksam geworden, der eine Entfernung von Tätowierungen mittels Rubinlaser in seiner Praxis in Eferding anbietet. Nach eingehender Beratung begann Ende August die erste Sitzung. „Es ist alles ruckzuck gegangen. Die Schmerzen lassen sich mit einem auf die Haut schnalzenden Gummiband vergleichen und sind nach fünf Minuten überstanden“, schildert Anja. „Was danach kommt, ist gewöhnungsbedürftig: Direkt nach dem Lasern entsteht eine große Brandblase. Diese verschwindet aber nach spätestens zwei Tagen wieder, wenn Sie nicht schon vorher platzt.“ Mittlerweile hat Anja ihre dritte Behandlung hinter sich. „Man sieht schon ein erstes Ergebnis. Die Ränder der Lotusblüte sind heller geworden und auch der Heilungsprozess verläuft nach jeder Behandlung schneller“, zeigt sie sich zufrieden. 

 

Tattooentfernung mit Rubinlaser

Dr. Andreas Hillisch, Plastischer Chirurg in Eferding, arbeitet mit einem Rubinlaser, der vor allem für dunkle Tätowierungspigmente im Grau-, Schwarz- oder Braunbereich unterschiedlicher Intensität geeignet ist. „Bei der Entfernung mit dem Rubinlaser werden größere Pigmentteile in kleine Partikel zerlegt und vom Lymphsystem abgebaut“, erklärt Dr. Andreas Hillisch. Da der Laser ein zentrales Schussbild hat, wird immer nur eine bestimmte Menge an einem Pigment zerkleinert. In der Mitte wirkt der Schuss am stärksten, am Rand reagiert er kaum oder gar nicht. „Um die gesamte Fläche zu erreichen, sind zur Entfernung des Tattoos mehrere Sitzungen notwendig“, weiß Hillisch. Eine Sitzung dauert immer nur ein paar Minuten. „Der Erfolg der Entfernung hängt auch immer davon ab, ob es sich um ein Profi- oder ein Laien-Tattoo handelt. Bei Laien-Tätowierungen wird weniger Pigment in die Haut eingebracht, daher sind diese auch einfacher zu entfernen“, erklärt der Plastische Chirurg. Man kann davon ausgehen, dass ein Profi-Ta-t-too nach rund zehn Sitzungen weg ist. Die Kosten belaufen sich pro Sitzung auf rund 125 Euro, der Preis hängt aber immer von der Größe und der Intensität eines Tattoos ab. 

Ran an die Farbe 

Schwieriger wird die Entfernung von tätowierten Jugendsünden wie „Arschgeweih“ und Tribals vor allem dann, wenn sie vor Farbe nur so strotzen. Dank der Entwicklung des Picosekundenlasers –kurz PicoSure genannt –, ist es nun möglich, auch bunte Kunstwerke zu entfernen. „Dieser Laser erzeugt Impulse im Picosekundenbereich. Die daraus resultierende photomechanische Wirkung hat zur Folge, dass sämtliche Farben in staub­ähnliche Partikel zersetzt werden, ohne dabei angrenzendes Gewebe zu beeinträchtigen. Diese winzigen Partikel können viel besser und schneller aus dem Körper ausgeschieden werden als bei Behandlungen mit herkömmlichen Lasergeräten. Durch den Einsatz des PicoSure- Lasers zur Tattooentfernung ist es möglich, die Anzahl der nötigen Behandlungen stark zu reduzieren, die Haut dabei bestens zu schonen und endlich auch grüne und blaue Tätowierungen erfolgreich zu entfernen“, erklärt Susanne Fischer, Inhaberin des Laserstudios NEWSKIN in Linz. Da es sich bei einer Laser-Tattooentfernung um einen medizinischen Eingriff handelt, sollte dieser Vorgang nur von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden. „Die jahrzehntelange Erfahrung unseres Ärzteteams spiegelt sich in der Zufriedenheit unserer Patientinnen wider“, so Susanne Fischer.

Ulli Wright und Denise Derflinger

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