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Lifestyle | 08.07.2015

Fit und gesund im Sommer

Der Sommer ist eine wunderbare Jahreszeit. Doch leider kann die Hitze auch ihre Tücken haben. Geschwollene Beine, ein geschwächter Kreislauf oder eine Blasenentzündung sind die unangenehmen Begleiterscheinungen, wenn es heiß ist. Wir haben mit Experten über die „Leiden“ des Sommers gesprochen und Tipps gesammelt, wie man sie vermeiden kann.

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Belasteter Organismus 

An heißen Tagen ist der Körper oft Extremsituationen ausgesetzt. Mit einer darauf abgestimmten Ernährung kann man ihn allerdings gut entlasten. „Bei hohen Temperaturen braucht der Körper leicht verdauliche Kost, die nicht schwer im Magen liegt“, betont Renate Hofer, Diätologin am Landeskrankenhaus Freistadt. Dazu zählen viel Obst und Gemüse ebenso wie Fisch. Beim Grillen spreche laut der Expertin nichts gegen Fleisch und Würstel, wenn auch Vollkorngebäck, Folienkartoffel und gegrilltes Gemüse serviert werden. Kalorienreiche Fertigsoßen werden am besten durch selbstgemachte Dips aus Jogurt, Topfen oder Sauerrahm ersetzt.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Ausreichend trinken! „Wir bestehen zu 60 Prozent aus Wasser“, erklärt Hofer. „Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist also Voraussetzung für das Funktionieren unseres gesamten Organismus. Das Wasser hält unter anderem unsere Körpertemperatur konstant und schützt vor Überhitzung.“ Geeignete Durstlöscher sind Leitungs- oder Mineralwasser, ungezuckerte Früchte- oder Kräutertees sowie stark verdünnte (reine) Fruchtsäfte. Gegen einen täglichen moderaten Konsum von Kaffee oder Schwarztee (drei bis vier Tassen) sei laut der Diätologin nichts einzuwenden.

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Geschwollene Beine

„Durch die Wärme dehnen sich geschwächte Venenwände noch weiter aus und das Blut staut sich“, erklärt Primar Christoph Kopf, Leiter der Chirurgischen Abteilung am Landeskrankenhaus Schärding, das Phänomen der schweren Beine im Sommer. Langfristig könne das zu Krampfadern, Wasser-einlagerungen und unschönen Besenreisern führen. 

Um das zu verhindern, empfiehlt der Mediziner, täglich mindestens 30 Minuten zu Fuß zu gehen. Außerdem sollten die Beine so oft es geht hochgelagert (wenn möglich das Fußende am Bett erhöhen) und nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden (fördert die Venenerweiterung). An heißen Tagen helfen kalte, kreisförmige Beinduschen von unten nach oben. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu trinken (täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee) und lockere Kleidung zu tragen. Auf einschnürende Strümpfe oder hohe Absätze sollte man besser verzichten!

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Beleidigte Blase

Ein Klassiker bei den weiblichen Leiden des Sommers ist die Blasenentzündung, im Fachjargon Harnwegsinfekt. Die unangenehmen Begleiterscheinungen: Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen und ständiger Harndrang. Häufige Ursachen sind ein zu langes Tragen von nassen Badesachen und das Sitzen auf kalten oder feuchten Flächen. Wenn das der Fall ist, wird übermäßig viel Körperwärme abgestrahlt. Diese fatale Abkühlung schwächt den Organismus. Und ist der Körper erst einmal geschwächt, haben Bakterien ein leichtes Spiel. Sie dringen über die Harnwege ein.

Wer das verhindern und einer Blasenentzündung vorbeugen möchte, sollte demnach Bikini oder Badeanzug sofort nach dem Baden ausziehen, sich ordentlich abtrocknen und trockene Kleidung anziehen. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken. Nur dann wird die Blase gut gespült. Am besten eignen sich Leitungswasser und lauwarmer Tee. Kohlensäurehaltige Getränke hingegen reizen die Harnwege zusätzlich.

Sonnenbrand

Die Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Und zwar dann, wenn man den entsprechenden Schutz davor auf die leichte Schulter nimmt. Dabei vergisst die Haut nichts! „Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko einer Hautkrebserkrankung“, betont Onkologe Primar Ernst Rechberger, ärztlicher Direktor und Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Landeskrankenhaus Schärding. „Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenbrillen sind der einfachste und wichtigste Sonnenschutz. Dabei bieten Polyester, Wolle, Seide und Nylon den besten Schutz vor der UV-Strahlung. Dunkle Farben blocken die Sonnenstrahlen übrigens wirksamer ab als helle Kleidung.“

Die Auswahl des Sonnenschutzmittels hängt vom Hauttyp und der Strahlungsintensität ab. Im Zweifelsfall immer einen höheren Lichtschutzfaktor verwenden. Wichtig ist, die Sonnencreme am besten bereits am Morgen oder spätestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufzutragen. Wer Medikamente einnehmen muss, sollte sich informieren, ob diese möglicherweise die Sonnenverträglichkeit beeinflussen (ist oft bei Antibiotika der Fall!). 

Für den Fall, dass man doch zu viel Sonne erwischt hat: Sonnenbrand und leichte Rötungen mit kühlenden Produkten beruhigen. Auflagen mit Jogurt oder Buttermilch können Linderung verschaffen. Bei starker Rötung und Blasenbildung sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen.

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Darm-Blockade im Urlaub

Viele Frauen kennen dieses Problem: Sobald sie am Urlaubsort angekommen sind, streikt ihr Darm. Die Folgen sind Bauchschmerzen, Blähgefühl, Übelkeit und nicht selten daraus resultierende schlechte Laune. „Grundsätzlich sind Sorgen in so einem Fall meist unbegründet“, sagt Primar Christoph Ausch, Leiter der Chirurgie an den Landeskrankenhäusern Steyr und Kirchdorf. „Wenn sich das Verdauungssystem erst einmal an die veränderte Situation gewöhnt hat, wird auch der Darm nach einigen Tagen wieder normal funktionieren.“

Was kann man tun, um die Verdauung in Schwung zu bringen? Ausreichend trinken und viel Bewegung. Alkohol und Kaffee zählen übrigens auch im Urlaub nicht zur Tagestrinkmenge! Außerdem sollte man regelmäßig essen – am besten ballaststoffreiche Kost. Besonders gut eignen sich etwa Erbsen, Bohnen und Linsen. Stopfende Nahrungsmittel wie Kakao, Schwarztee und Rotwein sollte man hingegen meiden. Abführmittel sollten ausschließlich in Absprache mit dem Hausarzt in die Reiseapotheke gepackt werden.

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