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LEBEN - 29.03.2012
Fotolia_10222856_Subscription_XL.jpg Den inneren Schweinehund austricksen und überwinden
Sitzt er auch neben Ihnen und lässt Sie partout nicht von der Couch herunter? Unser innerer Schweinehund kann manchmal ganz schön lästig sein. Wie man sich trotzdem nicht von ihm unterkriegen lässt und warum er immer nur so groß ist, wie man selbst zulässt, erklärt die Linzer Lauftrainerin Gerlinde Stöbich.


er Frühling ist da. Der ideale Zeitpunkt, um nach dem Winter sein Sportprogramm wieder zu starten. Und man möchte ja auch wirklich gern laufen gehen oder sich auf das Fahrrad setzen, doch da gibt es jemanden, der einen einfach nicht von der Couch herunterlässt. Er bellt und knurrt und schaut so treuherzig, dass man beinahe liegen bleiben muss. Oder gibt es doch einen Weg, seinen inneren Schweinehund zu besiegen? Am besten sei es, ihn gar nicht erst zu beachten, sagt Gerlinde Stöbich von der Linzer Laufschule. „Denn je mehr Beachtung man ihm schenkt, umso größer und stärker wird er auch“, so die Lauftrainerin. „Darum halte ich nicht viel davon, ihn zu bekämpfen. Das würde ihm ja wieder sehr viel Aufmerksamkeit bringen. Besser ist es, ihn anzulächeln und sich sofort die Sportsachen anzuziehen.“

Wer überlegt, verliert!
Wer grübelt und zu lange darüber nachdenkt, ob er eine Trainingseinheit einlegen soll oder nicht, hat schon so gut wie verloren. Weil dann der innere Schweinehund wieder Oberwasser bekommt und einen erfolgreich davon abhält. „Das ist bei mir nicht anders“, erzählt die Expertin. „In solchen Fällen ziehe ich gleich meine Laufsachen an. Je mehr ich anhabe, umso unwahrscheinlicher wird es, dass ich nicht gehe. Außerdem weiß ich ja schon vor dem ersten Schritt, wie gut ich mich danach wieder fühlen werde.“

Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Die Motivation steigt nämlich auch, wenn man sich bereits vor dem Training das wunderbare und zufriedene Gefühl danach in Erinnerung ruft. Wenn man verschwitzt und ausgepowert unter der Dusche steht und die Endorphine durch den Körper strömen – herrlich! Und je plastischer diese Vorstellung ausfällt, umso höher ist die Chance auf Bewegung.

Realistische Ziele setzen
Viele haben die kalten Monate für eine sportliche Pause genützt und haben nun Schwierigkeiten, sich zu motivieren. Ihnen rät Gerlinde Stöbich, wieder langsam zu beginnen. Wesentlich ist es, sich Ziele zu setzen, die man auch tatsächlich erreichen kann. Wer es anfangs nicht schafft, zu laufen, kann auch mit zügigem Gehen beginnen oder zwischendurch Geh-Pausen einlegen. Ein realistisches Ziel kann sein, in drei Monaten 30 Minuten durchlaufen zu wollen. „Gesunder Ehrgeiz ist gut, doch die meisten setzen sich zu hohe Ziele, die sie nicht erreichen können“, erklärt sie. „Das frustriert, ist anstrengend und nimmt die Motivation. Darum sollte man mit dem Sport aufhören, wenn es noch Spaß macht. Das Gehirn speichert dieses Bild mit eben dieser Emotion ab und verbindet es nicht im Geringsten mit einer Plagerei. Und das ist die beste Voraussetzung, dass man sich beim nächsten Mal nicht zum Sport überwinden muss.“

LEBEN - 29.03.2012
Fotolia_27855577_Subscrip Kopie.JPG Gut hören
„Das Auge ist der Spiegel, aber das Ohr ist das Tor zur Seele“ – das besagt ein indisches Sprichwort. In Österreich haben zwischen zwölf und 15 Prozent der Menschen ein Problem mit ihrem Tor zur Seele. Sie hören schlecht. Doch nur etwa ein Viertel davon lässt sich auch helfen.


Moderne Hörgeräte sind klein, sehr klein. Der Prozessor im Inneren ist so groß wie ein Streichholzkopf und auf dem neuesten Stand der Technik. Trotzdem sind diese Hightech-Produkte für die meisten Menschen ein rotes Tuch. Sie sind noch immer mit dem Stigma behaftet, dass Menschen, die sie benötigen, alt und behindert seien. „Eine Brille trägt jeder, die ist anerkannt“, sagt Andreas Stoffels, Geschäftsführer von Bagus Moderne Hörsysteme. „Aber ein Hörgerät ist wie eine Prothese, wie ein Holzbein hinter dem Ohr.“

Scham und falsche Eitelkeit
Aus diesem Grund gehen auch viele Menschen jahrelang nicht zum Arzt, obwohl sie genau wissen, dass sie schlecht hören. Scham oder falsche Eitelkeit halten sie davon ab. Dabei kann dieses Verhalten dem Patienten sehr schaden. Denn: Je früher eine Hörminderung erkannt und behandelt wird, umso besser kann man sie in den Griff bekommen. „Als erstes sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt die Hörstörung untersuchen und eine Diagnose stellen“, erklärt Peter C. Ortner, Hörgeräteakustikmeister und Mitinhaber von Optik Bauer in Wels. „Je früher eine Hörgeräteanpassung möglich ist, desto mehr wird der Hörnerv stimuliert. Auf diese Weise kann man eine bessere Sprachverständlichkeit erzielen und das Hörumfeld wird als natürlicher empfunden.“

Hören mit dem Gehirn
Gehört, verstanden und bewertet wird  nämlich von und mit dem Gehirn. Das Ohr dient lediglich als Übertragungssys-tem. Bekommt das Gehirn infolge einer Hörschädigung weniger Informationen, bildet sich die Aktivität für das Hörzentrum automatisch zurück. Fehlen über mehrere Jahre gewisse akustische Reize, verlernt das Gehirn, sie zuzuordnen. Das bedeutet: Der Betroffene weiß nicht mehr, wie es klingt, wenn zum Beispiel Vögel zwitschern oder ein Glas klirrt.
Der Grund dafür ist, dass Menschen mit einer Hörminderung nicht einfach nur alles leiser hören. Vielmehr ist es so, dass sie Töne in bestimmten Frequenzen – besonders in den hohen – nicht mehr hören können. Da zwischen 70 und 80 Prozent unserer Sprachinformation in diesem Bereich liegt, wird Kommunikation schwierig. Gras, Graf oder Grab – der Betroffene kann nicht unterscheiden, was sein Gegenüber tatsächlich gesagt hat. Er muss es in Zusammenhang mit dem bereits Gesagten stellen – und das strengt an. „Hören und verstehen sind zwei verschiedene Dinge“, erklärt Stoffels. „Ich kann wohl vieles hören, aber eben nicht verstehen. Ständig genau hinhören und darüber nachdenken zu müssen, kostet enorm viel Energie und hebt den Stress-pegel. Das ist auch der Grund, warum Menschen, die schlecht hören, nach der Arbeit abends oft völlig fertig und kaputt sind.“

LEBEN - 27.02.2012
Fotolia_30165166_Subscrip Kopie.JPG Spielregeln für das Leben
Würden Sie Schach spielen, ohne die Regeln zu kennen? Kaum! Weil Sie immer verlieren und den Spaß am Spiel verlieren würden. Auch für das Leben gibt es Regeln – bloß wissen das die wenigsten Menschen. Ganzheitsmediziner Rüdiger Dahlke erklärt, woran das liegt und warum es sich leichter lebt, wenn man sie kennt.


Sie haben sich intensiv mit den Spielregeln des Lebens beschäftigt. Warum ist es so, dass wir für jedes Spiel von klein auf Regeln lernen, allerdings für so etwas Wichtiges wie unser Leben nicht?
Das hat wohl damit zu tun, dass diese Gesetze lange Zeit geheim gehalten wurden. Aber unser Leben ist ja überhaupt nicht so logisch. Wir machen einen vergleichsweise großen Aufwand wegen der Verkehrsgesetze, gehen in die Fahrschule, lernen Theorie und Praxis, machen mehrere Prüfungen. Den geschlechtlichen und ehelichen Verkehr, letztlich ungleich wichtiger, lernen wir aber überhaupt nicht – mit entsprechend schlechten Ergebnissen.

Lebt es sich leichter und glücklicher, wenn man diese Regeln kennt?
Ja, ganz entschieden. Ich kann mein Leben wirklich unterteilen in die erste Zeit, wo ich die Schicksalsgesetze nicht kannte, so bis Mitte des Studiums, wo ich mich mit vielem plagte und ständig in Widerstand geriet – mit Lehrern und Professoren, Partnerinnen, der Medizin und sogar der Gesellschaft als Ganzes. Danach war es vergleichsweise ein Heimspiel, da ich die Zusammenhänge viel einfacher und tiefer durchschaut habe. Dinge, die vorher Aufstände ausgelöst haben wie die Pharmakologie, gingen plötzlich leicht, weil ich erkannte, dass ich die Medikamente auch zum Absetzen kennen müsse. Für meine Partnerschaften war die Gesetzeskenntnis die Rettung. Heute nach 60 Jahren kann ich sagen, dass ich mir ein Leben ohne die Kenntnis der Schicksalsgesetze nicht mehr vorstellen könnte.
 
Viele Menschen kennen das Gesetz der Resonanz. Man ziehe das an, was man ausstrahlt. Sie sagen, dass diesem allerdings das Gesetz der Polarität übergeordnet ist. Warum ist diese Hierarchie wichtig?
Weil diejenigen, die nur das Resonanzgesetz kennen, leicht zu positivem Denken, Affirmations-Akrobatik und Wunschdenken tendieren und damit ihr Lebensschiff an die Wand fahren. Die so genannten Lichtarbeiter etwa erreichen praktisch nie das Licht, sondern landen im Schatten. Auch aus dem Partnerschaftsbereich kennen wir das. Liebe ist ein Resonanz-Phänomen. Aber was in heißer Liebe beginnt, endet nur zu oft in kaltem Hass. Nach einer gewissen Zeit fordert der Gegenpol sein Recht. Insofern wäre es auch für Beziehungen die Rettung, wenn wir uns von vornherein des Schattenprinzips bewusst sind. Wenn ich weiß, dass auch gerade ein über alles Geliebter irgendwann anfängt, mir meinen eigenen Schatten zu spiegeln, wird es zwar trotzdem passieren, aber ich bin wenigstens darauf gefasst.
Auch wenn Hierarchie heute nicht mehr populär ist, sogar unser Herz funktioniert nur durch sie. Wenn alle Herzzellen gleichberechtigt ihren Rhythmus schlagen, nennt man das Herzflimmern, und es ist mit dem Leben nicht vereinbar. Im Übrigen heißt Hierarchie im Griechischen Herrschaft des Heiligen, was ja nicht so schlecht klingt, jedenfalls in meinen Ohren.

LEBEN - 27.02.2012
Fotolia_29248085_Subscrip Kopie.JPG Trainieren Sie sich glücklich!
Wie soll das funktionieren, werden sich viele Leser jetzt fragen. Indem Sie Ihre Gedanken bewusst in eine positive Richtung drehen und sich nicht allzu lange mit negativen Gefühlen beschäftigen. „Denn das gefährdet auf Dauer sogar die Gesundheit“, sagt Emotionstrainer Manfred Rauchensteiner.


Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie haben für Ihren Liebsten gekocht, alles für einen entspannten Abend vorbereitet – und er kommt nicht pünktlich nach Hause. Sie rufen an, doch er hebt nicht ab. Sie warten. Er ruft nicht zurück, das Essen wird kalt. Sie warten noch immer und spüren, wie Ihr Ärger langsam größer und größer wird. Sein Job ist ihm wieder einmal wichtiger – oder er sitzt mit dieser Kollegin zusammen, die Sie partout nicht leiden können. Natürlich ist er jetzt schuld daran, dass es Ihnen schlecht geht …

Nicht zu lange ärgern
„Stopp“, sagt der Linzer Emotionstrainer Manfred Rauchensteiner. „Das stimmt nicht! Der Mann ist nicht schuld daran, dass sich seine Frau schlecht fühlt. Vielmehr ist sie selbst dafür verantwortlich, wie es ihr geht und  sie die Zeit des Wartens nützt. Anstatt sich zu ärgern könnte sie ja auch lesen, ihre Lieblings-CD hören oder Freundinnen einladen. Es wäre doch schade um das Essen.“ Dann fügt er lachend hinzu: „Und wenn der Mann heimkommt, gibt es immer noch den Kühlschrank für ihn.“

Allen, denen das beschriebene Szenario bekannt vorkommt, rät Rauchensteiner, sich von einer grundsätzlichen Kleinigkeit – wie dem Zuspätkommen des Partners – nicht die Stimmung, den Abend oder gar auch noch den nächsten Tag vermiesen zu lassen. Klingt logisch, doch im ersten Moment ist dieser Unmut nur allzu verständlich. „Ich verstehe den Ärger natürlich auch“, sagt der Emotionstrainer. „Allerdings kommt es immer darauf an, wie ich damit umgehe und wie lange ich zulasse, dass mich diese negativen Gefühle beschäftigen.“

Negative Gefühle schädigen Körper
Denn: Je mehr Raum man ihnen gibt, umso heftiger und größer werden sie. Und umso mehr beeinträchtigen sie die Gesundheit. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es dem Körper massiv schadet, wenn man viel Zeit mit schlechten Gedanken verbringt“, betont der Experte, der auch Mitglied beim Institut für europäische Glücksforschung ist. „Dabei schüttet das Gehirn nämlich Botenstoffe aus, die das Immunsystem, die Denkfähigkeit und unsere Ausstrahlung schädigen.“ Bis zu einem Alter von 40 bis 45 Jahren halte man das gut aus, dann allerdings würden die Wehwehchen kommen.

LEBEN - 27.02.2012
004 Kopie.JPG Pole Dance: Traumkörper von der Stange
Es schmerzt, ist anstrengend und sieht zu Beginn alles andere als sexy aus. Doch es macht Riesenspaß. Pole Dance ist ein effektives Training für den ganzen Körper und die sinnliche Alternative zum Fitnessstudio. DIE OBERÖSTERREICHERIN hat die Probe aufs Exempel gemacht.


„Bei mir schaut das alles andere als sexy aus“, stöhnt meine Stangen-Nachbarin nach ihrem missglückten Versuch, locker und grazil um die Pole zu „fliegen“. Ich nicke. Auch ich habe mich eben wenig dekorativ um die Stange gewickelt. Doch unterkriegen lässt man sich beim Pole Dance (englisch für Stangentanz) nicht. Schließlich hat Trainerin Birgit Untermair gleich zu Kursbeginn das Motto ausgegeben: „Geht nicht” gibt’s nicht!

Liebe auf den ersten Spin
„Ich bin durch Zufall zum Pole Dance gekommen“, erzählt Untermair, Inhaberin von „Dance moves“, dem ersten Pole- Dance-Studio Oberösterreichs. „Ich habe es im Fernsehen gesehen und war schlichtweg begeistert. Weil ich schon immer etwas gesucht habe, bei dem ich Tanz und Krafttraining verbinden kann.“ Kurze Zeit später hat sie mit dem Training begonnen – und hatte anfangs einen Mega-Muskelkater. „Trotzdem“, sagt sie lachend, „war es Liebe auf den ersten Spin.“ So wird übrigens eine Drehung genannt.

Formt den Körper
Mit schmuddeligen Etablissements, in denen sich spärlich bekleidete Damen an der Stange räkeln, hat Pole Dance nichts zu tun. Dass Haut gezeigt und in Hotpants getanzt wird, hat einen anderen Grund: So haftet man besser an der Stange. „Ich bin seit 15 Jahren Fitnesstrainerin und kenne kein Programm, das muskulär und körperformend so anschlägt wie Pole Dance“, sagt Untermair. Besonders beansprucht werden Rücken-, Bauch- und Oberarmmuskulatur.

LEBEN - 30.01.2012
Fotolia_30478909_Subscrip Kopie.JPG Platz schaffen und Ballast abwerfen
Kennen Sie das? Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten und trotzdem können Sie sich nicht von einem einzigen Stück trennen. Manches haben Sie sogar seit Jahren nicht getragen. Dann krempeln Sie jetzt die Ärmel hoch und beginnen Sie mit dem Ausmisten. Denn regelmäßiges Entrümpeln schafft nicht nur Platz – es hat auch eine unglaublich befreiende Wirkung. Warum das so ist, erklärt der Linzer Coach August Höglinger.


Das neue Jahr ist noch nicht alt, die zu Silvester gefassten Vorsätze noch ganz frisch. Nicht wenige Menschen wollen heuer endlich mehr Ordnung in ihr Leben bringen. Ein Vorsatz, den es sich umzusetzen wirklich lohnt. Denn: Entrümpeln schafft nicht nur Platz, sondern hat auch eine unglaublich befreiende Wirkung. Wer es geschafft hat, einen Raum, einen Kasten oder einfach nur ein Regal auszuräumen und nicht mehr Benötigtes wegzuschmeißen, wird sich auch selbst erleichtert fühlen. Der Linzer Führungskräftecoach und Autor August Höglinger hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und bestätigt dieses Gefühl. „Ich hatte einmal einen dreiwöchigen Urlaub gebucht und bevor ich mein Büro verlassen habe, habe ich den Schreibtisch leer geräumt, alles in Schubladen verschwinden lassen und wichtige Dinge an Kollegen und Mitarbeiter abgegeben“, erinnert sich Höglinger. „An der Tür habe ich mich noch einmal umgedreht und beim Anblick des leeren Schreibtisches machte sich ein Gefühl tiefer Zufriedenheit in mir breit. Das war wunderbar!“ Wenn es sich danach so gut anfühlt – warum schaffen es viele Menschen trotzdem nicht, sich von alten Dingen zu trennen? „Weil sie damit bestimmte Emotionen und Erinnerungen verbinden“, erklärt der Experte. „Würden sie die Sachen weggeben, fühlt es sich für sie so an, als würden sie damit auch die Gefühle weggeben. Und je positiver die Emotion ist, umso schwerer fällt das Handeln.“ Ein typisches Beispiel sind Urlaubsandenken, Geschenke oder Bücher.
Weitere Hinderungsgründe sind die Angst, man könnte es irgendwann wieder einmal gebrauchen, oder wenn man etwas teuer gekauft hat und es jetzt doch nicht „einfach so“ wegwerfen kann. Dann hilft es, die Dinge nicht zu entsorgen, sondern zu verwerten. Das bedeutet: ihnen einen neuen Wert zu geben. Bücher zum Beispiel können auf einem Flohmarkt verkauft werden. Kleidung kann anderen Menschen, die sie wirklich brauchen können, eine große Freude bereiten – etwa Flüchtlingsfamilien. „Wenn man sieht, dass man jemandem noch etwas Gutes tun kann, macht es den Abschiedsschmerz erträglich, und es ist nicht so schwierig, loszulassen“, sagt Höglinger.

LEBEN - 30.01.2012
6.JPG Weiblich, engagiert, ausgebrannt
Schon lange ist Burnout keine Manager-Krankheit mehr. Immer öfter sind Frauen von dem Gefühl des inneren Ausgebranntseins betroffen. Die Gründe: Mehrfachbelastung durch Job, Familie und Haushalt, das Nicht-Kennen ihrer eigenen Grenzen und die sich daraus ergebende Unfähigkeit, Nein sagen zu können. Ein Teufelskreis, der in einem völligen psychischen und physischen Zusammenbruch enden kann.


"Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann. Das bisschen Haushalt kann so schlimm nicht sein …“ Dieser Liedtext eines Schlagers von Johanna von Koczian stammt aus dem Jahr 1977, wurde mit einem Augenzwinkern gesungen – und doch scheint diese Einstellung auch heute noch zu gelten. Noch immer ist der Irrglaube verbreitet, ein Haushalt lasse sich ganz nebenbei führen. Niemand sagt Danke, Lohn dafür gibt es schon gar nicht. In den Familien bleibt diese Arbeit überwiegend an den Frauen hängen. Und dass bei den meisten zusätzliche Belastungen durch Job und Kinderbetreuung dazukommen, findet höchstens am Rande Beachtung. Die Frauen zerreißen sich für Familie und Beruf, sagen nie Nein, wollen es allen recht machen.
Immer öfter brechen Frauen unter dieser Last zusammen. „Schon das weibliche Geschlecht an sich stellt einen Risikofaktor dar, weil Frauen die Mehrfachbelas-tung durch Job, Familie und Haushalt bewältigen müssen“, sagt Michaela Schöny, klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin an der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg. „Es sind aber nicht nur gewisse Berufe mit einem erhöhten Burnout-Risiko verbunden, sondern auch Rollen und insbesondere Rollenerwartungen. Gefährlich wird es, wenn die Erwartungen, die jemand an eine Rolle geknüpft hat, und die realen Erfahrungen auseinanderklaffen.“ Als Beispiel nennt Schöny die Mutterrolle, die durch die fürsorgliche Versorgung eines Kindes definiert ist. Schafft eine Frau das nicht in dem Ausmaß, wie sie es sich wünscht, sei oft der Grundkonflikt eines Burnout-Verlaufs gegeben. Manchmal wird der Grundstein bereits in der Kindheit gelegt. Dann, wenn ein Kind Anerkennung und Liebe gegen entsprechende Leistung bekommt. Dieses Muster wird abgespeichert und bleibt gedanklich bis ins Erwachsenenalter hängen. Nach dem Motto: „Ich bin nur gut genug, wenn ich das oder das schaffe.“ „Diese Menschen brauchen Anerkennung und Bestätigung von außen wie die Luft zum Atmen“, bestätigt Eveline Weglehner, Persönlichkeits- und Mentaltrainerin aus Kefermarkt (www.ichlebemeinleben.at). „Bekommen sie diese nicht, fühlen sie sich wertlos. Deshalb investieren sie unendlich viel Energie in ihren Job und vergessen dabei vollkommen auf sich selbst. Sie übernehmen immer mehr Aufgaben – aus Angst, die Leute könnten sonst glauben, sie seien nicht gut genug. Ein Teufelskreis, weil sie dadurch nach außen signalisieren, keine Grenzen zu haben.“

LEBEN - 30.01.2012
Fotolia_24852937_Subscrip Kopie.JPG Die Magie der grauen Schläfen
Eigentlich macht er bloß Werbung für Kaffee, wenn George Clooney sein smartes „What else?“ in die Kamera sagt, und doch schmachten zahllose Frauen vor den Fernsehern reihenweise vor sich hin. Nie waren graue Haare so sexy und attraktiv wie heute. Was hat es mit der Magie der grauen Schläfen auf sich? Und warum finden Frauen diese Männer derart anziehend? DIE OBERÖSTERREICHERIN hat dieses Phänomen näher betrachtet.


Ich liebe meine grauen Haare“, sagte George Clooney lachend, als er 2006 zum „Sexiest man alive“ gewählt wurde. Kein Wunder, wir lieben sie ja auch – oder können Sie sich den smarten 50-Jährigen mit kohlrabenschwarzen (gefärbten!) Haaren vorstellen? Doch woran liegt es, dass Männer mit grauen Schläfen nicht mehr mit schwindender Jugendlichkeit verbunden werden, sondern attraktiv und sexy auf die Damenwelt wirken? „Ein graumelierter Mann strahlt etwas Besonderes aus“, erklärt Isabella Woldrich, klinische und Gesundheitspsychologin in Linz. „Er signalisiert Lebenserfahrung und dass er einer Frau Schutz, Geborgenheit und Sicherheit bieten kann. Dass er sich – oft im Gegensatz zu jüngeren Männern – die Hörner bereits abgestoßen hat. Dass er finanziell abgesichert ist und Nachkommen versorgen kann.“ Was wenig zeitgemäß klingt, ist tatsächlich evolutionsbedingt. Schon immer fanden Männer tendenziell jüngere Frauen attraktiv. Frauen hingegen fühlten sich eher zu älteren Männern hingezogen. „Wobei man schon dazu sagen muss, dass immer das Gesamtpaket stimmen muss“, betont Woldrich. Die grauen Haare nützen nicht sehr viel, wenn der restliche Mann ungepflegt und wenig charmant daher kommt.
Was sich sehr wohl geändert hat, ist der Lifestyle der Menschen. Während Anfang des 20. Jahrhunderts ein Mann mit 50 Jahren bereits uralt war, steht er in diesem Alter heute voll im Leben. Prominente verstärken dieses Phänomen. Michael Douglas, Richard Gere und Sky Dumont – allesamt Schauspieler, die mit ihren grauen Haaren punkten. Auch den Schmusesänger Eros Ramazzotti verwandelten erst seine Haare vom rassigen Italiener zum erotischen Mann. „Ich glaube mich sogar erinnern zu können, dass bereits Clark Gable im Film ,Vom Winde verweht’ graue Schläfen hatte“, sagt die Psychologin. „Oder nehmen wir Richard Chamberlain in ,Die Dornenvögel’. Schon damals sind die Damen schmachtend vor den Fernsehern gesessen.“

LEBEN - 28.11.2011
DSC_8660 Kopie Kopie.JPG Backe, backe (Leb-)Kuchen!
Alle Jahre wieder erfreut sich Groß und Klein an der Tradition des Lebkuchenbackens. Der typische und einzigartige Duft, der unverkennbare Geschmack und die zahlreichen Möglichkeiten der Formgebung und des Dekorierens machen ihn zu einem Klassiker der Weihnachtsbäckerei. Der herkömmliche Lebkuchen besteht aus Honig oder Rohzucker, Eiern, Kristallzucker, Roggen und Weizenmehl, den charakteristischen Gewürzen wie Zimt, Nelken, Kardamom, Zitronenschalen, teilweise Nüssen und bei manchen Varianten kandierte Früchte. Aber auch Backtreibmittel wie Natron, Backpulver, Hirschhornsalz oder Pottasche werden beigemengt. Ingrid Pernkopf, die leidenschaftliche Köchin der traditionellen oberösterreichischen Küche, Kochbuchautorin und Wirtin vom Landhotel Grünberg am See, gibt hier einige ihrer liebsten Lebkuchenrezepte für Sie preis: Zelebrieren Sie ein paar gemeinsame Backstunden mit Ihren Kindern, einer Freundin oder genießen Sie´s ganz einfach alleine ...

LEBEN - 28.11.2011
Fotolia_31957834_Subscrip Kopie.JPG Vegetarisch genießen
Wenn Gemüse auf dem Teller die Hauptrolle spielt, ziehen viele Menschen skeptisch die Augenbrauen hoch. Langweilig und eintönig soll sie sein, die vegetarische Küche. DIE OBERÖSTERREICHERIN hat dieses und andere Vorurteile genauer unter die Lupe genommen und bei der selbst ernannten „Veggiqueen“ Silvia Maritsch-Rager nachgefragt.


Sie ernährt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten fleischlos. Sie ist das beste Beispiel dafür, dass das Vorurteil, Vegetarier würden ausgemergelt, mager oder verhärmt aussehen, schon lange nicht mehr gültig ist. Die gebürtige Oberösterreicherin Silvia Maritsch-Rager genießt ihr Leben – und damit untrennbar verbunden ist ihre Leidenschaft für das Kochen. In ihrem Buch „Neues aus der Gemüseküche“ präsentiert sie insgesamt 100 fleischlose Rezepte, bei denen das Gemüse keine Beilage, sondern der Star auf dem Teller ist. „Ich will nicht den Moralapostel spielen“, sagt Maritsch-Rager. „Vielmehr möchte ich den Menschen zeigen, dass die vegetarische Küche weitaus mehr bietet als Gemüse- und Vollkornlaibchen. Sie hat völlig zu Unrecht einen langweiligen oder eintönigen Ruf.“

Mit Vorurteilen aufräumen
Genuss sei auch in der Gemüseküche ein wichtiger Aspekt, betont die 50-Jährige. Denn mit Verzicht habe diese Form der Ernährung nichts zu tun. Zu vielfältig seien dafür die Möglichkeiten, ohne Fleisch zu kochen. Und trotzdem halten sich Vorurteile gegenüber Vegetariern und fleischlosem Essen hartnäckig. Vorurteile, mit denen Maritsch-Rager aufräumen möchte. Manchmal macht sie das auf ihre ganz eigene Art und Weise. „Wenn jemand bei uns zum Essen zu Gast ist, betone ich natürlich nicht, dass es vegetarisch zubereitet ist“, erzählt sie. „Schmecken muss es! Und ich habe wirklich eine große Freude daran, wenn es meinen Gästen sehr gut schmeckt, obwohl kein Fleisch verwendet wurde, und sie das eine oder andere Aha-Erlebnis haben.“

LEBEN - 28.11.2011
Fotolia_27605136_Subscription_XL.jpg Eine schöne Bescherung!
Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Während Frauen das ganze Jahr über aufmerksam sind und manchmal schon im Sommer das erste Geschenk kaufen, stürmen Männer im letzten Moment die Einkaufszentren. Ist das wirklich so? Oder machen sich Männer vielleicht sogar mehr Gedanken beim Schenken, als man denkt? Und wie sollen Eltern mit übervollen Wunschzetteln ihrer Kinder umgehen? DIE OBERÖSTERREICHERIN hat mit Expertin Christa Schirl über die Psychologie des Schenkens gesprochen.


Die Kerzen am Christbaum brennen. Die Engel singen. Die Familie ist vereint. Harmonie pur. Zumindest so lange, bis die Gaben ausgepackt und die Gesichter immer länger werden. Nicht selten spielen sich am Heiligen Abend kleine Dramen ab, denn nichts lässt die besinnliche Stimmung so schnell schwinden wie unpassende Geschenke. Eine schöne Bescherung!

Das Konfliktpotenzial, das in einem hübsch verpackten Geschenk stecken kann, sollte man demnach nicht unterschätzen. Das bestätigt auch Christa Schirl. Die Psychologin und Psychotherapeutin weiß, dass ein gut gemeintes oder wenig überlegtes Geschenk tatsächlich eine große Kränkung für den Beschenkten darstellen kann. „Man darf in all dem vorweihnachtlichen Trubel nicht vergessen, dass Geschenke immer ein Ausdrucksmittel dafür sind, was man dem anderen damit sagen möchte“, erklärt Schirl. „Geschenke können sehr viele Gefühle auslösen. Das sieht man vor allem daran, wenn man genau das Richtige getroffen hat und der Beschenkte vor Glück strahlt. Dann signalisiert ihm das Geschenk, dass er gesehen wird und seine Wünsche und Bedürfnisse wahrgenommen werden.“

LEBEN - 27.10.2011
Fotolia_27622848_Subscrip Kopie.JPG Winterzauber für die Haut
Eisiger Wind und klirrende Kälte im Freien, warme, trockene Heizungsluft drinnen. Dass bei diesem extremen Wechsel die Haut in Mitleidenschaft gezogen wird, ist hinlänglich bekannt. Doch was geschieht mit der Haut im Winter und wie kann man sie in der kalten Jahreszeit bestmöglich unterstützen?




Durch den Temperaturrückgang verändert sich auch der Stoffwechsel der Haut. Bereits ab acht Grad Celsius steht die Talgproduktion still. Je tiefer die Temperaturen fallen, desto weniger wird die Haut durchblutet, was gleichzeitig bedeutet, dass sie auch weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Weil ein Mensch bei Kälte zudem seltener schwitzt, wird weniger Wasser an die Haut- oberfläche transportiert. Mit dem Beginn der Heizperiode sinkt auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen und trocknet die Haut aus. Es entsteht eine Fett-Unterversorgung, der natürliche Schutzfilm aus Talg wird nicht mehr ausreichend verteilt und die Haut reagiert mit Spannungsgefühl, Juckreiz und Schüppchen-Bildung. Sogar Falten können durch diese Austrocknung entstehen. Daher ist gerade in der Winterzeit eine intensivere Pflege nötig. Dank ausgewählter Produkte kann die Haut vorzeitig auf diese Belastungen vorbereitet und während der Wintersaison optimal gepflegt werden. Eine besonders intensive Pflege verdienen Hände und Gesicht, die dem rauen Klima am meisten ausgesetzt sind, doch auch Hände, Arme und Beine, in denen ohnehin wenige Talgdrüsen sitzen, benötigen ausreichend Feuchtigkeit. Jedoch sollte man darauf achten, die Pflege auf den jeweiligen Hauttyp abzustimmen, um Hautirritationen zu vermeiden.
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LEBEN - 27.10.2011
Fotolia_34442713_Subscrip Kopie.JPG Nacktheit und Scham
Seit sich die Entwicklungswege von Schimpanse und Mensch vor rund sieben Millionen Jahren getrennt haben, hat der Mensch offenbar ein Gefühl entwickelt, das wohl allen anderen Lebewesen auf der Erde fehlt: die Scham.




Wenn wir uns vor Fremden ausziehen, beschleunigt sich der Puls, und wohl niemand würde unbefangen nackt zur Arbeit, auf die Straße oder ins Lebensmittelgeschäft gehen. Sobald Menschen in die Öffentlichkeit gehen, schiebt sich die Scham zwischen Geist und Körper. Und doch wurde die sonderbare Regung von Forschern lange vernachlässigt. Erst seit ungefähr 15 Jahren fragen sich Wissenschaftler, welcher Vorteil die Ent-wicklung der Scham unseren Vorfahren gebracht hat. Und ob etwa die Nacktscham tatsächlich in allen Kulturen vorkommt. Immerhin leben ja viele sogenannte Naturvölker bis heute nackt. Diesen Fragen ist die Wissenschaftsjournalistin Katharina Kramer auf den Grund gegangen.Scham: charakteristisch für die menschliche LebensformVerhaltensforscher vermuten, dass Men-schen im Gegensatz zu Tieren seit mehr als hunderttausend Jahren keinen öffentlichen Geschlechtsverkehr mehr betreiben. Tiere kopulieren offen vor den Augen anderer und tragen ungeniert ihre Genitalien zur Schau – der Mensch dagegen versteckt sich beim Geschlechtsverkehr und verbirgt seinen Körper unter Kleidung.Zwar erscheinen manche Naturvölker sehr freizügig. Etwa die südafrikanischen Yanomami: Die Frauen tragen lediglich eine dünne Schnur um die Leibesmitte. Fordert man sie aber auf, diese abzunehmen, reagieren sie ebenso verlegen wie die meisten europäischen Frauen, wenn sie sich vor Fremden entblößen müssten. Yanomami-Männer binden ihren Penis an der Vorhaut hoch. Doch auch sie genieren sich, wenn das Band herunterrutscht. Völlig nackt, aber ebenso wenig schambefreit, leben die Kwoma in Neuguinea: Sie pflegen strenge Blick-Tabus. Männer dürfen Frauen nicht auf den Genitalbereich oder die Brüste schauen. Begegnen sich Mann und Frau, etwa auf einem Pfad, unterhalten sie sich Rücken an Rücken. Selbst Anhänger der Freikörperkultur blicken einander vornehmlich in die Augen. In Nudistencamps ist über Sex zu sprechen meistens tabu! Der Ethnologe Hans Peter Duerr meint, dass menschliche Körperscham nicht kulturspezifisch zu sein scheint. Sie sei viel mehr charakteristisch für die menschliche Lebensform überhaupt.
LEBEN - 27.10.2011
Fotolia_21301699_Subscrip Kopie.JPG Endlich gut sehen!
Immer mehr Menschen, die schlecht sehen, lassen ihre Augen lasern. Hauptgrund für die meisten ist die wieder gewonnene Lebensqualität, wenn sie auf keine störende Brille oder Kontaktlinsen mehr angewiesen sind. Welche Möglichkeiten gibt es? Wie hoch sind die Risiken? Und welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um eine Laserbehandlung durchführen lassen zu können? DIE OBERÖSTERREICHERIN hat bei Primar Siegfried Priglinger, Vorstand der Augenabteilung am Linzer AKH und Leiter des Laserzentrums Smile Eyes Linz, nachgefragt.



„Ich wollte mir meine Augen schon lange lasern lassen, weil mich meine Brille unheimlich gestört hat – sowohl optisch als auch beim Sport“, erzählt Sabrina Heiligenbrunner. Die junge Mühlviertlerin wollte allerdings noch ihre beiden Schwangerschaften abwarten, da diese die Dioptrienzahl hätten verändern können. Nachdem sich ihr Lebensgefährte voriges Jahr einer Augenlaserbehandlung unterzogen hat, war es für sie heuer so weit. „Es ist ein völlig neues Lebensgefühl ohne Brille“, freut sich Heiligenbrunner über ihren Entschluss, der sie doch etwas Mut gekostet hat. Der Grund: Da die Hornhaut relativ zu dünn war, kam für sie nur eine schmerzhaftere Laserbehandlung in Frage. „Zwei Tage lang hatte ich Schmerzen und musste auch Schmerzmittel nehmen, aber seitdem sehe ich endlich wieder gut“, sagt die zweifache Mutter. „Es hat sich wirklich gelohnt und ich würde es auf jeden Fall wieder machen.“Mehr Lebensqualität ohne BrilleAugen-Experte Siegfried Priglinger, Vorstand der Augenabteilung am Linzer AKH, kennt diese Freude aus seinem täglichen Arbeitsalltag. „Der Hauptgrund, warum sich unsere Patienten die Augen lasern lassen, ist die wieder gewonnene Lebensqualität“, bestätigt er im Gespräch mit der OBERÖSTERREICHERIN. „Besonders unangenehm ist es, wenn man extrem fehlsichtig und deshalb ständig auf eine Brille angewiesen ist. Man kann sich als gut sehender Mensch gar nicht vorstellen, wie sehr eine Brille oder auch Kontaktlinsen dann die Lebensqualität einschränken können. Vor allem bei Sportarten, wie Tauchen, Segeln oder Snowboarden, stört eine Brille massiv.“ Eine Laserbehandlung kommt insbesondere für jüngere Menschen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu minus acht Dioptrien oder Weitsichtigkeit von bis zu plus drei bis vier Dioptrien in Frage. Bei Hornhautverkrümmungen liegt die Grenze bei vier bis fünf Dioptrien. Für alle, die nicht innerhalb dieser Grenzwerte liegen, gibt es andere Korrekturmöglichkeiten, etwa durch implantierbare Kontaktlinsen. Voraussetzungen fürs LasernOb die Augen überhaupt gelasert werden können, wird bei einer individuellen Voruntersuchung geklärt. Dabei werden die Augen komplett vermessen und anhand der Befunde weitere Schritte festgelegt. Grundvoraussetzungen für das Lasern sind, dass das Auge gesund und die Pupille nicht zu weit ist. Außerdem darf die Hornhaut nicht zu dünn sein. „Durch das Lasern wird die Hornhaut dünner, deshalb muss sie vor der Operation eine gewisse Dicke aufweisen“, erklärt Priglinger. „Bei dieser Untersuchung, die etwa eine Stunde dauert, wird mit dem Patienten auch besprochen, was möglich ist. Oft können dessen Vorstellungen und das, was wir Ärzte sinnvoll machen können, weit auseinandergehen.“
LEBEN - 03.10.2011
Februar 2011_000005171011 Kopie.JPG Weil es zu Hause am schönsten ist
Wenn Menschen älter werden und plötzlich viele Dinge nicht mehr selbstständig erledigen können, brauchen sie Unterstützung rund um die Uhr. Unterstützung, die Angehörige sehr oft nicht leisten können. Hier helfen die oberösterreichischen Personenbetreuer – für alle, die trotz Pflegebedürftigkeit in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben möchten.


Seit Hans M. aus Linz einen leichten Schlaganfall erlitten hat, ist nichts mehr in seinem Leben, wie es war. Der 80-Jährige benötigt rund um die Uhr eine Betreuung. Es beginnt am Morgen beim Aufstehen und endet nach einem gemeinsamen Fernsehabend zum Zubettgehen. Seine Betreuerin hilft ihm aus dem Bett und legt ihm die Kleidung zurecht. Nach der Körperpflege frühstücken die beiden zusammen. Der Pensionist ist froh und dankbar, dass er neben der Unterstützung auch jeden Tag Ansprache hat. Gerade diese Gesellschafterfunktion ist besonders wichtig. Die Betreuerin plaudert mit ihm, begleitet ihn zum wöchentlichen Seniorennachmittag, geht mit ihm spazieren und sorgt dafür, dass seine sozialen Kontakte aufrechterhalten bleiben. Was banal klingt, spielt im Leben der Senioren eine wesentliche Rolle. „Die betreuten Menschen schätzen das sehr“, bestätigt Viktoria Tischler, Fachgruppenobfrau der gewerblichen Dienstleister in Oberösterreich und Berufsgruppensprecherin der  Personenbetreuer. Bei älteren Menschen kann sich das Leben von einem Tag auf den anderen von Grund auf verändern. Krankheiten oder das Alter an sich machen jeden Tag zur neuen Herausforderung. Plötzlich brauchen sie für täglich anfallende Arbeiten und Tätigkeiten im Haushalt Unterstützung und schaffen vermeintlich einfache Dinge nicht mehr, die sie bisher selbst erledigen konnten. Nicht immer können in diesen Fällen Angehörige helfen und da sein. Übernehmen sie die Betreuung selbst, stoßen sie rasch an ihre Grenzen. Damit die Betroffenen trotzdem in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können, gibt es die 24-Stunden-Personenbetreuung. Die Betreuer wohnen dann bei jenem Menschen, der die Unterstützung braucht und helfen ihm rund um die Uhr. Die Kosten dafür werden vom Land Oberösterreich gefördert und sind von Betreuer zu Betreuer unterschiedlich.
LEBEN - 03.10.2011
Fotolia_18774361_Subscrip Kopie.JPG Homöopathie für die Seele
Es gibt Situationen, in denen das innere Gleichgewicht aus dem Lot gerät. Nach einem heftigen Streit oder einer Trennung. Vor einer wichtigen Prüfung oder dem Geburtstermin des ersten Kindes. Dann ist die Homöopathie oft ein guter Weg. Die sanfte Medizin aus der Natur unterstützt Körper und Seele dabei, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen.


Claudia erwartet im Herbst ihr erstes Kind. Ein Bub wird es. Und obwohl  sich die 32-Jährige nichts sehnlicher gewünscht hat, mischt sich in die Vorfreude immer mehr Angst. Je näher der Geburtstermin rückt, umso größer wird ihre Angst. Mit Hilfe der homöopathischen Medizin möchte sie das Problem in den Griff bekommen. Für Rosemarie Brunnthaler-Tscherteu ist Claudia kein Einzelfall. Die Allgemeinmedizinerin ist Landessprecherin der Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin und weiß, dass die sanften Arzneien aus der Natur nicht nur bei körperlichen Beschwerden helfen. Sie tun auch der Seele gut. „Das liegt vor allem daran, weil die Homöopathie immer ganzheitlich wirkt“, erklärt die Expertin. „Wir sehen den Menschen als Einheit, die aus Körper, Seele und Umwelteinflüssen besteht.“ Aus diesem Grund ist ein ausführliches Anamnese-Gespräch die wichtigste Grundlage für eine homöopathische Behandlung. „Ich bitte meine Patienten darum, mir immer alles zu erzählen, was ihre gesamte persönliche Situation betrifft“, betont Brunn-thaler-Tscherteu. „Wir sprechen dann nicht nur über aktuelle, sondern auch über alte Beschwerden. Nur so kann ich die entsprechende Therapie darauf abstimmen.“
In der Homöopathie wird nach dem Ähnlichkeitsprinzip behandelt. Das heißt: Beschwerden und Symptome, die für den Patienten relevant sind, müssen auch in den so genannten Arzneimittelprüfungen der Arznei am Gesunden aufgetreten sein. Damit das Mittel heilend wirkt, muss das Bild der jeweiligen Beschwerden mit dem Arzneimittelbild zur Deckung gebracht werde. Nicht selten entdecken die Mediziner dabei Zusammenhänge und psychosomatische Ursachen, die dem Patienten selbst gar nicht bewusst sind.
LEBEN - 03.10.2011
Fotolia_5138640_Subscript Kopie.JPG Brustkrebs: Vorsorge rettet Leben
Etwa 5000 Frauen erkranken in Österreich jährlich an Brustkrebs. Eine Diagnose, die niederschmettert, allerdings nicht tödlich sein muss, wenn die bösartige Veränderung des Gewebes früh genug entdeckt wird. Ein notwendiger Schritt dazu: regelmäßige Vorsorge.


Viele Frauen wollen es schon nicht mehr hören – und doch kommt man nicht darum herum: Das Wichtigste beim Thema Brustkrebs ist die Vorsorge. Je früher ein Tumor entdeckt wird, umso kleiner und besser behandelbar ist er. Deshalb sollte man bereits in jungen Jahren damit beginnen. Ideal ist es, wenn eine Frau nach dem 18. Lebensjahr einmal im Monat ihre Brust abtastet. Bester Zeitpunkt dafür ist etwa eine Woche nach der Regelblutung. „Es geht dabei vor allem darum, dass die Frau ihre Brust kennen lernt, weil sie dann auch Veränderungen leichter feststellen kann“, erklärt Peter Schrenk, Leiter des Brust-KompetenzZentrums am Linzer Allgemeinen Krankenhaus. Bei speziellen Seminaren erklärt er interessierten Frauen, wie sie ihre Brust richtig abtasten können. Mithilfe eines Plastikmodells wird gezeigt, wie sich ein Knoten anfühlt. Dass das Finden dieses Knotens schwieriger ist, als man glaubt, konnte auch die ausführende Redakteurin feststellen. Erst nach mehrmaligem Abtas-ten und Hilfestellungen konnte sie den kleinen Knoten auf-„spüren“. Mammographie: unangenehm, aber unerlässlich. Ebenso wichtig wie das regelmäßige Abtasten ist die Mammographie. Dabei wird die Brust mit einem speziellen Röntgengerät in zwei bis drei Ebenen durchleuchtet. Für eine möglichst detailreiche Aufnahme des Gewebes ist es notwendig, den Busen etwas „abzuflachen“. Das bedeutet, dass er zwischen zwei Platten gepresst wird, die Röntgenfilm und den Röntgendetektor enthalten. Empfohlen wird eine erste Mammographie im Alter von 35 Jahren. „Das ist wichtig, um ein Basisbild zu erhalten, mit dessen Hilfe man später etwaige Veränderungen einfacher feststellen kann“, sagt Oberarzt Ernst Rechberger. Er leitet das Brustgesundheitszentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz. Ab 40 Jahren sollten Frauen dann alle ein bis zwei Jahre zur Mammographie, ab dem 50. Lebensjahr sogar jährlich.
LEBEN - 29.08.2011
02.JPG Eifersucht: Die Angst vor dem Vergleich
Es ist dieses ungute Gefühl, das bleibt, wenn er sich mit seinen Freunden trifft. Oder sie mit ihren Arbeitskollegen noch etwas trinken geht. Obwohl es eigentlich keinen Grund gibt, misstrauisch zu sein. Und doch bleibt es: das bohrende Gefühl der Eifersucht. Was ist Eifersucht überhaupt? Wie bekommt man sie in den Griff? Und wann schadet sie einer Partnerschaft? DIE OBERÖSTERREICHERIN hat bei der Linzer Psychotherapeutin Irmgard Elisabeth Hauer nachgefragt.




Gehören Liebe und Eifersucht immer zusammen?Grundsätzlich muss man zwischen gesunder und krankhafter Eifersucht unterscheiden. Ein gewisses Maß an Eifersucht gehört schon dazu, weil es dem Partner zeigt, dass Interesse da ist. Und wenn die Beziehung geschützt ist – das heißt, dass Treue als unausgesprochene Vereinbarung zwischen den beiden gilt –, ist es völlig okay. Dann kann es sogar belebend sein. Problematisch wird es, wenn man den Partner einengt, ihm seine Freiräume nimmt und ihn kontrolliert. Das wird die Beziehung über kurz oder lang nicht aushalten. Wobei ich dazu sagen muss, dass die Grenzen individuell verschieden sind.Jeder kennt das Gefühl der Eifersucht – der eine mehr, der andere weniger. Warum sind wir eifersüchtig?Wenn wir eifersüchtig sind, haben wir ein Problem mit dem Vertrauen. Vertrauen ist immer der Gegenspieler von Eifersucht. Gerade in einer Beziehung wird es immer einen Teil geben, den ich nicht weiß und kenne. Damit muss ich mich abfinden und lernen, damit umzugehen. Schließlich kann ich meinen Partner nicht zu 100 Prozent kontrollieren. Vertrauen ist das Um und Auf. Das muss man schenken – und man muss Toleranz zulassen. Wenn das nicht geschieht, wird die Gefahr groß, dass der Partner gewisse Dinge heimlich macht. Damit ist auch die Grenze enger gesteckt und schneller darüber hinweggegangen. Max Frisch hat einmal gesagt, dass Eifersucht die Angst vor dem Vergleich sei. Würden Sie dem zustimmen?Ja, weil Eifersucht immer im Vergleich mit jemandem entsteht. Dabei vermutet man natürlich, das der oder die andere besser sei. Bei Frauen ist es in den meisten Fällen die Optik. Ich habe noch nie gehört, dass eine Frau gesagt hätte: Die andere ist netter. Es heißt immer, sie ist schlanker oder sieht besser aus. Männer hingegen vergleichen sich auf der Leistungsebene. Welche Ursachen kann Eifersucht haben?Oft ist es so, dass die eigene Eifersucht gar nichts mit dem Partner an sich zu tun hat. Vielmehr sind es schlechte Erfahrungen – etwa, dass man betrogen wurde oder selbst schon einmal betrogen hat –, die einen eifersüchtig machen. Manchmal geht es auch in die Kindheit zurück. Wenn etwa ein Geschwisterkind auf die Welt gekommen ist und man selbst nicht mehr die alleinige Zuwendung und Aufmerksamkeit der Eltern bekommen hat. Und dann gibt es noch eine Ursache für Eifersucht: wenn die Partner zu wenig miteinander reden.Warum kann das die Eifersucht fördern?Kommunikationsprobleme sind häufig der Auslöser von Eifersucht. Weil sie immer wieder zu Missverständnissen führen. Etwa wenn die Frau ihren Mann regelmäßig anruft, um nachzufragen, wann er abends nach Hause komme. Ihr Grund: Sie möchte wissen, ob sie gemeinsam essen können oder nicht. Er hingegen fühlt sich kontrolliert. Das hört sich jetzt vielleicht banal an, kann sich aber zu einem Problem aufschaukeln. Darum ist es auch besonders wichtig, das Gespräch zu suchen und seine Bedürfnisse oder Ängste mitzuteilen. Schließlich kann der Partner keine Gedanken lesen.
LEBEN - 29.08.2011
1.JPG Der Kuss
Nirgendwo ist die menschliche Haut so zart wie auf den Lippen, nirgendwo gibt es so viele empfindsame Tastzellen. Schon die flüchtige Berührung zweier Lippen entfacht ein Feuerwerk an Nervensignalen: In Bruchteilen einer Sekunde tauschen Küssende unbewusst Tausende Botschaften aus.



Die Lippen haben sich im Laufe der Evolution zu einem besonders wichtigen Medium der Liebe entwickelt. Wissenschaftler sind sich noch nicht einig über den Ursprung eines Phänomens, das uns so vertraut ist wie das Händeschütteln: Sie fragen sich, weshalb wir Menschen einander küssen? Was uns dazu treibt, im Laufe eines Lebens durchschnittlich 100.000-mal die Lippen eines anderen Menschen zu liebkosen?Das Saugen an der mütterlichen Brust, vermutete Sigmund Freud Anfang des 20. Jahrhunderts, verschaffe dem Baby einen derartig großen Genuss, dass sich der Erwachsene noch immer nach jener oralen Befriedigung sehne. Sein Leben lang versuche er das Verlangen mit Küssen zu stillen.Der britische Zoologe Desmond Morris stellte die These auf, die Mütter selbst hätten den Urkuss erfunden: Frauen hätten in der Frühzeit ihren Kindern das Essen vorgekaut und dann mit gespitzten Lippen eingeflößt, hätten später dann ihre Kinder durch liebevolles Küssen beruhigt und ihnen so ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt. Daraus habe sich der partnerschaftliche Kuss entwickelt, als Ausdruck für Leidenschaft und Erotik.
LEBEN - 29.08.2011
05.JPG Ein guter Start in den Tag
Es werden bunte Stifte, nagelneue Schultaschen und auch prallgefüllte Schultüten gekauft – ja, daran erkennt man, dass es mittlerweile September geworden ist und die Schule wieder losgeht. Doch wer glaubt, das sei schon alles Wichtige, was Kinder für die Schule brauchen, der täuscht: Der gesunden Jause sollte mindestens genauso viel Beachtung geschenkt werden wie der restlichen Schulausrüstung.





Immer mehr Kinder murren morgens, wenn sie frühstücken sollen. Dabei ist ein Frühstück wichtig, um gut in den Tag zu starten: „Kinder, die morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehen, haben einen großen Nachteil. Die Energiereserven sind nach der langen Nachtruhe erschöpft, weil der Körper auch nachts Energie verbraucht“, erklärt Dr. Peter Eckerstorfer, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde. Neben dem Frühstück gibt aber auch die gesunde Schuljause dem Kind die nötige Kraft und Energie, die es für einen anstrengenden Schultag benötigt. Leider steigt die Zahl derjenigen Schulkinder, die keine Jause in die Schule mitbringen bzw. keine essen, aber immer mehr an. Und obwohl dann doch viele Essen von zu Hause mitbekommen, ist diese oft zu süß und fetthaltig. Um Übergewicht und Adipositas, also Fettleibigkeit, vorzubeugen, sollten die Eltern besonderen Wert auf die gesunde Ernährung ihres Kindes legen. Diese beginnt nicht erst zu Hause, sondern bereits am Vormittag in der Schule: Im Schnitt benötigen Kinder im Volksschulalter am Tag zwischen 1000 und 1500 Kalorien. „Diese Zahl ist ein Mittelwert und hängt von der Bewegung des Kindes ab, je nachdem, wie viel es am Tag verwertet“, sagt der Kinderarzt und Ernährungsexperte. Zum Vergleich: Eine Topfengolatsche enthält im Schnitt um die 580 Kilokalorien, ein Kornweckerl mit Schinken und einem Apfel hingegen nur rund 225 Kilokalorien.......................
LEBEN - 28.06.2011
1 Kopie.jpg Wenn die Angst mit in den Flieger steigt
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Entspannung, fremde Kulturen, ferne Länder. Doch für rund 30 Prozent aller Österreicher ist der Weg dorthin eine Tortur. Sie leiden unter Flugangst.



Die Hände sind schweißnass und zittern, der Puls rast, der Brustkorb scheint immer enger zu werden – und dabei ist man noch nicht in den Flieger, sondern erst in den Wagen zum Flughafen gestiegen. Rund 30 Prozent aller Österreicher kennen dieses Gefühl. Sie leiden unter Flugangst. „Ich werde mit meinem Mann mit dem Auto nach Berlin fahren“, erzählt eine betroffene Linzerin. „Wir werden zwar mehr Zeit brauchen, aber das nehme ich gern in Kauf, wenn ich dafür nicht in einen Flieger muss.“ Dass es seit kurzem sogar eine Flugverbindung von Linz-Hörsching nach Berlin gibt, ist für sie trotzdem kein Grund, auf diese Weise zu reisen. „Ich will mir ersparen, dass ich Tage vorher schon nervös bin und schlecht schlafe – was hat das dann noch mit Urlaub zu tun?“, so die 38-Jährige.

Technik und Pilot ausgeliefert
Wenn die Horrorbilder im Kopf erst einmal kreisen, ist es tatsächlich schwierig, ruhig zu bleiben, bestätigt die Linzer Psychologin und Psychotherapeutin Irene Schneider. Sie macht regelmäßig Flugangstseminare und kennt die Ängste der Teilnehmer sehr gut. „Das größte Problem ist, dass man gar nichts mitentscheiden kann, wenn man in einem Flieger sitzt“, erklärt Schneider. „Menschen mit Flugangst fühlen sich der Technik und dem Piloten regelrecht ausgeliefert. Das kann so weit gehen, dass sie diese Situationen völlig vermeiden und gar nicht mehr in ein Flugzeug steigen.“
Die Angst besiegen kann man allerdings nur, wenn man sich ihr stellt. Sonst wird sie nur noch größer. Besser ist es, sich ganz bewusst damit zu konfrontieren.  Nicht Ziel führend sind ein Gläschen Alkohol oder Beruhigungsmittel vor und während einem Flug. „Damit ist man lediglich chemisch ruhig gestellt“, sagt Primar Michael Bach, Leiter der Psychiatrie am Landeskrankenhaus Steyr. „An der Situation an sich verändert sich nichts. Es wird auch beim nächsten Mal wieder ganz ähnlich sein, weil dadurch ein Lernprozess verhindert wird. Mit Alkohol oder Medikamenten spürt man die Angst nicht mehr und kann sie in Folge auch nicht akzeptieren und sich daran gewöhnen.“ Damit würde man das Pferd beim Schweif aufzäumen, weil man die Folgen, nicht aber die Ursachen bekämpfe.


LEBEN - 28.06.2011
FOTOLI~1 Kopie.jpg Keine Esskapaden mehr!
Es ist eigentlich das Natürlichste der Welt – essen. Aber über kaum etwas anderes wird eine derart verwirrende Wissenschaft gemacht. Kohlenhydrate machen fett, heißt es in dem einen Buch. Fünf kleine Mahlzeiten am Tag sollst du essen, rät der andere Experte. Tomaten sind sowieso das Beste und wer unbedingt fetthaltigen Käse essen möchte, der kann sich auch gleich beim Schönheitschirurgen zur Fettabsaugung anmelden. Was von alldem stimmt nun? „Nichts“, ist Dr. Tina Angleitner aus Wels überzeugt. Denn es könne keine Diät geben, die für alle gültig ist.



„Der Stoffwechsel jedes Einzelnen bestimmt das ideale Ernährungsprogramm, das daher nur individuell sein kann. Jeder Mensch ist und isst anders. Nicht nur in seinem Aussehen und seiner genetischen Veranlagung, sondern auch in seinen Ernährungsbedürfnissen“, erklärt die Expertin des Metabolic Balance-Programms nach Dr. Funfack. „Wer lange und gut leben will, sollte es unbedingt ausprobieren“, rät sie. Na gut – das machen wir doch glatt. Und so kommt es, dass fast unser gesamtes Team zur Blutabnahme in die Ordination von Tina Angleitner kommt und erst einmal eingeführt wird in die Philosophie von Metabolic Balance. Wohlbefinden, Essgewohnheiten, Gewicht und Wunschgewicht werden diskutiert und schließlich, nach einer Woche, ist er da – der ganz individuelle Ernährungsplan. Für die nächsten Wochen? Nein, für das gesamte Leben. „Metabolic Balance ist kein Abnehmprogramm mit dem man kurz mal ein paar Kilo verliert, sich dann wieder wie vorher ernährt und danach noch mehr Gewicht als am Anfang hat. Es ist ein Ernährungsprogramm für das weitere Leben. Es ist ein Stoffwechselprogramm, das den Körper wieder in sein natürliches Gleichgewicht bringen soll – und zwar unter Berücksichtigung der ganz persönlichen Gegebenheiten“, erklärt die sympathische Ärztin und Mutter zweier Kinder, die selbst von Metabolic Balance begeistert ist.

LEBEN - 30.05.2011
FOTOLI~1 Kopie.jpg Frauen an den Grill!
Sobald es draußen warm ist, sieht man sie überall: Männer mit vor Stolz geschwellter Brust, ein Bier in der einen, eine Grillgabel in der anderen Hand. Grillen ist in Österreich eben nach wie vor eine Männerdomäne. Eine junge Welserin leistet nun genüsslich Widerstand: Semi Bachiri geht in ihrer Rolle als Galionsfigur der Gegenbewegung zu „Männer an den Herd“, nämlich „Frauen an den Grill“ mit Leib und Seele auf. Bei ihren Frauen-Grill-Kochkursen hat sie schon sämtliche Frauenherzen für die Outdoorküche gewonnen.


„Frauen grillen anders“, ist die Welserin mit marokkanischen Wurzeln, Semi Bachiri, überzeugt. „Mit einer schonungsvolleren und ruhigeren Garmethode erzielen wir ein noch besseres Grillergebnis.“ Sie spricht vom neuen Freizeittrend Kochen im Freien. Dominierten früher trockene, zu Tode gegrillte Koteletts und leicht angekohlte Würstchen die Gartenpartys, so verwöhnen vor allem weibliche Grillmeister heute ihre Familie und Freunde mit leichten Gemüsegerichten, zart geräuchertem Lachs, knusprigen Pizzas, exotischen Wok-Kreationen, in der Barbecue-Methode zubereiteten Bratenstücken oder überraschenden Desserts vom Grill. Moderne Grills haben sich damit zu echten Outdoorküchen weiterentwickelt. Direkt-Grillen, Indirekt-Grillen, Barbecue und Niedrigtemperatur-Garen sind Begriffe, die sich in den letzten Jahren immer weiter verbreitet haben, bei vielen Hobbygrillern aber auch einige Fragen offenlassen. Grundsätzlich sind mit vielen modernen Grillgeräten fast alle Methoden möglich. Besonders bedienerfreundlich ist die Trichtertechnologie der Outdoorchef-Gaskugelgrills (Details dazu in der Infobox).



LEBEN - 30.05.2011
FOTOLI~2 Kopie.jpg Wenn Kinder das erste Mal verliebt sind
Das Kind wirkt seit einiger Zeit irgendwie verändert. Freunde und Schule sind unwichtig, auch das Lieblingshobby ist nur noch Nebensache. Pausenlos piepst das Handy, weil eine Sms nach der anderen eintrudelt. Es ist ein Moment, vor dem viele Eltern Bammel haben: Wenn das eigene Kind zum ersten Mal verliebt ist. Wie reagiert man richtig? Ist Nachfragen erlaubt oder soll man besser warten, bis das Kind von sich aus etwas erzählt? Wie gut sind gut gemeinte Ratschläge wirklich? Und wo geht das elterliche Interesse fließend in aufdringliche Neugierde über? Die OBERÖSTERREICHERIN hat mit Martin Pachinger, klinischer und Gesundheitspsychologe beim Kinderhilfswerk, über diese Herausforderung für Eltern gesprochen.



Wenn mein Kind zum ersten Mal verliebt ist – wie reagiert man als Mutter und Vater richtig? Viele sind ja völlig überfordert mit diesem Thema …
Am besten ist es, mit Offenheit zu reagieren und Gesprächsbereitschaft zu signalisieren. Eine gewisse Neugier ist völlig in Ordnung, allerdings sollte man nicht übertreiben und das Kind regelrecht ausfragen. Das nervt und gibt ihm das Gefühl, dass es kontrolliert wird. Auch wenn sich die Eltern zuerst einmal Sorgen machen, dass diese Beziehung möglicherweise einen schlechten Einfluss auf die schulischen Leistungen hat, oder sie sogar Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft haben, ist Zurückhaltung angesagt. Da braucht man ein bisschen Gespür und Fingerspitzengefühl.

Wie schwierig ist die Gratwanderung zwischen berechtigtem Interesse und unangebrachter Neugierde?
Man spürt sehr gut, ob man mit seinen Fragen auf Gegenliebe stößt und das Kind gern antwortet. Oft ist es ja so, dass die Kinder selbst von ihren Gefühlen überwältigt sind und voller Freude von ihrem Freund oder ihrer Freundin erzählen wollen. Als Elternteil sollte man aber darauf achten, wann es gut ist, und nicht warten, bis die Antworten patzig werden oder Widerstand kommt. Damit erreicht man nur das Gegenteil, weil sich die Kinder dann zurückziehen.

Und was ist, wenn man den Freund/die Freundin nicht ganz so passend für das eigene Kind findet?
Solange nicht Gefahr in Verzug ist – zum Beispiel in Form von Drogenmissbrauch –, sollte man sich zurückhalten. Nicht gut ist, ihn oder sie abzuwerten. Etwa mit Sätzen wie „Das wird bestimmt nicht dein letzter Freund sein“. Das ist gleichzeitig auch eine Abwertung des eigenen Kindes und verletzt es sehr. Wenn Kinder merken, dass es den Eltern nicht passt, reagieren sie nicht selten mit Trotz. Ganz nach dem Motto: Jetzt erst recht! Es wirkt wie Kitt und schweißt die Kinder oder Jugendlichen noch mehr zusammen. Das kann wiederum die Beziehung zwischen Eltern und Kind stark beeinträchtigen. Besser ist es, vorsichtig nachzufragen und dabei seine Sorgen und Gedanken zu äußern. Gleichzeitig aber zu sagen, dass die Entscheidung beim Kind selbst liegt. Feedback von den Eltern ist für die Kinder sehr wichtig und auf diese Weise empfinden sie es auch nicht als Druck.

Sollen Eltern auf ein Kennenlernen bestehen?
Bestehen nicht, aber sie können ein positives, offenes Angebot machen. Indem sie zum Beispiel sagen: Du hast schon so viel von ihm/ihr erzählt. Ich bin sehr neugierig geworden. Vielleicht mag er/sie einmal zum Essen kommen … Auch hier geht es wieder darum, Offenheit zu signalisieren. Wenn es für die Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht passt, muss man aber warten.

Wie wichtig sind gewisse Regeln – etwa, was das Weggehen oder Übernachten betrifft?
Gewisse altersabhängige Vereinbarungen sind wichtig und notwendig. Kinder brauchen das auch. Nur auf diese Weise können sie Eigenverantwortung lernen. Sie wissen nicht immer selbst, was gut für sie ist. Es ist erwiesen, dass es nicht positiv ist, wenn sie grenzen- und strukturlos aufwachsen. Dass es dabei immer wieder Widerstand gibt, ist natürlich und gehört dazu. Eltern dürfen das nicht scheuen. Sie sollen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und mit diesen Widerständen umgehen lernen.

Viele Eltern fürchten sich

vor einer ungewollten Schwangerschaft, wenn ihre Kinder im Teenageralter sind. Wie sieht es mit dem Thema Aufklärung auf?
Das ist natürlich ein Thema. Aber es sollte nicht nur darum gehen, welche Möglichkeiten es gibt, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Mindestens ebenso wichtig ist, den Kindern zu vermitteln, dass Sexualität und Beziehung zusammen-           gehören. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger oder den Moralapostel zu spielen. Durch die neuen Medien bekommen Kinder bereits sehr früh sehr viel mit. Deshalb sollte man auch mit ihnen darüber sprechen, wenn zum Beispiel am Nachmittag im Fernsehen eine Sex-Szene gezeigt wird. Man kann nachfragen, ob sie wissen, worum es da eigentlich geht. Weil ja immer öfter eine Entkoppelung von Beziehung und Sexualität stattfindet. Aus diesem Grund spielen auch die Eltern eine sehr wesentliche Rolle. Wie gehen sie mit diesem an und für sich sehr natürlichen Thema um? Was leben sie vor? Kinder lernen ja primär in der Familie, wie Beziehungsgestaltung aussieht. Und das beginnt schon lange vor ihrer ersten eigenen Beziehung.

LEBEN - 30.05.2011
FOTOLI~2 Kopie.jpg Lust oder Frust?
Am Anfang sind es zwei Magnete. Magisch ziehen sie sich an. Können nicht voneinander lassen. Die Funken sprühen, die Leidenschaft glüht, das Verlangen ist unermesslich groß. Doch dann verliert zumindest einer der beiden Magneten an Kraft, und irgendwann wird aus Lust Frust. Muss das sein? „Nein!“, sind sich Ute und Hans Giffey einig. Im Gespräch mit der Oberösterreicherin erklären sie, warum es nicht nur ganz normal, sondern auch wichtig für die Beziehung und für sich selbst ist, dass nach so viel Nähe auch wieder Distanz entsteht.




Zwei Grundbedürfnisse
Eva und Rainer sind seit mehr als zwei Jahren ein Paar. Sie wohnen bereits zusammen, reden über Hochzeit, Kinder und ewige Liebe. Eigentlich ist alles perfekt. Wenn da nur nicht die Sache mit der immer weniger werdenden Lust wäre. Dabei konnten sie doch so lange die Finger nicht voneinander lassen, kamen an manchen Wochenenden gar nicht aus dem Bett und waren sich sicher, ihre Leidenschaft würde nie aufhören.

Doch genau das tut sie – und Hans Giffey ist sogar der Meinung, das sei notwendig. „Wir haben alle zwei Grundbedürfnisse: das Bedürfnis nach Verbundenheit und das Bedürfnis nach Wachstum und Entwicklung. In der Verliebtheitsphase, also in den ersten zwei bis drei Jahren, ist das Gefühl von Verbundenheit und Zugehörigkeit sehr gut. Man will so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen und ständig Nähe spüren. Würde das aber länger andauern, würde es unser eigenes Wachstum und das Ausleben der eigenen Identität verhindern“, erklärt der Linzer Paartherapeut. Lässt man dieses Bedürfnis zu, kommt auch die Lust wieder: „Dadurch entsteht wieder Spannung – das Wechselspiel zwischen Nähe, Verbundenheit und Distanz ist wichtig für eine gute Beziehung“, sagt Ute Giffey.

Vertrauen
Margareta schlüpft unter ihre Decke und schlägt ihr Buch auf. Der Platz neben ihr im Ehebett ist leer. Hannes ist auf Geschäftsreise, er kommt erst wieder in drei Tagen zurück. Natürlich hätte Margareta sich mit ihren Freundinnen verabreden können, aber eigentlich genießt sie es auch, einmal ganz alleine zuhause zu sein und in Ruhe ein Buch zu lesen. Und dieses wunderbare Gefühl von Verbundenheit mit Hannes zu spüren, obwohl er viele Kilometer entfernt ist. Sie vertraut ihm voll und ganz. Und das obwohl ihr sehr wohl bewusst ist, dass ihn bestimmt die eine oder andere Kollegin interessiert mustern wird.
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LEBEN - 30.05.2011
Key_Visual.jpg Zauberhafte Bräune
Stundenlanges Brutzeln in der Sonne ist definitiv out. Eine dezente und vor allem gleichmäßige Bräune dagegen nicht. Zum Glück gibt es dafür Tuben und Döschen! Wie Sie zauberhafte Bräune mit Selbstbräunern und Bronzingpuder auf Ihr Gesicht zaubern und mit welchen Produkten das am besten gelingt, zeigen wir Ihnen hier.


„Betriebsanleitung“ für Selbstbräuner
•    Machen Sie zuerst ein Peeling – das befreit die Haut von abgestorbenen Zellen und vermeidet eine fleckige Verfärbung.
•    Ein weniger intensives, dafür aber umso gleichmäßigeres Ergebnis bekommen Sie, wenn Sie sich         zuerst mit Feuchtigkeitslotion eincremen – zumindest Knie, Ellbogen, Hände und Füße.
•    Tragen Sie den Selbstbräuner sparsam und zügig   auf die trockene Haut auf.
•    Für eine leichte Tönung tragen Sie den Selbstbräuner zwei- bis dreimal pro Woche auf. Für intensive Bräunung täglich.
•    Verwenden Sie für das Gesicht am besten eine Tagescreme mit Selbstbräuner.

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LEBEN - 02.05.2011
FOTOLI~1 Kopie.jpg Über Sex reden – gar nicht so einfach
Wie gerne hören wir zartes Liebesgeflüster in einem Film. Unterhalten sich zwei Menschen über Sex, finden wir es ebenso amüsant wie anregend. „Sex and the City“ war auf der ganzen Welt ein Erfolg. Vier Frauen unterhalten sich über ihren Sex. Über Sex zu reden macht Spaß und ist sinnlich.





Ein erotisches Zwiegespräch ist also durchaus lustvoll – zumindest für die anderen. Wir selbst sind nicht gewöhnt, eins zu führen. Man weiß inzwischen, dass sich in den ersten zehn Jahren einer Beziehung von Paaren der Wortschatz um 75 Prozent reduziert. Das bedeutet, dass wir uns zu Beginn – als es uns leicht fiel, alles noch unkompliziert war - noch mitgeteilt haben.
Wenn wir allerdings am Anfang nicht über unser Liebesleben, sondern ausschließlich über andere Dinge gesprochen haben, fehlt uns natürlich nicht nur die gemeinsame Erfahrung, uns über Sex auszutauschen, sondern es ist auch ungleich schwerer, jetzt damit zu beginnen. Wenn wir es versuchen, können wir damit rechnen, dass es nun ums „Problemewälzen“ geht. Und wir glauben, dass jedes Gespräch über Sex nichts anderes als Kritik an unseren Aktionen oder Unterlassungen sein dürfte. Jede Anregung wird als massive Kritik ausgelegt. Über Sex zu sprechen, ist also zumindest in der eigenen Beziehung extrem unerotisch. Und gerade weil wir das erwarten, führt solch ein Gespräch oft zum Streit, zu offenen Missverständnissen und weiteren Verletzungen. Denn nachdem wir nun so lange geschwiegen haben, hat sich viel angestaut. Wir alle kennen das, wenn man nicht gleich etwas sagt, wird es immer schwieriger.

Verletzungsgefahr
Gerade weil wir es nicht gewöhnt sind, erfordert es am Anfang ziemlich viel Mut, sich zu öffnen und die richtigen Worte zu finden. Vor allem, weil uns ja die Unzufriedenheit und nicht die Freude auf Neues treibt. Alles, was wir anfänglich vorschlagen, wird mit Sicherheit nicht nur auf Misstrauen stoßen, weil wir schließlich die Grenzen und Tabus unseres Partners berühren, sondern auch auf die ernüchternde Erkenntnis, dass unser bisheriger Sex vielleicht nicht so toll war, wie wir bislang vermittelt haben – und das bedeutet, dass unser Partner uns im Bett nicht wirklich genügt. Ziemlich schwer, was er da verdauen muss. Wir brauchen uns nur mal vorzustellen, wie das für uns wäre, wenn unser geliebter Partner, den wir keinesfalls verlieren möchten, zu uns sagt: „Das im Bett mit dir ist ja nicht so der Wahnsinn!“ Wir würden vielleicht wütend werden und uns minderwertig fühlen, unsere Männlichkeit oder Weiblichkeit anzweifeln und befürchten, dass unser Partner bald das Weite sucht. Nach außen hin würden wir uns verteidigen, dem Partner vorwerfen, dass er sexsüchtig ist, oder ihn als unersättlich beschimpfen. Was dann kommt, kennen wir alle: Verletzungen und Worte, die wir eigentlich nie aussprechen wollten.
Und trotzdem: Gerade wenn der Rausch der ersten Verliebtheit nachlässt, benötigen wir die Sprache, um uns die Lust an der Lust zu erhalten oder zurückzuholen. Beide Partner müssen mit der Enttäuschung der nachlassenden Intensität umgehen lernen. Wenn wir uns darüber nicht austauschen, entstehen nonverbale Verletzungen. Jeder bezieht den Rückgang der Lust auf sich und fühlt sich verletzt und abgewiesen. Und schnell sind wir in einer Spirale, die niemals zu entstehen bräuchte, wenn wir es schaffen würden, auch über unseren Sex zu kommunizieren.

LEBEN - 02.05.2011
ticket2love-fotolia4 Kopie.jpg Lebenslust statt Single-Frust
Er ist da! Verliebte Blicke, Händchen halten, Schmetterlinge im Bauch. Der Frühling und seine wundervollen Gefühle. Doch zum perfekten Glück fehlt „Mr. Right“. Mit ihm soll endlich alles anders werden. Anders ja, aber wird es auch besser? Bei einem Workshop begeben sich Singles ab 30 auf eine außergewöhnliche Reise zu sich selbst – weil das die beste Voraussetzung dafür ist, dass es mit dem Traumpartner doch noch klappt. Und alle, die jetzt lachen, werden es am Ende besser wissen. Versprochen!



Karin Holzinger, systemische Beraterin, und Psychotherapeutin Dorothea Sigmund sind Coaches in Liebesdingen. Gemeinsam haben sie einen Workshop speziell für Singles ab 30 entwickelt. Als Location dafür haben sie sich das Aviva-Single-Resort im wunderbaren Mühlviertel ausgesucht. Das passt, denn bereits beim Einchecken stellen die Workshop-Teilnehmer aus ganz Österreich fest: Hier sind sie mit ihrem Single-Dasein nicht alleine. Es tut gut, nicht von händchenhaltenden Pärchen umgeben zu sein, die an diesem herrlichen Frühlingstag mit der Sonne um die Wette strahlen. Die Stimmung in der kleinen Gruppe – fünf Frauen und ein Mann – ist angenehm. Obwohl bereits alle ahnen: An diesem Tag werden sie noch ihr Seelenleben und Liebesleid vor den anderen ausbreiten. Doch der Gedanke, dass man nicht alleine damit ist, eint.

Erwartungen steigen
Laut Statistik Austria leben derzeit rund 1,2 Millionen Österreicher als Single. Etwa 20 Prozent davon sind im Alter zwischen 30 und 59 Jahren. Frauen und Männer halten sich dabei die Waage. Was die Bundesländer betrifft, führt Wien die Single-Hitliste mit 33 Prozent an. Gefolgt von Niederösterreich und der Steiermark. Oberösterreich liegt im Mittelfeld. „Eindeutig ist der Zusammenhang zwischen Alter und Dauer des Single-Status“, erläutert Holzinger. „Je älter, umso länger bleibt jemand alleine.“

LEBEN - 02.05.2011
FOTOLI~1 Kopie.jpg Mit Schirm, Charme und Charisma
Sie ziehen andere in ihren Bann, sie begeistern, sie faszinieren, sie bleiben in Erinnerung – Menschen mit Charisma. Doch was ist Charisma eigentlich? Eine geheimnisvolle Gabe, die nur wenigen vergönnt ist? Oder vielmehr etwas, das jeder in sich trägt und nur nach außen gekehrt werden muss? Stil- und Imageberaterin Doris Albrecht klärt im Interview mit der Oberösterreicherin auf und zeigt, wie man schon beim ersten Eindruck überzeugt, wie man seinen Stil findet und welcher Schlüssel zum persönlichen Erfolg führt.



Café Traxlmayer in Linz. Viele verschiedene Menschen gehen hier vormittags ein und aus. Für einen Geschäftstermin, einen gemütlichen Kaffee, ein Treffen mit Freunden, ein Kennenlernen oder auch für ein Interview. Eine große, dunkelhaarige Frau sieht sich um – man kann gar nicht anders, man muss sie einfach beachten. Dieser schlichte, edle Stil, perfekt kombiniert – fast wie eine Italienerin. „Frau Bodingbauer?“, fragt sie höflich und mit selbstsicherer Stimme. Der erste Eindruck: ausgezeichnet!

Der erste Eindruck entscheidet, heißt es. Stimmt das?
Ja, und zwar in Sekunden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es beim ersten Eindruck zu circa 60 Prozent auf das äußere Erscheinungsbild, zu etwa 30 Prozent auf die Stimme und weniger als 10 Prozent auf das Gesagte ankommt. Das heißt, am Anfang sammeln wir die entscheidenden Punkte mit unserem nonverbalen Auftritt.

Welchen ersten Eindruck haben Sie von mir gerade gewonnen?
Mein Eindruck ist sehr stimmig mit dem Bild, das ich aus der Zeitschrift kenne: Diese großen Augen und die optimistische Ausstrahlung zeigen, dass Sie an vielem interessiert und offen dafür sind.

LEBEN - 25.03.2011
FOTOLI~1 Kopie.jpg Sexuelle Fantasien – Kino im Kopf
Wer sich liebt, der liebt sich auch im Bett zärtlich, sanft, kuschelig, angepasst und zuvorkommend und natürlich dem Partner zum Gefallen. So stellen wir uns die Liebe vor. Was aber, wenn man andere Sehnsüchte hat, geheime, verbotene? Obwohl man in einer wundervollen Beziehung ist? Die eigenen Fantasien können die Vorstellung von einem selbst manchmal gehörig durcheinanderbringen.


Denn oft stellt man sich Dinge vor, die man im „normalen“ Leben vermutlich gar nicht zulassen würde. Je wilder und gewagter die Fantasien sind, desto misstrauischer wird man sich selber gegenüber. Oft befürchtet man sogar, dass mit dem eigenen Charakter etwas nicht in Ordnung ist.

Fantasien wollen nicht immer verwirklicht werden
Insgeheim stellt man sich vielleicht die Frage: Bin ich überhaupt normal? Ja, denn die meisten von uns träumen von erotischen Dingen, die völlig anders ablaufen, als wir sie in unserer Realität erleben. Laut einer Studie der Universität Hamburg träumen 31 Prozent der Frauen und 58 Prozent der Männer von einem „Ménage à trois“. Aber nur 6 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer haben diese erotische Variante schon einmal ausgelebt. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft also eine Lücke – Fantasien sind eben nur Fantasien und keine Wünsche, die unbedingt nach Verwirklichung drängen.

Fantasien sind unser eigenes Kopfkino
Was in der Realität vielleicht tiefe Minderwertigkeits- und Schuldgefühle auslösen würde, ist als Fantasie durchaus anspornend. Etwa ein Drittel der Frauen haben zum Beispiel gewalttätige Fantasien. Sie wollen überwältigt werden und Verbotenes tun. Das bedeutet aber ganz und gar nicht, dass sie es auch zur Realität werden lassen wollen. Im Gegenteil. Meist genügt es völlig, diese Fantasie nur in Gedanken auszuleben, um befriedigt zu sein. In unserem Kopfkino führen wir schließlich alleine Regie. Unser Erleben können wir also selber kontrollieren und haben keine Überraschungen zu befürchten. Viele unserer Wünsche sind viel harmloser, manche deftiger. Aber immer hätten sie Konsequenzen in unserem realen Leben. Selbst eine Nacht mit einem Unbekannten im Hotel oder dem sinnlich mysteriösen Mann, der einen völlig überraschend von hinten befriedigt – als Fantasie ausgelebt können sie unsere Lust stimulieren. Und das Beste daran ist: Diejenigen, mit denen wir „es treiben“, existieren nicht wirklich.
Es ist wie in einem Actionfilm im Kino, in dem der Held gewaltige Abenteuer erlebt. Wir fühlen uns mittendrin, sind aber froh, wieder völlig unbeschadet aus dem Kino zu kommen.

LEBEN - 25.03.2011
 Kopie.jpg Kinder brauchen Regeln
Schauplatz Straßenbahn. Ein Dreikäsehoch streckt seiner Mutter die Zunge entgegen, als sie ihn höflichst bittet, ruhig zu sitzen, anstatt ihr ständig seinen Fuß gegen ihr Schienbein zu knallen. „Mag ich aber nicht“, sagt der Kleine trotzig. Eine ältere Dame schüttelt den Kopf. „Die Kinder von heute! Nein, so etwas hätte es früher nicht gegeben.“ Und tatsächlich. Wer Kinder und ihre Eltern beobachtet, stellt sich meist schon bald die Frage: „Wer erzieht hier eigentlich wen?“



Kein Wunder also, dass der Alltag mit Kindern immer schwieriger wird. Doch zurück zum autoritären Erziehungsstil? Nein, das sei auch keine Lösung, ist Heil- und Sozialpädagogin Sandra Wiesinger von der Landes-Nerven-Klinik Wagner Jauregg überzeugt. Kindern absolute Freiheit zu geben, halte sie ebenso für falsch. „Kinder brauchen Regeln. Regeln geben Orientierung und bieten Sicherheit, sie schaffen Verlässlichkeit und Vertrauen. Sie sind wichtige Wegweiser durch den Alltag“, erklärt sie. Regeln aufzustellen und bestimmt einzufordern, bedeute aber keineswegs Macht und Autorität. Doch wie bringt man Kinder dazu, sich an Regeln zu halten? Im Gespräch mit der Oberösterreicherin erzählt Sandra Wiesinger, wie der Alltag mit Kindern erleichtert werden kann und warum Kinder keine Kumpels, sondern klare Leitfiguren als Eltern brauchen und wollen.

Caroline, 8 Jahre, macht, was sie will. Immer wieder provoziert sie ihre Mutter, testet aus, wie weit sie gehen kann – und sie kann sehr weit gehen. Viel zu weit, denn Grenzen kennt Caroline nicht. Nein, so ist sie nicht geboren. So wurde sie erzogen. Ihre Mutter ist überaus liebevoll, fürsorglich und will ihrer Tochter ein sorgenfreies Leben bieten. Caroline soll es besser haben als sie selbst als Kind. Sie erlebte ihre Kindheit mit viel Macht und Herrschsucht, mit Bestrafungen, wenn Regeln nicht eingehalten wurden. So etwas tut sie ihrem Kind bestimmt nicht an!


LEBEN - 01.03.2011
 Kopie.jpg Guter Sex ist ... für jeden etwas anderes
Sie kennen das wunderbare Kinderbuch „Das kleine Ich bin ICH“ von Mira Lobe? Seit der Erstauflage vor 40 Jahren haben schon unzählige Kinder und Erwachsene mit diesem kleinen bunten Tier auf der Suche nach seiner Identität Bekanntschaft gemacht. Jeder von uns trägt das einzigartige kleine bunte Tier in sich. Auf der spannenden Reise durchs Leben entdecken wir immer wieder neue Aspekte unseres „Ichs”. Das gilt auch für die sexuelle Identität.
„Das kleine Ich bin ICH“ erzählt die Geschichte des kleinen bunten Tieres, welches sich des Lebens freut und munter durch den Tag schreitet. Es ist mit sich und seiner Welt zufrieden. Ein daherhüpfender Laubfrosch stört den Frieden, indem er das Tier fragt, wer es denn sei. Es weiß keine Antwort darauf und beschließt, sich auf die Suche zu machen, um herauszufinden, wer es ist. Auf seiner langen Reise begegnet es vielen verschiedenen Tieren. Irgendwie finden sich zu allen Ähnlichkeiten, aber es ist keins dabei, das genauso ist wie das kleine bunte Tier. Ist es denn wirklich „nur ein kleiner Irgendeiner“? Es erfährt auf seiner Suche Zurückweisung, Spott und Unfreundlichkeit, aber auch Hilfsbereitschaft und Wohlwollen. Am Ende des Weges kann das Tier sich selbst die Antwort geben: „Ich bin ich, es gibt mich nur einmal und genauso wie ich bin, ist es gut.“

Jeder hat  eine eigene Geschichte
Wir unterscheiden uns von anderen durch unser Elternhaus, unsere Erziehung, unsere Kindheit und die ersten sexuellen Erfahrungen. Wir gehören einer bestimmten Kultur an, bevorzugen eine bestimmte Religion und haben eine feste Meinung zur Politik. Wir gehen einem eigenen Beruf nach, haben Hobbys, Freunde und Lieblingsmahlzeiten. All das und tausend andere Dinge haben uns geprägt. Natürlich auch unsere Vorstellung von dem Sex, den wir haben wollen.

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LEBEN - 01.03.2011
_Subscrip Kopie.jpg Hosenbund, Gürtel und Bewusstsein erweitern
Die Fastenzeit steht vor der Tür. Früher verzichteten die Menschen aus religiösen Gründen 40 Tage lang – von Aschermittwoch bis Ostern – auf leibliche Genüsse. Mittlerweile steht bei den meisten Fastenden die körperliche wie auch die seelische Reinigung im Vordergrund. DIE OBERÖSTERREICHERIN hat mit Ganzheitsmediziner Rüdiger Dahlke, der seit Jahren als Fastenguru gilt und zahlreiche Bücher zu diesem Thema verfasst hat, gesprochen. Im Interview erzählt er, wie man richtig fastet, worauf man sich beim ersten Mal gefasst machen sollte und warum Fasten nicht immer mit Entbehrungen verbunden ist.



Warum ist Fasten mehr als bloße Gewichtsreduktion?
Weil es zu einer tiefgehenden Reinigung des Körpers, aber eben auch der Seele führt und obendrein den Geist klärt. Das ist wohl auch der Grund, warum Fasten früher in allen großen Religionen üblich war, auch in unserer christlichen.

Wie wichtig ist neben der körperlichen Entschlackung auch die Reinigung des Geistes?
Mir ist das ein großes Anliegen, weil ich den Geist insgesamt für mindestens so wichtig wie den Körper halte. Auch die Seele hat enorm viel von bewusstem Fasten. Dabei soll eben neben Hosenbund und Gürtel vor allem auch das Bewusstsein weiter werden.

Sie gelten als Fastenguru. Ihr neuester Ratgeber „Fasten – Das 7-Tage-Programme“ ist eben erst erschienen. Wie sind Sie zum Fasten gekommen? Was überzeugt Sie persönlich?
Ursprünglich habe ich in einem indischen Ashram das erste Mal gefastet und dann erst erstaunt festgestellt, was für eine lange und verlässliche christliche Fastentradition wir selbst haben. Für mich als Arzt ist immer wieder – und sogar noch nach mehr als 30 Jahren Fasten-Betreuung –  berührend, wie tief die reinigende Wirkung auf allen drei Ebenen geht. Ich habe die erstaunlichsten Heilungen beim Fasten erlebt – bei Rheuma und Typ-II-Diabetes sogar regelmäßig, aber auch bei vielen anderen Problemen. Der Blutdruck kommt herunter, das Aussehen wird besser und die Abwehr nimmt zu. Vor allem besteht danach auch die Chance, beim Essen einen Neuanfang zu schaffen.

LEBEN - 01.02.2011
Fotolia 1.jpg Gehen oder bleiben?
Sie kann ganz plötzlich kommen. Das Herz gebrochen, der Schmerz so bitter, dass Vergeben unmöglich scheint. Oder aber sie kommt schleichend. Immer mehr Enttäuschungen, immer weniger Gefühle, bis irgendwann eine Leere da ist, die sie langsam, aber sicher aufkommen lässt. Die Frage: „Sollen wir zusammenbleiben oder ist das das Ende unserer Liebe?“





Das Leben bringt uns immer wieder Wegkreuzungen, an denen wir entscheiden müssen, welche Richtung wir einschlagen. Wenn sich die Frage stellt, den Weg gemeinsam oder alleine weiterzugehen, dann ist die Entscheidung ganz besonders schwierig. Schade, dass uns die Antwort niemand abnehmen kann. Schade, dass es keinen Wegweiser gibt, der uns anzeigt „Richtig“ oder „Falsch“. Aber es gibt Ratgeber, die uns helfen können, die Antwort finden zu können. Imago-Therapeuten Ute und Hans Giffey sind solche Ratgeber. Immer wieder kommen Paare zu ihnen, die nicht mehr weiterwissen. Die vor der großen Entscheidung stehen: gehen oder bleiben? Im Interview mit der Oberösterreicherin zeigen sie, wann es sich lohnt, für die Liebe zu kämpfen und wann eine Beziehung definitiv einen Schlussstrich braucht.

Warum taucht die Frage plötzlich auf: „Gehen oder bleiben?”
Hans: Häufig sind Affären die Auslöser dafür. Die Ursachen findet man aber im Beziehungsraum – da sind sie meist schon früher, als man sie tatsächlich wahrnimmt.
Ute: Wenn der Beziehungsraum verletzt wurde, tragen beide die Verantwortung dafür. Die Frage ist: Was hat gefehlt, welche Sehnsüchte wurden nicht erfüllt? Jeder Mensch hat fünf Grundbedürfnisse: gesehen werden, gehört und verstanden werden, berührt werden, Wertschätzung und Anerkennung erfahren und sowohl Sehnsucht nach Sicherheit als auch nach Freiheit. Fühlt man sich vom Partner also ständig missverstanden, nicht wirklich wahrgenommen, bekommt man zu wenig Anerkennung, viel Kritik oder gibt es nur noch Forderungen statt Bitten, dann beginnt der Beziehungsraum zu verdörren.

LEBEN - 01.02.2011
Depression-fotolia.jpg Raus aus dem Stimmungstief
Die Tage werden wieder länger. Doch bei vielen Menschen ist die Stimmung immer noch auf dem Nullpunkt. Sie sind deprimiert, lachen wenig und sehen alles pessimistischer als nötig. Das trübe Wetter und fehlendes Sonnenlicht drücken aufs Gemüt. Wir haben mit Ganzheitsmediziner Rüdiger Dahlke unter anderem darüber gesprochen, wie man sich vor saisonalen Stimmungsschwankungen schützen kann und woran man erkennt, dass es sich um eine echte Depression handelt.



Warum sinkt bei so vielen Menschen in dieser Jahreszeit die Stimmung auf den Nullpunkt?
Das lässt sich auf zwei Ebenen beantworten. Zum einen erinnern uns Herbst und Winter seelisch an das Ende des Jahres und damit auch des Lebens. Wer Probleme mit Abschiednehmen und Loslassen hat, wird diese jetzt auch verstärkt erleben. Da das Thema Sterben häufig verdrängt wird, sind bei uns sehr viele davon betroffen.
Zum anderen gibt es eine biochemische Erklärung, die wissenschaftlich gesichert ist. Wenn die Tage kürzer werden und damit das Licht abnimmt, verbraucht unser Organismus mehr Serotonin. Daraus muss er Melatonin, das Hormon der Nacht, herstellen. Serotonin ist aber unser Wohlfühlhormon. Das bedeutet, dass ein Mangel auch Stimmungseinbrüche mit sich bringt. Das ist der Grund, warum so viele Menschen in dieser Zeit verstärkt zu Schokolade und Süßigkeiten greifen, die ihnen ein wenig L-Tryptophan, den Ausgangsstoff der Serotonin-Synthese, liefert. Viel schlauer wäre es, sich morgens nüchtern einen Esslöffel der Rohkost-Mischung „Take me“ zu genehmigen. Diese „Glücksnahrung“ sichert den Serotonin-Bedarf auf natürliche und vollwertige Weise. Mit diesem medizinisch ausgesprochen gesunden Trick habe ich schon häufig erlebt, wie sich Herbst-Winter-Depressionen gebessert haben und andere im kommenden Jahr überhaupt verhindert wurden.

Welche Anzeichen dafür gibt es?
Das ist natürlich vor allem die deprimierte Stimmung. Dinge, die bisher anmachend wirkten, machen dem Betroffenen keinen Spaß mehr. Er sieht keinen oder immer weniger Sinn in  geforderten Tätigkeiten. Am Morgen geht es besonders schlecht. Auch Schlafstörungen können dazu kommen.



LEBEN - 01.02.2011
Fotolia_01.jpg Wo geht’s hier zum Ziel?
Warum kommen wir manchmal einfach nicht ans Ziel? Irgendwann am Weg dorthin geht uns die Luft aus, die Motivation ist verschwunden, die Energie verbraucht. Führungskräftecoach August Höglinger erzählt im Gespräch mit der Oberösterreicherin, wie aus Vorsätzen Taten werden, wann Ziele erreichbar sind und woraus wir neue Energie schöpfen können.




„Beweg deinen Arsch und geht jetzt endlich laufen“, sagt der Verstand. „Du warst doch eh den ganzen Tag unterwegs, ruh dich lieber ein bisschen aus“, sagt eine innere Stimme, die oft ziemlich laut werden kann. „Du hast dir zu Silvester fest vorgenommen, endlich drei Kilo abzunehmen, jetzt halt dich dran.“ „Ja, aber morgen kannst du immer noch damit anfangen. Du bist heute einfach zu müde, da macht es doch keinen Sinn, dich zu quälen.“
Neues Jahr, neues Glück – denken wir und stellen euphorisch Vorsätze auf und sind so unglaublich guter Dinge, dass im neuen Jahr alles besser wird. Und dann? „Dann scheitern wir meist“, weiß August Höglinger. Auf unterschiedliche Weise, denn jeder habe eine andere Herangehensweise an Ziele. „Manche schießen einfach irgendwohin und hängen anschließend die Zielscheibe dorthin. Sie behaupten dann, getroffen zu haben. Wer hingegen zuerst die Zielscheibe hinhängt und dann schießt, wird bei der Kontrolle bemerken, dass man nur sehr selten zu 100 Prozent sein Ziel erreicht.“ Und das führe schließlich zu dem Gefühl, man sei gescheitert. Ein frustrierendes Gefühl.

LEBEN - 29.11.2010
02.jpg Langsam wochs ma z’samm
Eins plus eins ergibt zwei. Das weiß jedes Kind. Und oft werden daraus irgendwann drei, dann vier und manchmal auch mehr. So wächst eine klassische Familie. Aber was, wenn eins plus eins plötzlich fünf ergibt? Dann spricht man von einer sogenannten Patchworkfamilie.






Von denen gibt es übrigens immer mehr in Österreich. Wobei Familientherapeut Rolf Sauer nicht ganz glücklich ist mit dem Begriff Patchwork – ist so eine Familie doch so viel mehr als ein zusammengeflickter Teppich. Und vor allem so viel komplizierter. Im Interview mit der Oberösterreicherin erzählt der Leiter von beziehungleben.at, welche Grundregeln das Zusammenleben von Stieffamilien einfacher machen, welche Erwartungen zu hoch sind und wie die Liebe trotzdem eine Chance hat.

Patchwork ist eine Technik der Textilgestaltung, bei der kleine oder größere Stücke aus verschiedenen Stoffen zusammengeflickt werden. Ist es ein langer, schwieriger Weg, bis zwei Familien zusammengeflickt werden?
Ein schwieriger Weg, ja. Lange muss er nicht unbedingt dauern. Das hängt davon ab, wie sehr die Kompliziertheit akzeptiert wird. So eine Familie ist ein sehr komplexes Gebilde, darum kann ich mich mit dem Namen Patchworkfamilie nicht ganz anfreunden. Der Unterschied zu einem Patchwork ist der, dass bei zusammengefügten Familien kein fertig zusammengestückeltes Stück entsteht, sondern dass für jeden Einzelnen die Außengrenzen anders aussehen. Das heißt, jedes Mitglied rechnet andere Personen zur Familie dazu. Und deswegen ist es kein abgeschnittenes Werkstück, sondern ein komplexes System. Ich spreche lieber von einer Zweikernfamilie. Für die Kinder ist es ja so, dass nach einer Trennung ein Teil der Familie rund um die Mutter und ein anderer um den Vater besteht. Und die Kinder haben Zugehörigkeit zu beiden Familienteilen. Wenn die Erwachsenen das auch respektieren, dann ist das eine gute Voraussetzung dafür, dass eine zusammengesetzte Familie gut gelingen kann.

Wie kann man diesen Respekt ausdrücken?
Ein Beispiel: Eine geschiedene Mutter mit zwei Kindern findet einen neuen Partner. Respekt zeigt sie, indem sie den Kindern einen guten Kontakt zu deren leiblichen Vater ermöglicht und fördert. Auch wenn die Eltern nicht mehr zusammen wohnen, sollten beide Elternteile akzeptieren, dass die Kinder ihre Wurzeln auch dort haben.
LEBEN - 29.11.2010
FOTOLI~2.JPG Was sagt Ihr Bauch?
Fünf Äpfel am Tag seien das Nonplusultra für die Gesundheit. Schreibt eine Zeitung. Und schon stopfen wir uns mit der süßen Frucht voll. Laufen sei schädlich für die Gelenke – haben wir irgendwo gehört. Also lassen wir das lieber. Alles spricht dafür – also unterschreiben wir den Vertrag - obwohl wir im Bauch so ein komisches Gefühl spüren. Nach 15 Uhr nichts mehr zu essen, das sei das Schlankheitsgeheimnis der besten Freundin. Nun gut, dann gehen wir eben auch mit knurrendem Magen schlafen! Aber warum hören wir eigentlich immer auf andere? Und vertrauen viel zu wenig uns selbst?



Petra ist unschlüssig. Soll sie den Job annehmen oder nicht? „Die Arbeit, die du jetzt machst, ist doch toll. Warum willst du riskieren, dass dir der neue Job vielleicht gar nicht so gut gefällt?“, sagt ihr Mann. „Die Medienbranche ist so ein unsicheres Metier. Lass das lieber!“, warnt sie ihre Mutter. „Du musst am Anfang sicher viele Überstunden machen. Aber denk doch dran, du hast zwei Kinder“, gibt ihre Freundin zu bedenken. „Einerseits wäre das genau die Aufgabe, die ich immer schon machen wollte. Andererseits ist im neuen Job halt alles neu. Vielleicht können mich die neuen Kollegen gar nicht leiden“, denkt Petra. Aber wen kann sie tatsächlich fragen, um diese Entscheidung zu treffen? „Ihren Bauch!“, ist Alexander Haller, Trainer der Silva-Methode, überzeugt. „Im Grunde kann uns bei solchen Entscheidungsfindungen nur einer nützlich sein, nämlich wir selbst mit unserem Bauchgefühl und unserer Intuition.“ Dabei gibt ihm die Wissenschaft Recht. Wissenschaftliche Untersuchungen von Professor Gigerenzer vom Max-Planck- Institut in Berlin haben gezeigt, dass Menschen, die auf ihr Bauchgefühl hören und auf Ihre Intuition vertrauen, sehr viel bessere Entscheidungen treffen als Menschen, die einzig auf ihr rationales Denken vertrauen. „Wenn wir bewusst über Dinge nachdenken, geben wir der Ratio und unserem gerade abrufbaren Wissen den Vorzug. Was wir also gerade bewusst erfahren haben, wird in den Vordergrund gestellt. Wenn wir unserer Intuition vertrauen, werden sehr viel mehr Dinge ins Kalkül gezogen – es werden unbewusst alle Aspekte in die Entscheidungsfindung eingeflochten“, weiß Alexander Haller, der die Silva-Methode im Institut Haller in Steyr lehrt.

LEBEN - 29.11.2010
Grippe-fotolia.jpg Grippe-Viren im Anflug
Winterzeit ist Erkältungszeit. Das Immunsystem läuft auf Hochtouren, um den Körper gegen Viren zu schützen. Wir haben mit Experten gesprochen, wie man das Ansteckungsrisiko minimieren und die körpereigenen Abwehrkräfte stärken kann. Außerdem klären wir den großen Irrtum auf, warum Zitrusfrüchte in der kalten Jahreszeit nicht die besten Vitamin-C-Lieferanten sind.





Der Hals kratzt, die Nase läuft, man fühlt sich müde und schlapp: Nicht selten ist bei diesen Symptomen ein grippaler Infekt im Anmarsch. Fälschlicherweise oft auch als Grippe bezeichnet, ähnelt diese Erkrankung einer starken Erkältung. „Ein grippaler Infekt tritt weitaus häufiger auf als eine echte Grippe, die so genannte Influenza“, erklärt Primaria Petra Apfalter, Leiterin des Institutes für Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin am Krankenhaus der Elisabethinen Linz. „Die Symptome – verstopfte oder laufende Nase, trockener Husten, Schmerzen im Rachen sowie erhöhte Temperatur – entwickeln sich über mehrere Tage, während eine Grippe sehr plötzlich beginnt. Diese verläuft auch sehr viel stärker und  man fühlt sich richtig krank.“
Die Grippe-Symptome treten von einem Moment auf den anderen auf: Der Patient bekommt hohes Fieber, Schüttelfrost und heftige Kopfschmerzen, die nicht selten von Übelkeit oder Durchfall begleitet werden. Im Gegensatz zum grippalen Infekt, der meist nach sieben bis zehn Tagen ausgestanden ist, dauert eine Grippe sehr viel länger. Selbst nach der akuten Krankheitsphase fühlt man sich noch lange schwach und abgeschlagen.

Antibiotika wirken nicht
Ausgelöst werden beide Erkrankungen durch Viren. Was zur Folge hat, dass eine Behandlung mit Antibiotika nicht anschlägt. „Die Meinung, dass Antibiotika bei allen Infektionen wirksam ist, ist falsch, denn sie wirken nur gegen Bakterien“, sagt Apfalter. Der beste Schutz sei eine rechtzeitige Impfung gegen Grippe. „Auf diese Weise kann man vorsorgen, um nicht zu erkranken oder zumindest den Verlauf der Krankheit zu mildern“, so die Medizinerin. Besonders empfehlenswert sei eine Impfung für alle, die in öffentlichen Betrieben arbeiten oder mit vielen Menschen zusammenkommen, Kleinkinder unter zwei Jahren und Erwachsene, die älter als 60 Jahre sind. Für jene, die unter Spritzenangst leiden, gibt es heuer eine neue Applikationsform. Mit einer so genannten Mirko-Pen, wie man sie von Diabetes-Patienten kennt, wird der Impfstoff in die Haut injiziert. Nadel ist dabei keine sichtbar.
„Ich fürchte allerdings, dass sich in diesem Jahr viele nicht impfen lassen werden“, meint Apfalter. „Durch den relativ milden Verlauf der Schweinegrippe, die im Vorjahr für anfängliche Hysterie und Diskussionen gesorgt hat, sind viele Menschen der Meinung, dass das nicht notwendig ist. Allerdings kann man im Vorhinein nie sagen, wie sich ein Virus entwickeln und sich eine Grippe-Epidemie auswirken wird.“
Besondere Vorsicht gilt bei Säuglingen, deren Atemwege sehr eng sind. Tritt eine Entzündung auf – etwa bei einem grippalen Infekt –, können diese zuschwellen und für massive Atemprobleme sorgen. Hier sollte sicherheitshalber der Kinderarzt kontaktiert werden.

LEBEN - 04.11.2010
Schoko_03.jpg Die süßeste Verführung …
… seit es Geschmacksnerven gibt: Schokolade. Doch was macht sie so verführerisch? Wie genießt man sie am besten? Ist Bitterschokolade tatsächlich gesünder? Hat Schokolade mit Käsearoma überhaupt eine Berechtigung? Und macht Schokolade wirklich glücklich? Wir sind dem Geheimnis Schokolade auf den Grund gegangen und haben die Schokoladeexperten des Landes befragt. Und natürlich die leckersten Rezepte für Sie herausgesucht.




Schokolade ist ein kakaohaltiges Lebens- und Genussmittel. Sagt das Lexikon. Das ist eine maßlose Untertreibung! Schokolade ist so viel mehr. Sie ist ein Liebesbeweis – in Form von süßen Herzen. Sie ist ein Dankeschön-Bekenntnis in Form von Pralinen. Und ja, manchmal ist sie auch ein Trostspender. Natürlich ist das ernährungstechnisch gesehen eine Sünde. Aber so ist das nun mal.  Lässt man so ein köstliches Stückchen Schokolade auf der Zunge zergehen, kann man an nichts anderes mehr denken. Und gönnt man sich eine ganze Tafel, weiß man nicht mal mehr wo man ist. Doch einmal abgesehen von Ausnahmesituationen, ist Schokolade vor allem eines: Das beliebteste Genussmittel der Welt. Thomas Kibler von Frucht und Sinne spricht sogar von einem geschmacklichen Feuerwerk. Recht hat er, nicht wahr?
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Rezepte
Schokocookies
Zutaten für etwa 12 große Kekse
150 g Mehl / ½ TL Backpulver / 25 g Kakaopulver / 1 Msp Salz /
je 50 g weiße und dunkle Shokotropfen oder –streusel (oder grob gehackte Schokolade) / 75 g weiche Butter / 75 g feiner Rohrzucker /
75 g feiner Rohzucker, gesiebt / 1 großes Ei / ½ TL Vanilleextrakt
ein Backblech, mit Backpapier ausgelegt

Zubereitung
1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
2. Mehl, Backpulver, Kakao und Salz zusammen in eine Schüssel sieben, die Schokotropfen untermischen, beiseite stellen.
3. Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührgerätes schaumig schlagen. Ei und Vanilleextrakt einrühren. Nach und nach die Mehlmischung unterheben.
4. Für jeden Keks 1 gehäuften EL Teig auf ein Blech setzen und mit dem Löffelrücken auf etwa ½ cm flach drücken. Für kleinere Kekse die halbe Teigportion nehmen und nicht flach drücken. Es werden etwa 6 Kekse auf ein Blech passen. Nach Geschmack mit zusätzlichen Schokotropfen oder gehackter Schokolade bestreuen.
5. 10 bis 12 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Die abgehkühlten Kekse kann man in einer luftdicht schließenden Dose einige Tage aufbewahren.
LEBEN - 04.11.2010
FOF521~1.JPG Das Geheimnis der Treue
Wie viele Herzen gibt es wohl, die wegen Untreue gebrochen sind? Wie viele Beziehungen sind daran gescheitert? Zu viele. Da stellt sich die Frage: Gibt es sie überhaupt, die ewige Treue? „Ja“, sind sich Imago-Paartherapeuten Ute und Hans Giffey einig. Der Oberösterreicherin verraten sie die 7 Geheimnisse der Treue.




1
Definieren Sie Ihre persönliche Treue
Treue ist nicht gleich Treue – das kann für Paare sehr unterschiedlich sein. Bestimmen Sie also: Was ist für uns Treue? Wie leben wir diese Treue? Wo beginnt die Gefahr der Untreue, die unsere Beziehung gefährden kann? Für manche beginnt Untreue schon im Kopf, für andere bedeutet Treue etwas ganz anderes. Wichtig ist, dass man als Paar einen gemeinsamen Nenner findet, wo sich beide verstanden und akzeptiert fühlen.

2
Erkennen Sie Ihre Bedürfnisse
Oft machen wir den Fehler, uns an den Partner völlig anzupassen. Unbewusst stecken wir unsere eigenen Bedürfnisse immer mehr zurück, bis wir eines Tages – oft erst nach 25 Jahren – frustriert aufwachen und ein extremes Freiheitsbedürfnis spüren. Machen Sie sich also zuerst auf die Suche nach Ihren eigenen Bedürfnissen: Was ist Ihnen wichtig im Leben, was macht Sie glücklich? Machen Sie nicht Ihren Partner dafür verantwortlich, wenn Sie unzufrieden sind. Erst wenn Sie Ihre Bedürfnisse und Wünsche erkannt haben, können Sie diese Ihrem Partner mitteilen. Hans Giffey bezeichnet das wie eine kleine Inventur: Man prüft gegenseitig die Bedürfnisse und erzählt sich, was einem wichtig ist.
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LEBEN - 04.11.2010
essen-fotolia.jpg „Wir sollten überwiegend vegetarisch leben“
Mal heißt es, Olivenöl ist das Beste, das man seinem Körper zuführen kann. Dann wieder ist es Rapsöl, weil es angeblich die bessere Komposition essenzieller Fettsäuren besitzt. Erhöhen Hühnereier den Fettspiegel im Blut oder nicht? Ist Butter gesünder für den Körper oder doch Margarine? Mal bewahrt Rotwein vor Herzinfarkt, dann ruft er Brustkrebs hervor … Die Liste von Mythen und Irrtümern rund um Ernährung ist lang. Immer mehr Menschen sind verunsichert. Woran man sich orientieren und wie man sich tatsächlich ausgewogen und gesund ernähren kann, darüber haben wir mit Ganzheitsmediziner Rüdiger Dahlke gesprochen.




Sie beschäftigen sich schon lange mit gesunder Ernährung und haben bereits mehrere Bücher zu diesem Thema verfasst. Was kann man glauben und demnach auch befolgen – und was sollte man eher mit Vorsicht genießen?
Tatsächlich ist die Verunsicherung bei vielen Menschen groß. Gesundes Misstrauen ist heute mehr als angebracht. Es wird sehr viel Geld mit Ernährung und Nahrungsergänzung verdient und darin liegt auch die Gefahr der Manipulation. Tatsächlich haben wir seriöse Studien, die belegen, dass Milch das Verkehrteste ist, was man bei Osteoporose-Gefahr zu sich nehmen kann - Kalzium hin oder her. Aber die Milchwirtschaft wird natürlich weiter auf ihrer Schiene bleiben. Heute gibt es auch massive Hinweise und verlässliche Studien, die den Fleischkonsum mit Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkten und Krebs in deutlichen Zusammenhang bringen, aber die Fleischindustrie wird mit großem Aufwand dagegenhalten.
Ich empfehle eine artgerechte Ernährung mit vollwertigen Produkten, die dem eigenen Typ entspricht. Artgerecht bedeutet, anzuerkennen, dass der Mensch von seinem Gebiss und Verdauungstrakt eindeutig mehr Pflanzen- als Fleischfresser ist. Wir sollten also ganz überwiegend vegetarisch leben, was auch alle großen Studien als deutlich gesünder und das Leben verlängernd ausweisen. Leider schaut die österreichische Wirklichkeit genau umgekehrt aus. Bei uns werden große Fleischlappen mit Beilagen gegessen.

Kann es sein, dass viele Menschen vor lauter Ratschlägen gar nicht mehr wissen, was gut für ihren Körper ist? Gibt es so etwas wie einen natürlichen „Ess-Instinkt“? Sollte man auch beim Essen im wahrsten Sinne des Wortes wieder mehr auf seinen Bauch hören?
Von solch einem natürlichen Ess-Instinkt bin ich überzeugt und spüre ihn auch bei mir, aber bei den meisten modernen Menschen ist er offenbar im Laufe von Jahrzehnten verschüttet worden. Die beste Möglichkeit, ihn wieder zu beleben, ist eine Fastenwoche, wie ich sie seit Jahren im Frühjahr und Herbst in Pichl bei Schladming anbiete. Dabei kann sich der Organismus in der Regel so weit regenerieren, dass die eigenen Instinkte wiederbelebt werden. Danach kann das Bauchgefühl wieder besser funktionieren und uns helfen, das für uns Richtige zu finden.
Im Groben können sich viele noch auf ihr Bauchgefühl und ihr Herz verlassen. Sie brauchen nur einem Kalb in die Augen zu schauen und sich zu fragen, ob sie Lust haben, es zu schlachten und zu essen. Über solche Übungen könnten viele zu einem artgerechten, das heißt überwiegend vegetarischen Leben zurückfinden.


LEBEN - 29.09.2010
schlafen Kopie.jpg „Schlaf ist die bessere Hälfte des Lebens“
Man wälzt sich von einer Seite auf die andere, tausend Gedanken geistern durch den Kopf, immer wieder wandert der Blick auf den Wecker und je intensiver man versucht, einzuschlafen, umso weniger gelingt es. Warum gesunder Schlaf so wichtig ist und für viele Menschen trotzdem als verlorene Zeit empfunden wird, erklärt Ganzheitsmediziner Rüdiger Dahlke im Gespräch mit dem Magazin DIE OBERÖSTERREICHERIN. Außerdem gibt er wertvolle Tipps, wie die ideale Schlafumgebung aussehen sollte und wie man besser einschlafen kann.
Wann ist die beste Zeit, um ins Bett zu gehen? Ist das bei jedem Menschen unterschiedlich?
Früh wäre gesund im Sinne des Schlafes vor Mitternacht. Als so genannter Naturschlaf wurde sogar schon empfohlen, vor 20 Uhr zu Bett zu gehen, was natürlich einen fast asozialen Faktor ins Leben bringt, auch wenn es gesund ist. In Natursituationen gehen wir aber auch früh ins Bett und stehen mit Sonnenaufgang wieder auf, etwa in der Wüste, im Dschungel, auf den Bergen oder dem Meer. Tatsächlich zeigt die praktische Erfahrung, dass es Lerchen und Eulen gibt, also Frühaufsteher und Nachteulen, wobei erstere insgesamt besser dran sind. Insofern kommt da immer auch eine individuelle Komponente mit ins Spiel. Andererseits spricht man aber vom Schönheitsschlaf vor Mitternacht. Auch da ist etwas dran. Und wer das mit seinem Lebensablauf vereinbaren kann, ist mir frühem Zubettgehen sicher gut beraten.  

Wie viele Stunden Schlaf braucht der Mensch grundsätzlich?
Das ist wirklich ganz individuell. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton soll nur vier Stunden schlafen, George W. Bush aber zwölf und die Ergebnisse sind ja bekannt.
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LEBEN - 29.09.2010
Erziehung_02.jpg Machen Sie Ihr Kind stark!
Vertrauen, Begeisterung, Aktivität und Verantwortung – das sind die vier Kernkompetenzen, damit Kinder sich gut entwickeln können und zu einem glücklichen Menschen werden.
So winzig kleine Hände! So riesengroße Augen, die erwartungsvoll gucken, als würden sie fragen: Was hält das Leben wohl für mich bereit? So ein süßer Mund, so ein niedlicher Bauch. Und dann die Frage: Wie wird aus so einem hilflosen, kleinen Wesen einmal eine selbstbewusste, verantwortungsvolle Persönlichkeit? Wie kann ich als Vater oder Mutter dieses einzigartige Kind dabei unterstützen? „Sehr“, weiß Cornelia Nitsch, Autorin des Buches ‚Wie aus Kindern glückliche Erwachsene werden’. Sie spricht von vier Kernkompetenzen für eine optimale Entwicklung. Wobei nicht die Gene vorrangig für die Entwicklung dieser Fähigkeiten verantwortlich sind, sondern die Umgebung, wo das Kind aufwächst, so die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung.

VERTRAUEN
Die Gewissheit, sich später in der großen Welt zurechtzufinden, wächst dann in Ihrem Kind, wenn es die Erfahrung macht, dass es geliebt wird. Dass jemand da ist, der seine Bedürfnisse feinfühlig erkennt, der ihm hilft, Probleme zu lösen und ihm zeigt, was es in der Welt alles zu entdecken gibt. „Es braucht die Erfahrung, dass man ihm vertraut, ihm auch etwas zutraut“, erklärt die erfolgreiche Elternratgeber-Autorin. „Wird einem Kind das Gefühl vermittelt, dass es in der Lage ist, Herausforderungen zu bestehen, dann wächst sein Glauben an seine eigenen Fähigkeiten. Durch diese Erfahrungen kann ein Kind sich selbst vertrauen.
Dieses Selbstvertrauen bewirkt, dass das Kind seine Antennen ausfährt und sich immer neuen Lernerfahrungen öffnet. Nichts entmutigt es schnell, nichts wirft es sofort aus der Bahn. Das Gute daran ist auch, dass ein starkes Kind nicht leicht manipulierbar ist. Weil es weiß, was es kann und was es will.

Was können nun Stärkungsmittel für Selbstvertrauen und Selbstsicherheit sein? Corne-lia Nitsch rät, Kindern spielerisch und locker Aufgaben zu stellen, die es bewältigen sollte. Denn zum einen machen Erfolgserlebnisse gute Laune, tun der Seele gut und lassen das Selbstvertrauen wachsen. Zum anderen sind auch Misserfolgserlebnisse wichtig, denn sie bieten die Chance, aus Fehlern zu lernen. Nur wer Fehler machen darf, kann an Krisen reifen. „Konfrontieren Sie Ihr Kind mit Schwierigkeiten, an denen es wachsen kann – wie etwa Hürdenlauf, Balancierakt, Streichholzspiel, Zahlen an der Kasse oder Umtausch von Waren“, so Nitsch. Aber Vorsicht! Die gestellten Aufgaben dürfen auch nicht zu kompliziert und umfangreich sein: Fordern Sie Ihr Kind, aber überfordern Sie es nicht!
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LEBEN - 30.08.2010
FOTOLI~2.JPG Wenn (Nicht-)Essen die Gedanken beherrscht
Kalorien zählen, Fressattacken, Schuldgefühle, dann wieder der Gang zur Toilette, um zu erbrechen … Immer mehr Gewicht verlieren, noch dünner werden, bis man irgendwann verschwindet. Völliger Verlust von Genuss und Freude am Essen sowie unrealistische Körperwahrnehmung. Es ist eine Todesspirale, die sich immer enger dreht. Im Interview mit der Oberösterreicherin spricht Expertin Ursula Janout über Risikofaktoren für Gefährdete und Behandlungsmethoden für Betroffene.
Wie hoch ist das Durchschnittsalter von Betroffenen?
Durchschnittlich sind Betroffene der Magersucht 17 oder 18 Jahre alt, die jüngste Patientin ist aber erst zwölf. Bulimie taucht immer häufiger auch bei älteren Frauen auf, manchmal, weil sie erst spät erkannt wird. Bei diesen Patienten liegt der Altersdurchschnitt etwa bei 25, aber auch 40- und 50-Jährige leiden darunter. Da die Krankheit noch immer mit viel Scham verbunden ist, kommt es zu langen Krankheitsverläufen.

Welche Krankheit ist am weitesten verbreitet?
Am weitesten verbreitet sind Magersucht und Bulimie. Die Geschlechterverteilung liegt bei etwa 90 Prozent weiblichen und zehn Prozent männlichen Essgestörten, obwohl die Männer aufholen. In Österreich spricht man insgesamt von 200.000 Betroffenen.

Was ist überhaupt eine Essstörung?
Essstörungen sind psychosomatische Erkrankungen mit Suchtcharakter. Die Betroffenen sind in einem Kreislauf gefangen, der immer enger wird. Es ist wie ein Gefängnis, aus dem sie nicht mehr herauskommen. Die Zahl derer, die Hilfe annehmen und von ihren Problemen erzählen, nimmt zu. Trotzdem gibt es noch viele Fälle, die erst nach fünf oder sieben Jahren professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Welche Menschen sind besonders gefährdet?
Unter den Magersüchtigen sind es häufig perfekte Frauen mit hohem Leistungsempfinden, sie sind beliebt und gute Schülerinnen. Bulimiker hören sich oft die Sorgen von anderen an und irgendwann wird es ihnen zu viel. Sie haben ein Problem mit der Grenzziehung und damit, einfach einmal „nein“ zu sagen. Ein starkes Harmoniebedürfnis bringt sie dazu, vieles in sich hinein- zufressen, und das kann dann im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr verdaut werden. Häufig vergessen sie sich selbst dabei vollkommen. Zusätzlich definieren sich Mädchen und Frauen sehr stark über das Aussehen. Der gesellschaftliche Druck entsteht häufig durch eine Mehrfachbelastung als Mutter, Frau und Geliebte. Das Ideal, das die Medien vorgeben, ist zudem meist unmöglich zu erreichen. Die Gesamtbevölkerung wird im Durchschnitt immer dicker, aber die Models immer dünner.

LEBEN - 30.08.2010
fotolia_23958398.jpg Hautsache schön!
Hinter einem schönen Äußeren steckt meist ein schönes Inneres: Die Haut ist das Spiegelbild unserer Seele.
Caroline tobt. Seit Tagen herrscht eisige Stimmung zwischen ihr und ihrem Freund. Es ist immer das Gleiche – Vorwürfe, respektlose Beschimpfungen und leere Versprechungen. Und als wäre das alles nicht genug, bekommt sie beinahe eine Depression, wenn sie sich in den Spiegel schaut. Jeden Tag scheint ein neuer Pickel hinzuzukommen.

„Ist die Seele im Ungleichgewicht, bedeutet das für den Körper Stress“, erklärt Dr. Reinhard Höfner vom Linzer Hautzentrum am Taubenmarkt. „Stress erhöht die Cortisonproduktion und auch die Produktion der freien Fettsäuren – das kann zu unreiner Haut führen.“ Hautentzündungen, Hautrötungen, Wimmerl, Akne oder auch fette Haare, Schuppen und Haarausfall sind die Folge.
Man könne sich die Haut wie eine Mülldeponie vorstellen, sagt Alexander Haller, Heilpraktiker,
Kosmetiker und

Metabolic-Balance-Berater am Institut Haller in Steyr. „Dort wird alles ab- und zwischengelagert, was im Moment nicht benötigt wird. Somit ist diese Mülldeponie auch irgendwann voll und versucht, sich zu entleeren. Und dafür eignet sich die Oberhaut am besten.“ Das erklärt auch, warum in vielen Gesundheitslehren die Haut zur Diagnose verwendet wird, um auf den gesundheitlichen Zustand des Patienten rückzuschließen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird jedes Organ mit einem emotionalen Zustand verbunden. Leber mit Wut, Ärger und Zorn. Herz mit Fröhlichkeit. Und Haut wird mit unseren Organen Lunge und Dickdarm in Verbindung gebracht, mit Kummer, Sorge und Trauer. Es spielen also äußere und innere, seelische Zustände eine Rolle bei unserem Organ Haut.

Wie sehr sich eine Stresssituation auf unsere Haut auswirkt, das sei von Mensch zu Mensch verschieden. „Die Schwelle, ab wann für den Körper Stress beginnt, ist sehr individuell“, weiß Dermatologe Dr. Reinhard Höfner. „Bei manchen Menschen löst schon eine kleine Spur von Ungleichgewicht in der Seele Probleme bei der Haut aus.“ Sehr starke Akne sei meist aber auch genetisch bedingt.

Sanieren Sie Ihre Haut
Doch wie lässt sich unreine Haut bereinigen? Alexander Haller vergleicht unseren Körper gerne mit einem Haus. „Die Wände sind unsere Haut. Es gibt Situationen, die unsere Wände verunreinigen. Zum Beispiel, weil im Haus zu viel geraucht wurde oder die Wände ganz einfach beschmutzt wurden und Abnutzung macht sich bemerkbar. Die Wände müssen also ausgemalt werden“, erklärt der Ernährungs- und Hautexperte.
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LEBEN - 30.08.2010
hand-freisteller-fotolia.jpg Die äußeren Spuren der Seele
Haben Sie sich Ihre Hände und Füße schon einmal genauer angesehen? Nein? Dann wird es höchste Zeit, denn sie verraten mehr über uns und unsere Persönlichkeit, als Sie sich jetzt vorstellen können. Der bekannte Ganzheitsmediziner Rüdiger Dahlke hat sich intensiv mit diesem Thema befasst und gemeinsam mit Fußspezialistin Rita Fasel ein Buch darüber geschrieben. Die Erkenntnisse haben sogar ihn selbst verblüfft.
Geht Ihr Blick nun immer zuerst – oder zumindest sehr rasch – auf die Hände, wenn Sie mit jemandem sprechen?
Ja, weil ich jetzt ja sehr viel mehr darüber weiß. Ich habe diese Hand- und Fußanalysen davor völlig falsch eingeordnet, dabei hat das nichts mit der Deutung von irgendwelchen Lebenslinien zu tun. Von den Füßen wusste ich bislang gar nichts. Allerdings habe ich schon immer auf Hände geachtet. Es war für mich ein Indiz, wo jemand hingehört. Was ich jetzt gelernt habe, geht aber viel weiter darüber hinaus. Wer sich mit seinen Händen und Füßen beschäftigt, lernt, eigene Schwachstellen zu erkennen und Chancen auszuloten, vor allem aber neue Wege der Selbst-Erkenntnis zu entdecken. Es lässt sich auch sehr schön sehen, wie Hände zusammenpassen.

Woran erkennen Sie, ob Hände und damit auch zwei Menschen zusammenpassen?
Jede Handform lässt sich den vier Elementen zuordnen. Wichtig sind dafür die Proportionen von Handfläche und Fingern. Nehmen wir zum Beispiel einen Menschen mit einer Lufthand. Das bedeutet, dass die Hand quadratisch ist und die Finger lang sind. Diese Menschen sind typische Luftmaler, oft Theoretiker und Philosophen – mit der Tendenz, in Gedankenwelten und Luftschlössern zu leben. Trifft diese Lufthand auf eine Erdhand (Hand quadratisch, kurze Finger, Anm. d. Red.), die praktisch und bodenständig veranlagt ist, kann passieren, dass er diese als primitiv ansieht. Umgekehrt kann der Mensch mit der Erdhand den anderen mit der Lufthand als sehr abgehoben empfinden. Dabei könnte man es auch anders sehen und sich gegenseitig ergänzen. Leider wird es häufig nicht so positiv gesehen, sondern die negative Möglichkeit gewählt.

LEBEN - 28.06.2010
A 1.jpg Yoga für eine unstete Zeit
Viele Menschen praktizieren Yoga, um ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Doch es gibt eine Form, die weit über Entspannungs- und Kräftigungstechniken hinausgeht und lehrt, wie wichtig es ist, nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf Natur und Umwelt zu achten. DIE OBERÖSTERREICHERIN hat bei dem Welser Yoga- und Ayurveda-Praktiker Alexander Taschner nachgefragt.



Yoga ist eine uralte Kunst, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Warum ist sie heute – in unserer hektischen Zeit – aktueller denn je?
Wir leben in einer sehr leistungsorientierten Gesellschaft. Das verstärkt bei vielen Menschen das Bedürfnis, sich der Natur zu öffnen und diese  als Regulation heranzuziehen. Und obwohl sie diesen inneren Wunsch verspüren, nehmen sich die meisten nicht die Zeit dafür. Dabei wäre es sehr wichtig, weil man in der Natur seine Grenzen viel besser erkennen kann und den Kontakt zur  Realität nicht verliert. Man kommt wieder ins Gleichgewicht und weiß intuitiv, wie leistungsfähig - auch physisch - man ist.  Ein sensibler Umgang mit ihrer eigenen Leistungsfähigkeit wird für die Menschen immer wichtiger. Uns geht es um Leistungsoptimierung statt Maximierung. Mit dem so genannten Marma-Yoga, das wir praktizieren, wollen wir den optimalen Zustand in der Leistungsfähigkeit fördern.
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LEBEN - 28.06.2010
SelbA-Fotolia.jpg Alt werden, selbstständig bleiben
Älter werden und dabei körperlich wie geistig fit bleiben – das wünscht sich jeder Mensch. Dass das so ist, dazu kann man auch selbst beitragen. Eine gute Möglichkeit ist „SelbA – Selbstständig im Alter“, ein Trainingsprogramm des Katholischen Bildungswerkes Oberösterreich. DIE OBERÖSTERREICHERIN hat mit Lehrtrainerin Gerlinde Poimer gesprochen, warum dieses Training die Altersvorsorge der Zukunft sein kann.



Wer regelmäßig Körper und Geist trainiert, kann sich seine Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten. Wie funktioniert das?
Unser Programm basiert auf drei Säulen. Beim Gedächtnistraining schulen wir Kurz- und Langzeitgedächtnis und bauen es auf. Das psychomotorische Training zielt auf die geistig-körperliche Beweglichkeit ab und beim Kompetenztraining geht es darum, wie man den Alltag leichter bewältigen kann. Wesentlich ist die Kombination dieser drei Bereiche. Man darf allerdings auch den Gruppenfaktor nicht unterschätzen. Ältere Menschen trauen sich oft vieles nicht mehr zu. Sie sagen: „Ach, dafür bin ich schon zu alt.“ Wenn sie dann hören, was andere Gruppenmitglieder noch machen, fassen auch sie neuen Mut und trauen sich wieder mehr zu. Außerdem lernen sie Kontakte zu knüpfen.

Sind die SelbA-Kurse demnach auch eine Möglichkeit, um der zunehmenden Vereinsamung älterer Menschen entgegenzu- wirken?
Ja, es soll ja auch die Freude und das Interesse am Leben wecken. Bei manchen muss das erst wieder kommen – etwa, wenn sie sich nach dem Verlust ihres Partners völlig zurückgezogen haben. Durch die Teilnahme werden die Senioren wieder aktiv und in die Gesellschaft eingebunden.

Verlosung
Am 10. September (Info-Abend) startet in der Region Hausruckviertel ein Ausbildungskurs zum SelbA-Trainer, der für alle interessant ist, die eine Trainingsgruppe oder einen Club leiten möchten und die Arbeit mit älteren Menschen lieben. Die Ausbildung umfasst insgesamt acht Module und dauert bis Anfang 2011. DIE OBERÖSTERREICHERIN verlost einen Kursplatz im Wert von knapp 500 Euro. Wer gewinnen möchte, schickt ein Mail mit dem Betreff „SelbA“ an verlosung@neu-media.at. Teilnahmeschluss: 10. August 2010.
LEBEN - 28.06.2010
kind-fotolia.jpg Gesund durch den Sommer
Brütende Hitze, die Kleidung klebt am Körper und alles lechzt nach Abkühlung: Wenn im Sommer das Thermometer nach oben klettert, ist das für viele Menschen eine Belastung. DIE OBERÖSTERREICHERIN hat die besten Tipps, wie Sie an heißen Tagen einen kühlen Kopf bewahren können.

Auch wenn es nach diesem Frühling nicht danach aussieht: Hitzetage mit Temperaturen bis zu 40 Grad werden immer mehr. Das zeigen Studien, die seit den 70er-Jahren durchgeführt werden. „Diese Tage sind nachweislich mit erhöhter Sterblichkeit verbunden“, erklärt Primar Anton Ebner, Leiter der Abteilung Innere Medizin am Landeskrankenhaus Rohrbach. „Der Zusammenhang zwischen Hitze und einer Gefahr für die Gesundheit liegt demnach auf der Hand.“

Doch die heißen Temperaturen sind nicht nur für ältere und kranke Menschen eine große Belastung, auch junge, gesunde Menschen sollten ihre Aktivitäten darauf abstimmen. Wird eine Hitzewelle vorhergesagt, sollte man sein Freizeitprogramm anpassen und körperliche Anstrengung weitgehend vermeiden. „An diesen Tagen muss ich keine Radtour machen oder stundenlang im Garten arbeiten, das ist zu anstrengend für den Organismus“, sagt der Mediziner. „Denn dieser braucht viel Energie für die Kühlung des Körpers, weil er die Kerntemperatur zwischen 36 und 37 Grad aufrechterhalten muss.“ Das geschieht vor allem durch vermehrtes Schwitzen. Der Kühleffekt entsteht durch das Verdunsten an der Hautoberfläche. Je heißer es ist, umso schwieriger ist es auch für den Körper, dieses Gleichgewicht zu halten.
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LEBEN - 01.06.2010
Metabolic-fotolia Kopie.jpg Essen und dem Körper Gutes tun
Roman Fessler ist eigentlich bekannt als Heilfasten-Meister, seit Herbst beschäftigt er sich intensiv mit einem anderen Thema: Metabolic Ernährung. Das bedeutet: Essen, was dem Körper guttut und zu einem Zeitpunkt, wann er es am besten verträgt. Im Gespräch mit DIE OBERÖSTERREICHERIN erklärt der Leiter des gleichnamigen Fasteninstitutes in Losenstein, warum dieses Wissen beim Abnehmen so hilfreich ist.
Was bedeutet Metabolic Ernährung, Herr Fessler?
Das Besondere an dieser Methode ist, dass die Ernährung an den individuellen Stoffwechsel angepasst wird. Das heißt: Es wird genau analysiert, welche Lebensmittel der Körper sehr gut und welche er weniger gut bis gar nicht verträgt. Danach richtet sich der Ernährungsplan. Auf diese Weise wird der Stoffwechsel positiv stimuliert, die Hormonproduktion angekurbelt und tatsächlich Fett abgebaut. Das ist perfekt für Menschen, die überflüssige Kilos abnehmen und ihr Gewicht halten wollen. Die Idee ist so einfach wie genial!

Wie wird ermittelt, welche Lebensmittel dem Körper gut- tun und welche er nur schlecht verwerten kann?
Wir machen das mit Hilfe von Speichel-, Urin- und Haarproben, die in einem Labor analysiert werden. Das Haar zeigt toxische Belastungen sehr viel früher an, noch bevor erhöhte Werte im Blut nachgewiesen werden können. Will man also Aufschluss über die Folgen von Fehlernährung haben oder wissen, ob eine chronische Unterversorgung von Elementen besteht, ist eine Messung im Haar wertvoller als im Blut. Zusätzlich muss der Patient einen detaillierten Fragebogen ausfüllen. Zusammen mit den Laborergebnissen ergibt sich daraus ein Ernährungsplan, der völlig individuell auf ihn abgestimmt ist.
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LEBEN - 01.06.2010
FOTOLI~1 Kopie Kopie.jpg Mythos: Zum guten Sex gehört ein Orgasmus
Schon immer wurde akzeptiert, dass für Männer das sexuelle Ziel ihre Ejakulation beziehungsweise ihr Orgasmus ist. Und jetzt müssen auch Frauen Orgasmen haben. Seit Masters&Johnsons Untersuchungen in den sechziger Jahren gezeigt haben, dass Frauen multiple Orgasmen haben können, sind diese in Mode gekommen und die Erwartungen schnellten nach oben.
Es ist ziemlich selten heutzutage, eine sexuelle Szene in einem Film zu sehen oder in einem Buch zu lesen, in der nicht mindestens ein Orgasmus pro Erlebnis vorkommt. „Ein Höhepunkt nach dem anderen“ steht üblicherweise in Romanen zu lesen. Hier eine dieser glücklichen Frauen: „Tiefer, härter, schneller, bis sie aufschrie, kaum, dass sie sich von dem letzten überwältigenden Orgasmus erholt hatte, wurde sie in den zweiten gestoßen.“ Und ein Mann, der seiner Partnerin nicht mindestens ein gutes Dutzend Orgasmen verschaffen kann, verdient wohl kaum Beachtung.
Es besteht auch Interesse daran, welche Art von Orgasmus eine Frau bekommt. Im Phantasieland sind sie schnell und wild. Frauen haben ihre Orgasmen „sofort“ oder „fast bevor er ganz in ihr war“, immer werden sie von Schreien und zuckenden Gliedern begleitet.

Sex = Orgasmus?
Die Gleichsetzung von Sex mit Orgasmus ist so normal geworden, dass dies, einen Mythos zu nennen, sehr skeptisch von vielen Menschen betrachtet wird. Was ist also dran am Sex ohne Höhepunkt? Und was ist dran am Abendessen ohne Nachtisch? Oder an einem Fußballspiel ohne Tore?
Die Sache scheint ganz einfach: Mit oder ohne Orgasmus, mit oder ohne Nachtisch, mit oder ohne Tore, der Sex, das Abendessen und das Spiel gehen weiter. Sie können interessante Sachen erleben, wenn Sie nur aufmerksam sein können und  nicht ärgerlich werden, wenn es ein anderes Ende nimmt, als Sie erwartet haben......................................

LEBEN - 01.06.2010
Fotolia_16267 Kopie.jpg Ab in die Sonne!
Die wärmenden Strahlen der Sonne tun nicht nur der Seele gut, auch der Körper braucht sie: Sie aktivieren die Bildung von Vitamin D und stärken so den Knochenbau und das Immunsystem. Ein Zuviel an Sonne schadet allerdings mehr, als es nützt.
Wer sich nicht ausreichend schützt, riskiert vorzeitige Hautalterung und im schlimms- ten Fall Hautkrebs. In Österreich erkranken jedes Jahr 2000 Menschen an „schwarzem Hautkrebs“ (Melanom). Weitaus häufiger, allerdings weniger bekannt ist der „weiße Hautkrebs“ (Basaliom, Plattenepithelkarzinom). Hier gibt es zwischen 25.000 und 30.000 neue Fälle jährlich.
„Vor allem die Generation 50 plus, die sich in den 70er-Jahren richtig in der Sonne rösten hat lassen, ist sehr gefährdet“, weiß Beauty-Expertin Martina Haller von Körperkultur Haller in Steyr. „Damals wussten die Menschen zu wenig über die gefährlichen Folgen von zu viel Sonne – und knackige Bräune war ja auch eine Prestige-Sache. Heute ist das Bewusstsein Gott sei Dank ein völlig anderes.“

Sanft und gesund bräunen
Das oberste Gebot ist ein vernünftiger Umgang mit der Sonne. Das bedeutet: immer auf einen ausreichenden Schutz achten und Sonnenbrände vermeiden. Besonders wichtig ist das bei Kindern, denn jeder Sonnenbrand in der Kindheit erhöht das Risiko, später Hautkrebs zu bekommen. „Minimum sind Cremen mit Lichtschutzfaktor 20“, betont Haller. „Das heißt, dass sie die individuelle Eigenschutzzeit um das Zwanzigfache erhöhen. Braun wird man trotzdem – allerdings sanfter und gesünder. Außerdem hält diese Bräune auch länger.“ ...............................

LEBEN - 05.05.2010
FO325C~1 Kopie Kopie.jpg Ohne Krise keine Chance
Egal ob im Fernsehen, in den Zeitungen oder im Radio, es ist überall – das Wort Krise. Wenn wir es hören, kommen Gefühle wie Bedrohung, Unsicherheit, Angst und Frust auf. Am liebsten würden wir ein Geheimrezept kennen, wie man Krisen vermeiden kann. „Keine gute Idee“, warnt Wolfgang Hackl, Trainer und Berater bei MENSCH IN BEWEGUNG. Denn nur, wer ganz unten ist, könne auch ganz oben ankommen.
Einatmen und ausatmen. Tag und Nacht. Sommer und Winter. Trockene und feuchte Zeit. Aktiv sein und schlafen. Abnehmender und zunehmender Mond. „Wenn wir das Leben betrachten, so sehen wir, dass es ein Rhythmusprinzip gibt. Jeder Pol hat einen Gegenpol“, erklärt Wolfgang Hackl. Und der Gegenpol von unten ist oben – wer also ganz unten im Tal ist, kann wieder auf den Berg hinauf gehen. Wer hingegen ganz oben auf der Spitze steht, wird auch wieder bergab gehen müssen, um den nächsten Berg erklimmen zu können. Alles hat zwei SeitenDas Wort „Krise“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Übergang, Entscheidung, Wandel. „Der Zweck einer Krise ist immer, daran zu wachsen, sich als Mensch und Persönlichkeit zu entwickeln“, so der Trainer und Berater bei MENSCH IN BEWEGUNG. Jeder Mensch macht solche Übergänge durch, sein ganzes Leben lang: Bei der Geburt ist es der Übergang von „ein Teil der Mutter sein“ zum eigenen Individuum. Wir wechseln vom Single-Dasein zum Leben in einer Partnerschaft. Vom selbständigen Leben zum Altersheim und schließlich der letzte Übergang, das physische Verlassen der Welt. „Jeder dieser Übergänge ist etwas ganz Natürliches und beinhaltet immer zwei Seiten“, so Hackl. „Die eine Seite ist, dass ich etwas bekomme, die andere, dass ich von etwas anderem loslassen muss.“ Ein Kind, das in die Schule kommt, bekommt Bildung, mehr Eigenständigkeit, die Möglichkeit, neue Freunde zu gewinnen, und lässt gleichzeitig los von einer gewissen Sicherheit und Geborgenheit zu Hause. Wer seine Lebensmitte erreicht hat, hat nicht mehr so viel körperliche Energie und Kraft zur Verfügung, gleichzeitig hat er aber einen großen Erfahrungsschatz gesammelt. Kinder, die eine Kinderkrankheit durchmachen, müssen Schmerz erfahren und das gegenteilige Gefühl von angenehm. Aber dadurch wird ihr Immunsystem gestärkt und sie spüren eine ganz neue Geborgenheit, weil sich jemand liebevoll um sie kümmert.
LEBEN - 05.05.2010
rauchfrei-fotolia Kopie.jpg Endlich rauchfrei
Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. In Oberösterreich greift jeder Vierte regelmäßig zur Zigarette. Vom gefährlichen Passivrauch besonders betroffen sind Kinder: In einem verrauchten Raum inhalieren sie in einer Stunde so viele Giftstoffe, als würden sie selbst eine Zigarette rauchen.
20 Zigaretten am Tag bedeuten fünf Stunden weniger leben. Auf ein Monat gerechnet sind das bereits mehr als sechs Tage. Ein Schock für Raucher sollte man meinen, doch trotz dieser Zahlen und der nachgewiesenen gesundheitlichen Schäden schaffen es viele nicht, vom Glimmstängel wegzukommen. Zwar ist laut einer aktuellen Studie des Instituts Suchtprävention die Zahl der täglichen Raucher von 31 auf 27 Prozent in Oberösterreich gesunken. Im internationalen Vergleich ist dieser Anteil jedoch sehr hoch. Späte Schäden Dass viele nicht mit dem Rauchen aufhören können, liegt vor allem daran, dass es keine Frage des Verstandes ist. Raucher wissen sehr wohl, dass sie ihrer Gesundheit damit schaden. Doch: Rauchen ist ein erlerntes Verhalten, das zur Gewohnheit und durch das Nikotin auch zur Sucht wird. „Ein weiteres Problem ist, dass die Schäden erst 20 bis 30 Jahre später auftreten“, erklärt Primar Kurt Aigner, Leiter der Abteilung Pneumologie am Krankenhaus der Elisabethinen Linz. Zudem ist er Vorsitzender der österreichweiten Initiative Ärzte gegen Raucherschäden. „Junge Menschen fühlen sich gesundheitlich nicht beeinträchtigt. Sie haben Luft beim Sport und spüren auch sonst keine negativen Auswirkungen. Die Probleme kommen erst Jahre später.“ Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: In Österreich sterben jährlich 11.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Typische Rauchererkrankungen sind Atemwegsinfekte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Reizhusten und Bronchitis. Außerdem steigt mit jeder Zigarette das Krebsrisiko. Das Aufhören lohnt sich immer: Schon am Tag nach der letzten Zigarette beginnt das Risiko für eine Herzattacke zu sinken. Nach zwei bis drei Monaten verbessert sich die Blutzirkulation und die Lungenkapazität steigt um 30 Prozent. (siehe Grafik Seite 140). Doch was muss ein Raucher tun, wenn er mit der Qualmerei aufhören möchte? „Zuerst sollte er sich fragen, welcher Rauchertyp er ist und in welchen Situationen er zur Zigarette greift“, sagt Aigner. Wird zur Stressbewältigung, Stimmungsaufheiterung oder einfach nur aus Langeweile geraucht? Dann geht es darum, die Gewohnheit vom Laster zu entkoppeln. Oft hilft es, die Umstände zu ändern oder gewisse Situationen zu meiden. Realistische Ziele setzen Wichtig sei auch, sich realistische Ziele zu setzen und sich selbst zu belohnen, wenn man ein Teil-Ziel erreicht hat. „Wer sich seine Ziele zu hoch steckt, wird irgendwann frustriert aufgeben und wieder zur Zigarette greifen“, warnt Aigner. Wesentlich ist für ihn auch, dass Rauchen von der Gesellschaft denormalisiert wird und sich die Politik endlich für eine rauchfreie Umgebung stark- macht. „Man raucht automatisch weniger, wenn man nicht ständig dazu animiert wird“, ist der Mediziner überzeugt und fordert ein völliges Rauchverbot in Lokalen. Dass dann die Gäste ausbleiben, glaubt er nicht. „Wir sehen in vielen anderen Ländern, dass dieses strikte Rauchverbot funktioniert und die Gäste trotzdem nicht weniger werden“, sagt Aigner. „Vielmehr wäre es eine Hilfestellung für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen.“
LEBEN - 05.05.2010
flirten Kopie.jpg Flirten mit allen 5 Sinnen
Es ist erotische Spannung pur. Es ist lebendig, prickelnd und sinnlich. Es ist die schönste Art, jemanden kennen zu lernen. Es ist ein Spiel, bei dem niemand verlieren kann. Doch was sind die Spielregeln eines Flirts? Wie wird aus einem Blick ein elektrischer Stromschlag? Was macht den ersten Schritt zum Anfang einer Liebesgeschichte? Ute und Hans Giffey kennen die Kunst des Flirtens – „Flirten soll mit allen Sinnen passieren.“
Er hält ihr die Tür auf. Sie sieht ihm in die Augen, zwei Sekunden länger als nötig. Er mag ihren Duft, als sie an ihm vorbeigeht. Sie mag den Klang seiner Stimme, als er den Kellner begrüßt. Er setzt sich zwei Tische weiter, schlägt die Zeitung auf und beobachtet sie, als sie über ihre Haare streicht und so tut, als würde sie die Karte lesen. Sie hebt ihren Blick. Und plötzlich entsteht eine ungeheuerliche Spannung im Raum. Vielleicht werden die beiden nie miteinander reden. Vielleicht ist er glücklich verliebt und genießt nur das Gefühl, begehrt zu sein. Vielleicht freut sie sich einfach darüber, dass endlich Frühling ist. Aber das alles spielt jetzt keine Rolle. Was jetzt zählt, ist die Freude am Spiel. Und die sollten wir uns unbedingt gönnen, geht es nach Ute und Hans Giffey, Imago-Paartherapeuten aus Linz. „Flirten ist etwas absolut Lebendiges und Lebensbejahendes“, ist sich Ute sicher und macht allen Mut, ihre Frühlingsgefühle auszuleben. Doch wie funktioniert der erste Schritt? Vielleicht ein origineller Spruch? Eine kleine Berührung? Nein, nichts von alldem! „Der erste Schritt muss bei mir selbst beginnen“, weiß die Therapeutin. „Erst wenn ich mir selbst gefalle, wenn ich mich selbst mag, so wie ich bin, kann ich jemand anderem gefallen. Ich muss mir meiner Weiblichkeit oder meiner Männlichkeit bewusst sein – dann kann ich damit spielen.“ Sie rät daher, zuerst am Selbstbild zu arbeiten, bevor lustvolles Flirten überhaupt beginnen kann. Denn so wie wir uns selbst sehen, so sehen uns schließlich auch die anderen. „Trainieren Sie Ihre eigene Selbstsicherheit – kleiden Sie sich schick und fühlen Sie sich wohl in Ihrer Haut!“, ergänzt auch Hans Giffey. Und dann komme es darauf an, offen zu sein. „Manche Menschen gehen so verschlossen durch die Welt, als hätten sie Angst davor, angesprochen zu werden“, sagt Hans. „Üben Sie die Art und Weise, wie Sie sich bewegen, wie Sie einen Raum betreten – probieren Sie, stets offen zu wirken“, erklärt Ute. Sinnlichkeit spiele beim Flirten die größte Rolle. Betonen Sie Ihre sinnliche Seite – haben Sie etwa besonders schöne Lippen, dann zeigen Sie das, indem Sie sie hervorheben. Und dann spielen Sie das aufregendste Spiel der Welt mit allen fünf Sinnen: Sehen Was macht einen Flirt eigentlich aus? Es ist diese prickelnde Spannung! Und damit die entsteht, gibt es nur eine Devise: Kein Stress! Setzen Sie auf langsame Annäherung, am besten mit Blicken. „Es geht darum, sich als Mann oder als Frau erkannt zu fühlen – dann spürt man dieses Prickeln“, weiß Ute. „Gehen Sie niemals zu schnell an die Grenze. Halten Sie einen Blick einfach mal ein paar Sekunden länger, dann sehen Sie wieder für eine Zeit lang weg, damit die Spannung erhalten bleibt. Wird Ihr Blick erwidert, dann können Sie als nächsten Schritt – wenn es für Sie stimmig ist – ein Lächeln wagen“, rät Hans.
LEBEN - 10.04.2010
(c) Fotolia Straff in die Bikinisaison

Es sind diese unschönen Dellen an Oberschenkeln und Po, die vielen Frauen schon jetzt die Vorfreude auf die Bikinisaison vermiesen. Die gute Nachricht: Wer an Cellulite leidet, ist nicht alleine. Geteiltes Leid ist also halbes Leid? Fehlanzeige! Für etwa 80 Prozent aller Frauen stellt die Bindegewebsschwäche ein mehr oder weniger großes Problem dar. Selbst Superstars, wie  Beyonce und Sharon Stone, sind nicht davor gefeit.

Die schlechte Nachricht: Es gibt kein Patentrezept, um die hartnäckigen Dellen in den Griff zu bekommen. Cremen alleine ist zu wenig und völlig los wird man sie nur, wenn der Schönheitschirurg nachhilft (Fett-weg-Spritze oder Fettabsaugung).

 Weil die Ursache nämlich viel tiefer liegt – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn Orangenhaut ist im Grunde nichts anderes als aufgeblähte Fettzellen, die sich durch die Kollagenfasern der Haut zwängen und an der Oberfläche als Dellen sichtbar werden (siehe Bild).

Ungerechte Laune der Natur?

Dass vor allem Frauen davon betroffen sind, ist keine ungerechte Laune der Natur, sondern eine Notwendigkeit, weil sich das weibliche Gewebe bei einer Schwangerschaft dementsprechend dehnen und anpassen muss.

„Während bei Männern die Kollagenfasern, die in der Unterhaut für Reißfestigkeit sorgen, netzartig ineinander verwoben sind, sind sie bei Frauen parallel angeordnet“, erklärt Johannes Neuhofer, Fachgruppenobmann der Hautärzte in Oberösterreich. „Dadurch können sich die vergrößerten Fettzellen leichter zwischen den Fasern hindurchzwängen.“

Ob man zu Cellulite neigt, liegt allerdings auch an den Genen und hängt nicht mit Alter oder Körpergewicht zusammen, denn auch schlanke Frauen können an der Bindesgewebsschwäche leiden.

Doch was kann man wirklich tun, um hartnäckige Orangenhaut zu mildern und damit auch die Vorfreude auf den Bikini zu steigern? Es ist eine Kombination aus optimaler Hautpflege, einer gesunden, ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung.

Die Pflege

Ideal sind Pflegeprodukte, die den Stoffwechsel anregen und die Durchblutung fördern. Monika Aichberger, Vizepräsidentin der oberösterreichischen Apothekerkammer, warnt aber vor allzu hohen Erwartungen.

 „Bei regelmäßiger Anwendung verbessert sich das Hautbild und die Haut fühlt sich angenehmer und weicher an“, sagt Aichberger. „Ganz verschwinden werden die Dellen allerdings nicht.“

Wichtig sei auch, dass die Präparate individuell auf die Patientin abgestimmt werden. Sonst könne man mehr Schaden anrichten, als einem lieb ist. Als Beispiel nennt die Expertin Frauen, die Probleme mit vergrößerten Venen (Krampfadern) und Besenreisern haben. „Hier ist Vorsicht bei Wärmeanwendungen geboten“, erklärt Aichberger. „Diese erweitern die Gefäße und würden sie noch zusätzlich belasten.“

Vor dem Cremen sollte man die Haut unbedingt peelen. So werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt und die Wirkstoffe können besser in die Haut eindringen. Außerdem regt ein Peeling die Nachproduktion der Hautschuppen an und das sorgt für ein glatteres, feineres Hautbild.

Die Ernährung

Der Zustand der Haut lässt sich auch von innen günstig beeinflussen. Ein Tipp von Monika Aichberger: Auf den Säure-Basen-Haushalt achten. „Ist der Körper übersäuert, reagiert auch das Bindegewebe beleidigt. Das Hautbild wirkt dann nicht so strahlend und frisch“, weiß die Expertin. Sie rät – gerade jetzt im Frühling – zu einer entwässernden Saftkur, die den Stoffwechsel anregt.

Laut Johannes Neuhofer sollte man beim Essen vor allem die Insulinproduktion nicht fördern. „Wenn man ein Essen mit Kohlehydraten, wie Zucker oder Weißbrot, be-ginnt, schüttet der Körper sofort Insulin aus“, erklärt der Dermatologe, der dafür sogar ein spezielles Programm, die so genannte „Skin Diet“, entwickelt hat. „Dieses Hormon öffnet die Zellen zum Speichern und hemmt gleichzeitig die Fettverbrennung. Besser ist es, eine Mahlzeit mit Fett oder Eiweiß zu starten.“

Der Sport

Regelmäßige Bewegung – am besten an der frischen Luft – strafft nicht nur das Gewebe, sondern tut dem ganzen Körper gut. Ideal sind Ausdauersportarten, wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen, und Kräftigungsübungen, die die Gesäßmuskulatur aktivieren. Besonders empfehlenswert ist auch Aqua-Gymnastik. Der Wasserwiderstand wirkt massierend und intensiviert den Effekt.

„Primär sind die Übungen für den Muskel gut, aber auch für das psychische Korsett“, betont Aichberger. „Durch den Sport bekommt man ein völlig anderes Körpergefühl – und ein besseres Selbstwertgefühl. Das kann dazu führen, dass man die Orangenhaut als nicht mehr gar so großes Problem empfindet.“

Nicole Madlmayr

 

Verlosung
Wir verlosen insgesamt fünf Pflegesets von Nivea (bestehend aus „Good Bye Cellulite“-Gel- Creme und 10-Tages-Serum) sowie fünf „Dove Haut-Straffende“ Pflegesets (bestehend aus Hula-Hoop-Reifen, Gymnastik-Ball, Pflegedusche, Body Lotion und Intensiv-Serum).

Schicken Sie ein Mail an verlosung@neu-media.at. Teilnahmeschluss ist der 26. April 2010.

 

"Goodbye Cellulite" von Nivea: als Gel-Creme (rund 12,69 Euro), und 10-Tages-Serum (rund 14.49 Euro) erhältlich. Die Pflegeprodukte enthalten Lotusextrakt, das die Neubildung von Cellulite reduzieren und die betroffenen Hautstellen gleichzeitig straffen s"Hautstraffende Pflege" von Dove: Die neue Pflegeformel enthält "Weißer Tee Extrakt", das reich an Antioxidantien ist. Regelmässig angewendet soll es die Haut glätten und deren Elastizität erhöhen. Erhältlich als Body Lotion (rund 5.49 Euro), Intensiv-Ser"Replenishing Body Cream" von Shiseido: versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und soll deren Elastizität verbessern., sowie die Sichtbarkeit von Unebenheiten verringern. Leicht Wärmend! (rund 68 Euro)Körperbutter von Beoemsan: Der Pflegestift enthält Sheabutter, die die Haut weich und geschmeidig macht. Erhöht die Widerstandskraft der Haut, fördert die Duchblutung und soll auch das Bindegewebe stärken.
LEBEN - 06.04.2010
sqoom Sqoomen Sie schon?
Es ist das „Produkt des Jahres 2009“ in Deutschland. Es ist handlich klein und sieht gut aus. Es ist das Ergebnis langjähriger intensiver Forschung. Es ist eine innovative Premium-Technologie für zuhause. Es ist seit Februar endlich auch in Österreich erhältlich. Aber was ist es wirklich? Wir haben SQOOM getestet. Und festgestellt: Es ist einfach genial!

Feierabend. Endlich Füße hochlagern, entspannen … und schön werden. Jetzt ist Zeit für SQOOM. Zeit dafür, acht bis zwölf angenehme Minuten der Haut zu gönnen. Und zwar nicht nur den oberen Schichten, wie es bei Cremen der Fall ist.

„Cremen dringen nicht tief in die Haut vor, wo das für die Geschmeidigkeit so wichtige Kollagen gebildet wird“, erklärt Petra Bruckmüller, Geschäftsführerin von unicusa beauty and health products. Mangels Kollagen und Hyaluronsäure entstehen Falten, und je älter die Haut ist, desto mehr sinkt der Hyaluronsäuregehalt.

Falten und Besenreiser ade!

Genau hier setzt SQOOM an: Das mikro-computergesteuerte Gerät transportiert über einen Schallkopf, der pro Sekunde eine Million sanfter Schwingungen erzeugt, wertvolle Wirkstoffe ganz tief in die Haut und regt die Produktion von Kollagen sowie die Zellteilung an.
Damit wird die Haut in kürzester Zeit gefestigt, Falten werden reduziert und das Hautbild wird glatter und geschmeidiger.

Das Ergebnis lässt sich nicht nur im Gesicht sehen – auch am Hals, am Dekolleté, an den Händen und (!) an den Beinen sagt SQOOM Falten, Pigmentflecken, Altersflecken, Besenreisern und Cellulitis den Kampf an. Wissenschaftliche Tests und dermatologische Studien belegen: SQOOM erzeugt Schwingungen, die alle Hautschichten bis zum Bindegewebe durchdringen.

Diese lautlosen Vibrationen lösen Verschlackungen und kurbeln in den tiefen Hautschichten die Kollagenbildung und die Zellteilung an. Die Ionozymfunktion bewirkt, dass hochwirksame, rein natürliche Wirkstoffe um ein Vielfaches besser eingeschleust werden. So werden auf modernste und hocheffiziente Weise Falten gestrafft und das Bindegewebe regeneriert. „Aber auch als Prävention vor verfrühter Hautalterung ist SQOOM ideal“, sagt Helmut Schick, Markenininhaber von SQOOM.

SQOOM eignet sich für jeden Hauttyp, für Frauen wie für Männer, und bringt keine Risiken mit sich.

Auf Knopfdruck: 6 Schönheitsprogramme

Das Gerät bietet insgesamt sechs Programme, die durch einfachen Knopfdruck auf dem übersichtlichen Display aktiviert werden:

Cleansing:     Porentiefe Reinigung
Massage:     Verspannungs und Schmerzbehandlung, Besenreiser und Cellulite
Nutrition:     Nährstoffeinbringung
Lifting:     Hautstraffung
Whitening:     Pigmentfleckenbehandlung und Hautaufhellung
Wrinkle Care:     Sanftes Programm zur Behandlung der Augenpartie

Seit Februar in Österreich

SQOOM ist in Österreich exklusiv bei unicusa beauty & health products erhältlich – direkt über www.unicusa.at" target="_blank">www.unicusa.at und bei den entstehenden Vertriebspartnern. „Als künftige Anwendungs- und Vertriebspartner sprechen wir in einem ersten Schritt hochwertige Kosmetikinstitute, Dermatologen, Plastische Chirurgen sowie die Spa-Bereiche der gehobenen Hotelerie an“, so Petra Bruckmüller.
 
Susanna Bodingbauer



 

Verlosung
Wir verlosen ein komplettes Set von SQOOM (beinhaltet das Gerät, 1 cleanserGel und 3 hyaGels) im Wert von 584 Euro.

Schicken Sie ein Mail mit dem Betreff "SQOOM" an verlosung@neu-media.at. Teilnahmeschluss ist der 28 April 2010.



Petra Bruckmüller und Helmut Schick.Und: sqoomen Sie auch schon?Schönheit auf Knopfdruck. 
LEBEN - 02.04.2010
(c) Fotolia Auf die Plätze, fertig..
… los! Raus in die frische Luft, Ausdauer trainieren, Muskeln stärken, Figur straffen und genießen! Aber es könnte ja jeden Moment zu regnen beginnen. Und eigentlich startet gleich die Lieblingssendung im Fernsehen. Und überhaupt – das mit der Bikinifigur geht sich ja sowieso nicht mehr aus. Oder vielleicht doch?


Es gibt da so einen Hebel im Gehirn. Wer den erst einmal umgelegt hat, der sucht nicht mehr nach Ausreden, um sich vor seinem Training zu drücken.

Ganz im Gegenteil: Der hat großen Spaß daran und spürt Glück, Zufriedenheit und Wohlbefinden, wenn er seiner Wunschfigur plötzlich ganz einfach näher kommt.

Stellt sich nur noch die Frage: Wie legt man denn diesen Hebel um? Toni Klein, Personal Coach und Bestsellerautor des Buches „Das Toni-Klein-Prinzip“ weiß, wie das geht.

Im Interview mit DIE OBERÖSTERREICHERIN erklärt er, wie schön Bewegung ist. Und vor allem, wie schön das Wohlgefühl und die Figur dadurch sind.


 

Hast du einen Hund?
Nein.

Viele von uns haben einen – einen inneren Schweinehund. Wie kann man den bekämpfen?
Den hat jeder! Aber ich glaube, es funktioniert nie, dass man ihn bekämpft. Am besten, man macht ihn irgendwann zum besten Freund. Denn wie das so ist mit bes-ten Freunden – man kann mit ihnen viele Sachen machen. Das ist ja auch Thema in meinem Buch – wenn man immer kämpft, funktioniert es nicht. Man muss Freude dabei haben.

Wie bekommt man Freude an der Bewegung?
Der Mensch ist eigentlich geboren zum Bewegen - jedes Kind würde sich am liebs-ten den ganzen Tag bewegen. Doch dann verlernen wir es. Es geht darum, die ersten vier Mal durchzubeißen. Dann schüttet man gute Hormone aus und genießt es so richtig. Das ist wie beim Küssen. Wenn man einmal gut geküsst hat, küsst man immer wieder gern (grinst). Diese guten Hormone sind die Heinzelmännchen im Körper, sie sind unsere Antriebskräfte und damit wichtig für die Fettverbrennung.

Apropos Fettverbrennung: Der Sommer steht vor der Tür, geht sich das mit der Bikinifigur jetzt noch aus?
Definitiv ja! Die Bikinfigur fängt zuerst einmal im Kopf an. Für mich ist immer das Wichtigste: Spiegel schlägt Waage – man muss sich selbst gefallen. Wer jetzt knackig mit seinem Training startet, kann viel bewirken. Die besten Schönmacher dafür sind unsere Muskeln – das sind die Einzigen, die überschüssiges Körperfett verbrennen. Sie sind sozusagen das Make-up von innen. Wer zwei Mal pro Woche seine Muskeln trainiert, verbrennt rund um die Uhr einfach mehr.

Und außerdem – nützen wir doch jetzt die Frühlingsgefühle und bewegen uns vier oder fünf Mal pro Woche an der frischen Luft. Das muss ja nicht Laufen sein, es kann genau so Spazieren oder Nordic Walken sein – Hauptsache, es macht Spaß. Gute 30 Minuten reichen, um den Stoffwechsel auf Trab zu halten. Und wenn es einmal länger ist – na ja, das ist wie in der Liebe – dann passt es ja auch gut.

Ab wann wirkt das Training?
Vom Gefühl her merkt man es sofort. Man geht raus, bewegt sich, schwitzt leicht und danach spürt man ein unbeschreibliches Gefühl. Die Effekte am Körper dauern natürlich etwas länger. Je fitter Sie schon sind, desto schneller wirkt es. Der Stoffwechsel beginnt sich nach zwei, drei Wochen umzustellen. Aber viel wichtiger als die schnellen Effekte ist der Spaß dabei. Neben dem Spaß stellen sich die Erfolge dann ganz von alleine ein und die sind ja auch wichtig zum Weitermachen. Ganz wesentlich in der ersten Zeit: Lassen Sie sich nicht von anderen runterziehen, schauen Sie auf sich selbst, dann können Sie es wirklich durchziehen.

In deinem Buch rätst du ja dazu, schon in der Früh Sport an der frischen Luft zu machen. Für eine berufstätige Mutter ist das aber schwer möglich.
Das ist natürlich nicht für jedermann geeignet. Doch für die meisten ist es in der Früh am besten. Warum?  Weil man da nur mit dem eigenen Wecker verhandeln muss,  am Abend hingegen hindern einem dann wieder irgendwelche sozialen Ereignisse oder Termine. Und das Positive am Morgensport ist ja, dass die Fettverbrennung auf nüchternem Magen schneller beginnt. Eltern rate ich immer, sich so viel möglich mit ihrem Kind zu bewegen. Das beste Vorbild für ein Kind sind fitte Eltern.

Bewegung ist ja nicht nur für die Figur wichtig, sondern auch für die Gesundheit. Was passiert mit dem Körper, wenn wir ihn nicht bewegen?
Da hast du Recht. Wer sich bewegt, hat die beste Altersvorsorge. Sämtliche metabolischen Syndrome wie hoher Blutdruck, Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und dergleichen können dadurch stark reduziert werden. Denn Bewegung stärkt ganz einfach das Immunsystem und schützt auch vor Abnützungen, Rückenbeschwerden, Übergewicht und Alterszucker. Diabetes 2 ist für mich ja ohnehin eines der größten Zukunftsprobleme - nicht nur älterer Menschen, sondern immer jüngerer. Kurz gesagt: Die meisten Zivilisationskrankheiten kann man mit normaler Bewegung großteils vermeiden. Wichtig ist, jene Sportart zu wählen, die zu einem passt, die gesund für einen ist.

Wie bewegst du dich gerne?
Ich liebe Langlaufen, Tourengehen, Radfahren, Triathlon und meine größte Leidenschaft ist Beachvolleyball. Laufen ist für mich nicht so ein Genuss, da macht mir Gehen mehr Spaß.

Wie bist du auf die Idee gekommen, das Buch zu schreiben?
Das war immer schon ein Traum von mir. Und ich bin überzeugt: Alles, was man sich vornimmt, kann man auch schaffen. Ja, und dann hat mich einfach der Verlag angerufen, ob ich denn kein Buch über das Toni-Klein-Prinzip schreiben möchte. Weißt du, das ist wie wenn man sich in einer extrem stressigen Zeit verliebt. Man hat eigentlich gar keine Zeit, aber irgendwie geht es sich trotzdem aus. Und ich hab mich immer auf das Schreiben gefreut, es hat mir Spaß gemacht! Es ist so eine schöne Selbstreflektion. Mir war wichtig, dass das Buch lustig ist. Es sollte nicht wieder ein Fitnessbuch mehr mit ganz schlauen Tipps sein, sondern wirklich zum Weitermachen motivieren.

Viele entscheiden sich für einen Ghostwriter, du hast selbst geschrieben. Ist dir Schreiben denn immer schon leicht gefallen?
Das war mir von Anfang an klar: Wenn ich ein Buch schreibe, dann selbst. Ich hab einfach so geschrieben, wie ich spreche. Und dem Verlag hat das gefallen – die Zusammenarbeit war herrlich! Und das ist auch ein Appell an alle, die sich in der Schule nicht so leicht tun. Ich war auch keine Leuchte in der Schule – man muss einfach Freude daran haben, dann schafft man’s. Egal ob es darum geht, ein Buch zu schreiben oder seine Traumfigur zu erreichen.

Susanna Bodingbauer

Mehr aus der Kategorie Leben finden Sie in der aktuellen April-Ausgabe.

 

Buchtipp
„Das Toni-Klein-Prinzip“, inklusive Toni Kleins 9-Tages-Erfolgsprogramm, Work-outs für zuhause, Fitnessstudio und Büro, zahlreiche Rezeptideen, persönlicher 4-Wochen-Lifestyleplan für die dauerhafte Umsetzung, Verlag Carl Ueberreuter, ISBN 978-3-8000-7465-5, 19,95 Euro

 

Buchtipp: „Das Toni-Klein-Prinzip“
inklusive Toni Kleins 9-Tages-Erfolgsprogramm, Work-outs für
zuhause, Fitnessstudio und Büro, zahlreiche Rezeptideen,
persönlicher 4-Wochen-Lifestyleplan für die dauerhafte Umsetzung, Verlag Carl Ueberreuter, ISBN 978-3-»Gute 30 Minuten Training  reichen, um den Stoffwechsel auf Trab zu halten.« 
Toni Klein»Wer jetzt knackig mit seinem Training startet, kann viel bewirken.« 
Toni Klein 
LEBEN - 04.03.2010
FO8D1C~1.JPG Essen Sie sich schön!
Sind Sie schon einmal auf die Idee gekommen, Benzin anstelle von Diesel in Ihr Auto zu tanken?

Wahrscheinlich nicht – wir achten schließlich darauf, den richtigen Treibstoff in unser Auto zu füllen. Doch wenn es darum geht, was wir selbst in uns füllen, geben wir meist viel weniger Acht darauf, ob es tatsächlich der richtige „Treibstoff“ ist. Ob unser Körper damit ausreichend Nährstoffe bekommt, die er für die Erhaltung eines ausgeglichenen Stoffwechsels und eines optimalen Hormonhaushalts braucht.

Metabolic-Balance-Experte Alexander Haller räumt im Gespräch mit DIE OBERÖSTERREICHERIN mit Ernährungsmythen auf und zeigt, worauf es tatsächlich ankommt, um schlank, schön und ausgeglichen zu sein.

Es ist 20 Uhr. Ich knurre. Wie ein böser Hund knurre ich und frage mich, wann denn meine werte Besitzerin auf die Idee kommt, etwas zu essen. Eiweiß in Form von Fisch zum Beispiel, das wäre lecker. Oder endlich einmal wieder so einen richtig guten Käse – ja, mit Fett, und nicht diese ekelhaften Light-Produkte, die mit Zucker und Zusatzstoffen angereichert sind. Und frisches Gemüse bitte!

Aber ich fürchte, heute ist wieder einer dieser „Dinner-Cancelling-Tage“. Ihre Nachbarin hat sie auf die Idee gebracht, doch einfach hin und wieder das Abendessen ausfallen zu lassen. Als das Schlankheitsgeheimnis schlechthin hat sie ihr das verklickert. So ein Blödsinn! Würde sie doch endlich mal mich als Magen fragen – ich könnte ihr schon sagen, was ich brauche!

„Durch Maßnahmen wie ‚Heute ess ich nichts am Abend’ oder ‚Das Frühstück lass ich lieber aus’ haben es viele Menschen geschafft, den Stoffwechsel dermaßen abzuwürgen, dass sie aufpassen müssen, von einem Joghurt und zwei Salatblättern nicht zuzunehmen“, erklärt Alexander Haller von Körperkultur Haller in Steyr. „Dabei muss dem Stoffwechsel ja genügend Nahrung zur Verfügung gestellt werden, damit das Werk läuft.“ Genau das verwundert die Teilnehmer seines Ernährungs-Seminars erst einmal. „Sie können oft gar nicht glauben, dass sie nun wesentlich mehr essen als früher und trotzdem abnehmen.“

Wie funktioniert das? Mit Metabolic Balance. Schon wieder eine neue Form von Diät? „Nein, um Gottes willen“, antwortet Alexander Haller und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. „Der Hintergedanke einer Diät ist es, dem Körper weniger zuzuführen, damit er die Reserven angreift. Das funktioniert ja zuerst einmal ganz gut. Aber sobald ich meine Ernährung wieder auf normal umstelle, werden die Speicher noch mehr gefüllt als zuvor – quasi als Vorbeugung für die nächste Hungersnot“, erklärt Haller. Bei Metabolic komme es hingegen darauf an, den Stoffwechsel zu aktivieren.

Mehr dazu in unserer neuen Ausgabe.

LEBEN - 05.02.2010
(c) stock.xchng Liebe muss kein Zufall sein
„Hast du mal Feuer?“ Das ging vielleicht früher. Heutzutage lernt man sich nicht mehr so häufig beim Ausgehen kennen. Die Partnersuche hat sich verändert, die Ansprüche werden spezieller. Um den Zufallsfaktor zu umgehen, wenden sich Suchende oft an Fachinstitute.


Herzensangelegenheiten

Das Ehepaar Schweiger-Leitner blickt auf langjährige Erfahrung im Zusammenführen einsamer Herzen zurück. 30 Jahre gibt es ihre erfolgreiche Partnervermittlungsagentur Fortunatus-Schlüter nun schon. Die ursprüngliche Idee war es, eine Anlaufstelle für niveauvolle Menschen zu schaffen, wo diese gezielt und unkompliziert den idealen Partner für glückliche Zweisamkeit finden können. Die beiden harmonieren nicht nur als Lebens-, sondern auch als Geschäftspartner. Uns haben sie ihr Erfolgsrezept verraten und dabei erzählt, was Partnersuche in heutigen Zeiten ausmacht.

Was hat sich bei der Partnersuche in den letzten 30 Jahren verändert?

Früher war es aus beruflichen Gründen oft schwierig, jemanden zu finden. Besonders schwer hatten es Krankenschwestern, die Nachtdienst machten, oder Landwirte. Heute besteht die Klientel vorwiegend aus engagierten Menschen, die beruflich sehr gefordert sind und am Abend keine Lust mehr haben, auf die Piste zu gehen. Oft sind es Akademiker mit hohen Ansprüchen, meist etwa ab 30. Apropos Ansprüche: Gerade attraktive, intelligente Frauen finden manchmal keinen Partner. Solche Damen haben natürlich auch gehobene Ansprüche; zudem werden sie aber auch nicht so schnell angesprochen. Keiner nimmt an, dass sie Single sein könnten.

Partnerbörsen im Internet boomen. Haben es klassische Partnervermittlungen schwer, dagegen zu bestehen?

Es ist natürlich härter als vorher. Der Trend geht aber wieder zu professionellen Dienstleistern, weil im Internet nicht nur positive Erfahrungen gemacht werden. Manche sehen ja regelrecht einen Sport darin, Leute kennenzulernen. Wer jedoch zu uns kommt, ist wirklich ernsthaft partnersuchend. Für uns steht Qualität eindeutig über Quantität. Wir bemühen uns, ein gewisses Niveau zu halten. Gepflegtheit, Intellekt und Auftreten sind ausschlaggebende Faktoren. Unsere Kunden legen sehr viel wert auf "Diskretion". Wir lernen die Interessenten persönlich kennen, führen Gespräche, machen uns ein Bild von den Menschen.

 Unser Erfolg zeigt, dass wir ein gutes Gespür für Menschen haben. Bei der Vermittlung ist das Bemühen wichtig, eine nette Begegnung zu erwirken. Der wesentliche Unterschied zum Internet ist, dass die beiden Vermittelten eine gemeinsame Basis haben. Wenn die Frau Kinder hat, sollte er kinderlieb sein, der Intellekt sollte passen, die Sportlichkeit. Egal was sich daraus entwickelt. Manchmal ist es auch keine Liebe, aber man findet gemeinsame Interessen und kann beispielsweise gemeinsam sporteln. Und wenn der Funke überspringt, ist’s natürlich umso schöner.

LEBEN - 05.02.2010
Ticken Sie richtig im Job!
Im Postkorb 115 ungelesene Nachrichten, der Anrufbeantworter blinkt, als würde er Alarm schlagen, die Kollegin mit dem erstaunlich großen Wortschatz gibt gerade ihre Wochenenderlebnisse zum Besten. Das alles würde ja nichts machen. Wenn der Poststapel nicht jeden Moment umzukippen drohen würde, wenn der Schreibtisch nicht mit einer Unmenge an unerledigten Akten belagert wäre und wenn da nicht dieser unangenehme Gedanke an die schon seit langem aufgeschobene Arbeit wäre.
Tick tack, tick tack, tick tack … die Uhr tickt einfach weiter. Und am Ende vom Tag sind wir nicht nur maßlos erschöpft, sondern auch noch von diesem schrecklichen Gefühl „Einfach gar nichts erledigt zu haben“ befallen. Wie ist das nur passiert? „Wenn wir nicht in der Lage sind, Nein zu sagen zu unwichtigen Dingen, dann werden wir nie genügend Zeit haben für das Wesentliche im Leben“, sagt Führungskräftecoach August Höglinger. In seinem Buch „Zeit haben heißt Nein sagen“ erklärt er Schritt für Schritt, wie wir unsere Zeit effizient nutzen können und warum Nein-Sagen und Grenzen-Setzen zu einem fixen Bestandteil im Leben werden müssen.

• Schritt 1
Entrümpeln Sie Ihren Schreibtisch

Klingt nach Ding der Unmöglichkeit, bewirkt aber Wunder: Halten Sie Ihren Schreibtisch möglichst leer.
„Auf dem Tisch sollen nur jene Dinge liegen, die Sie ständig in Gebrauch haben und an denen Sie gerade arbeiten. Konzentrieren Sie sich voll und ganz auf die Aufgabe, die Sie im Moment ausführen. Der Rest verschwindet aus Ihrem unmittelbaren Blickfeld und wandert in die Ablagen oder Regale“, ist August Höglingers Tipp für einen einen erfolgreichen Arbeitstag.

• Schritt 2
Bearbeiten Sie Ihre Post rationell

Natürlich erscheint es im ersten Moment wie eine willkommene Ablenkung, wenn die Post am Schreibtisch landet.
Bleiben Sie dennoch bei der Sache, die Sie gerade bearbeiten und stürzen Sie sich nicht sofort auf die Post. Definieren Sie einen         fixen Platz – ein Fach zum Beispiel – wo die Post landen soll.

• Schritt 3
Lassen Sie sich von E-Mails nicht unterbrechen

Bearbeiten Sie E-Mails in einem Block und nicht laufend, wenn Sie eine neue Nachricht erhalten. Das würde Sie ständig von Ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken. Legen Sie am besten bestimmte Zeiten für die Bearbeitung der elektronischen Post fest. Bearbeiten Sie dann eine Nachricht möglichst vollständig in einem Vorgang – es kostet unnötig Zeit, sich mehrfach in eine Sache hineinzudenken. Am Abend sollte Ihr E-Mail-Posteingangsordner leer sein. Die Nachricht wurde entweder erledigt, delegiert, entsprechend abgelegt, in die Wiedervorlage geschoben oder gelöscht.

LEBEN - 03.02.2010
DSC_0100 Kopie.jpg Was Männer WIRKLICH wollen…
„Erscheinen Sie nackt und bringen Sie was zum Essen mit. Dann machen Sie einen Mann glücklich“, schreibt August Höglinger in seinem Buch „Männer, was Frauen über sie wissen sollten“. „Außen hart und innen ganz weich“, singt Herbert Grönemeyer über das starke Geschlecht. Doch trotz all dieser Hinweise sind sie doch immer noch ein großes Geheimnis für die Frauenwelt: Männer. Und so manche Frau fragt sich verzweifelt während sie die Barthaare aus dem Waschbecken fischt: „Wie ticken sie denn wirklich, die Männer?“

Männer sind pünktlich. Das sei so weit schon einmal geklärt. Denn fast alle unserer männlichen (!) Gesprächspartner kommen rechtzeitig zu unserer Diskussionsrunde. Oder vielmehr zu unserer Geheimnislüftung. Denn heute wollen wir es wissen: Was wollen Männer? Wir befolgen August Höglingers Rat und – nein, erscheinen natürlich nicht nackt – sorgen für leckeres Essen. Die beste Location dafür ist das Restaurant U-Hof in Linz. Und in so angenehmer Atmosphäre fangen sogar Männer an zu reden. Und wie!

Männer sind Jäger – heißt es. Ist das immer noch so oder wollt ihr auch gerne gejagt werden?
Rudi: Männer wollen sicher begehrenswert sein für Frauen. Und sie wollen auch innerhalb der Männergesellschaft interessant sein.
Simon: Und das Jagdgut wird auch gerne verglichen unter den Männern.
Rudi: Reden wir da jetzt von Frauen?
Simon: Nein, generell. Jagen wir nicht ständig Anerkennung hinterher, nicht nur Frauen? Der Ehrgeiz und das Streben ist für mich der Auswuchs des Jagdinstinktes.
Rudi: Auf jeden Fall.
Hans-Peter: Für mich war da mein Vater das Vorbild – ich wollte mindestens so gut sein wie er.
Rudi: Da geb ich dir voll und ganz Recht. Jeder Mann, der einen starken Vater hat, hat das Bedürfnis, mindestens das zu schaffen, das er erreicht hat. Sonst bin ich mit 50 immer noch das Bubi.

Jagen spielt also immer noch eine große Rolle. Auch bei der Eroberung von Frauen?
David: Es ist sicher spannender, eine Frau selbst zu erobern, als erobert zu werden.
Markus: Ich bin überzeugt, dass das genau umgekehrt ist: Eine geschickte Frau versteht es, dem Mann das Gefühl zu geben, er habe sie erobert. Wobei sie ganz genau aussucht, wer sie erobern darf.

Womit kann euch eine Frau beeindrucken?
Hans-Peter: Für mich ist eine Frau interessant, wenn sie nicht nur eindimensional hübsch ist, sondern Herz und Hirn am rechten Fleck hat. Und das spürt man meist nicht gleich bei der ersten Begegnung, sondern nach Gesprächen. Nur mit dem rein optischen Erscheinungsbild geben sich vielleicht ganz junge Burschen zufrieden. Aber die wirkliche Qualität einer Frau liegt nicht nur bei den Äußerlichkeiten. Ich muss spüren, der Mensch hat eine Substanz, die tiefer geht.
Simon: Mein Anspruch an eine Frau ist, dass sie nicht die alte Schiene fährt mit Kochen, Putzen, Hausbauen … ich wünsche mir, dass sie meine Sprunghaftigkeit – was ja typisch ist für Männer – teilt.
David: Was mich an Frauen am meisten beeindruckt, ist ihre Multitaskingfähigkeit. Das kann ich gar nicht. Wenn eine Frau telefoniert,  ist am Ende immer ein Kunstgemälde da. Aber wenn ich was mache, dann bleibt währenddessen alles andere liegen.
Rudi: Das hat vielleicht wieder etwas mit dem Jagen zu tun. Wenn Männer auf die Jagd gingen, dann wussten sie: So, jetzt wird dieses Mammut gejagt, an was anderes konnten sie gar nicht denken. Frauen hingegen sammelten Beeren, beruhigten das Kind am Rücken, plauderten mit der Nachbarin und und und …

Wo wir schon bei der Steinzeit sind. Nach einem Streit verkriecht ihr euch gern in eure Höhle. Und wir machen uns Sorgen, können nicht schlafen … wie bekommt man euch da denn wieder raus?
Markus: Das wird erstmal nicht gelingen. Weil wir unsere Ruhe brauchen, wenn wir nachdenken wollen. Und nach einem Streit wollen wir nachdenken – weil wir nach einer Lösung suchen.
Rudi: Frauen reden ja oft nur um des Redens willen. Ohne Ergebnis. Ich will aber nicht über etwas reden, was sich nicht lösen lässt.

Wenn ihr nun drei Wünsche an die Frauenwelt frei hättet – was wären die?
Markus: Anerkennung und Verständnis.
Simon: Verständnis finde ich sehr wichtig.
Hans-Peter: Verständnis dafür, so sein zu dürfen, wie Mann und natürlich auch Frau ist. Ich glaube, dass jeder seine eigene Insel ist und dabei seine eigene Welt geschaffen hat. Wenn nun jemand diese Insel besucht, dann ist das gegenseitige Kennenlernen schön – aber auch das gegenseitige Respektieren. Und ich wünsche mir natürlich auch Vertrauen und Liebe – gefühlvolles Umgehen miteinander.
David: Grundsätzlich ist Zufriedenheit das wichtigste in einer Beziehung. Man versucht ja immer, dass es einem gut miteinander geht - so richtig kann das aber nur klappen wenn man die guten Dinge auch zu schätzen weiß.
Rudi: Ich wünsche mir Freiheit. Dass man nicht in einer Ehe lebt, in der man ständig zusammenklebt. Sondern in einer Partnerschaft, in der jeder auch noch ein eigenständiges Leben führen kann – wo nicht jeder Schritt zu rechtfertigen ist. Das ist mir irrsinnig wichtig. Ich würde die Energie aller drei Wünsche auf diesen hier zusammenfassen.
Simon: Ganz wichtig ist für mich auch die Leidenschaft. Ohne Leidenschaft kann eine Beziehung auf Dauer nicht funktionieren. Natürlich ist sie mal mehr und mal weniger, aber wenn das Feuer nie aufflackert, dann geht gar nichts.

LEBEN - 29.09.2009
Das neue WIR
Wir haben alle irgendwann davon geträumt. Von Liebe, die nichts trennen kann. Von Leidenschaft, die nie endet. Von Treue, die unvergänglich ist. Irgendwo auf dieser Welt wird sie schon warten, unsere zweite Hälfte. Und dann wird alles ganz einfach sein – ist die Liebe nur stark genug, werden wir alles überwinden. Doch so einfach ist es dann eben doch nicht. Liebe ist vielmehr wie eine empfindliche Pflanze – damit sie nicht verblüht, müssen wir sie mit viel Geduld pflegen. Nur dann kann es Wirklichkeit werden, das Märchen von ewiger Liebe.
Es ist drei Uhr nachts. Sabine kann nicht schlafen. Der Platz neben ihr im Doppelbett ist leer. Verdammt leer. Was ist nur passiert mit ihnen? Sie hatten doch so große Träume, wollten alles gemeinsam schaffen, wollten einfach nur eine kleine Familie sein und irgendwann ihren Enkeln beim Spielen zusehen – immer noch Arm in Arm. Und nun? Was ist übrig geblieben? Nichts, außer einem Scherbenhaufen von Beleidigungen, Vorwürfen und diesem bitteren Schmerz, dass der Traum von endloser Liebe zerplatzt ist. Sabine und Jakob sind kein Einzelfall. Jede zweite Ehe wird in Österreich geschieden, Beziehungen gehen auseinander. Da stellt sich auf einmal die Frage: Ist es vielleicht nur ein Märchen, das ewige Glück zu zweit? „Nein“, sind Ute und Hans Giffey überzeugt. Im Interview mit dem Magazin „Die Oberösterreicherin“ erzählen die beiden Paartherapeuten, wie Liebe tatsächlich gelingen kann.

Wenn Liebe ein Passwort hätte, wie würde das lauten?
Hans: Wenn wir die Buchstaben von Liebe nehmen, haben wir schon die Antwort auf diese Frage. L steht für Lust und Leidenschaft. I für Interesse, E für Empathie, B für Bereitschaft und E für Emotionalität und auch für Eigenständigkeit.
Ute: Und sie hat noch ein ganz wichtiges Passwort: die Kommunikation. Wenn der Partner nicht über mich informiert ist und ich nicht mit ihm sprechen kann, dann gehen all die wichtigen Themen wie Bedürfnisse, Wünsche und Sexualität unter.

Was sind die größten Herausforderungen einer Partnerschaft?
Hans: Um in einer glücklichen Beziehung zu leben, müssen sowohl die Partnerschaft
als auch die Liebesbeziehung gepflegt werden. Beides muss man lebendig halten und getrennt betrachten. Bei der Partnerschaft geht es um die organisatorischen Dinge wie Haus oder Wohnung, Arbeit und die Erziehung der Kinder. In der Liebesbeziehung geht es um Leidenschaft, um Spannung und um Interesse.
Ute: Je mehr man als Paar zu einseitig auf einer freundschaftlichen Ebene arbeitet, desto mehr vergeht die Leidenschaft. Man hat dann zwar einen besten Freund, aber keinen Sex mehr.

Wie kann man das verhindern?
Hans: Mit Kommunikation. Oft funktioniert die Art und Weise, wie man sich miteinander austauscht nicht mehr. Manchmal gibt es auch einen so genannten Verhinderer, der unbewusst daran arbeitet, dass die Leidenschaft nicht zum vollen Ausdruck kommt. Wir haben im Kopf eine Art Trennlinie  - ‚Ich kann keine Leidenschaft mit einer Paarbeziehung vereinen. Die liebevolle Mutter meiner Kinder kann keine Hure im Bett sein.’ Dort, wo die Leidenschaft sitzt, kommt die Angst über den Kontrollverlust. Es kommt die Angst, dass ich zurückgewiesen werde.
Ute: Durch diese Angst wird die Lebensfreude gemindert. Diese Lebensfreude sollte in die Beziehung aber miteinfließen. Wenn man das nicht schafft, bleibt in der Beziehung ein leerer Raum. Manche Paare brauchen einfach eine Anleitung – wie bekomme ich diese Leidenschaft und Lebendigkeit wieder zurück.

Wie merkt man als Paar, ob es sich noch lohnt, für die Beziehung zu kämpfen?
Ute: Indem man sich Hilfe von außen holt. Dann kann man herausfinden, ob nur die Kommunikation nicht passt, oder ob die Beziehung einfach tot ist. Diese Todesenergie fühlt sich auch für uns Therapeuten ganz anders an, als wenn die Liebe noch fließt. Man spürt eine Schwere und man hat das Gefühl, diesen Schmerz zu spüren. Viele stehen aber nur vor dem nächsten Schritt, wissen aber nicht, wie sie ihn bewältigen sollen. Durch diese Unwissenheit trennen sich viele Paare.
Hans: Es ist ein bisschen wie beim Zahnarzt, der kontrolliert, ob die Wurzel noch lebt. Ein Paartherapeut kann testen, ob die Beziehung noch lebt oder ob sie an Frustration gestorben ist. Wenn sie noch lebt, dann bekommt ein Paar mit der Therapie viele Werkzeuge, damit die      Beziehung wieder funktioniert.

Was sind das für Werkzeuge?
Ute: Die Kommunikation in erster Linie. Es geht darum, miteinander über die Vergangenheit zu reden, über die schönen Erlebnisse und die Schwierigkeiten. Es geht darum, seine Wünsche und Bedürfnisse offen zu sagen – ohne dabei Vorwürfe zu machen. Was möchte ich gerne einmal mit dir tun? All diese Dinge gehören ausgesprochen. Wenn man verliebt ist, macht man so viel automatisch – wir machen uns gegenseitig Komplimente, berühren uns sehr oft und freuen uns miteinander. All das muss man in einer langjährigen Beziehung wieder bewusst lernen. Denn: Lebensfreude ist der Schlüssel zur langfristigen Beziehung.

Wir leben im Zeitalter der Singlegesellschaft. Sind wir heute vielleicht zu egoistisch für ein Leben zu zweit?
Ute: Nein, aber wir haben heute mehr Möglichkeiten als früher.
Hans: Stand man früher vor der Entscheidung – Sicherheit in der Beziehung oder Freiheit alleine, hat man sich meist für die Sicherheit entschieden. Heute ist es umgekehrt – wir      wollen lieber die Freiheit leben. Aber es wäre ja genauso egoistisch, nur für die Sicherheit in einer Beziehung zu leben – nur wird das anders bewertet.
Ute: Wir haben so viele Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln. Diese Freiheit zu leben, ist kein Egoismus, sondern ein Geschenk. Liebe heißt: Du entwickelst dich und ich entwickle mich und wir stellen dann einen Bogen über uns her. Wenn ich einen Wunsch habe, muss ich dem Partner klar und deutlich sagen, was mir die Erfüllung dieses Wunsches bedeutet. Es einfach zu tun ohne seine Meinung, wäre auch Egoismus.

Wie lässt sich also der Wunsch nach Weiterentwicklung auch in einer Beziehung erfüllen?
Hans: Beide müssen lernen, in der Partnerschaft auch eigenständig zu sein. Damit ergibt sich ein neues Wir.
Ute: Das Ich ist die Basis für das Wir. Wenn ich mein eigenes Ich nicht habe  
und nur das Ich vom Partner annehme, sieht das vielleicht aus wie ein Wir, aber mein Teil kommt darin nicht vor. Damit eine Beziehung auf Dauer gelingen kann, muss ich mir also auch immer wieder klar sein: Was will ich? Und das verschweige ich nicht,           sondern teile es meinem Partner mit.
                                           
                                          Susanna Bodingbauer
 
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